Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt: Polizei meinte es gut, Petrus aber nicht. Nächtliche Großkontrolle kürzer als geplant. Alkohol und Drogen am Steuer sind eine der Hauptunfallursachen.

Darmstadt (ots) - Gutes in Sachen Verkehrssicherheit hatte das Polizeipräsidium Südhessen in der Nacht zum Sonntag mit Hilfe der Bereitschaftspolizei in Darmstadt im Schilde geführt. Aus dem Verkehr gezogen werden sollten bei dem Großeinsatz alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss stehende Autofahrer. Doch ein gewisser Petrus ließ die Pläne platzen wie zuvor die Wolken und den Polizeiführer wegen des heftigen Dauerregens zu dem Entschluss kommen, den um 1 Uhr begonnenen Einsatz nach zwei Stunden wieder abzublasen. Vorgehabt hatten die etwa 90 Ordnungshüter eigentlich, speziell rund um zwei Diskotheken bis morgens um sechs wachen Auges an den fünf Kontrollstellen in der Mainzer und der Pallaswiesenstraße, im Carl-Schenk-Ring, in der Kirschenallee und an der B 42 Ausschau nach motorisierten Alkohol- und Drogensündern zu halten. Insgesamt hatten die Beamten während der zwei Stunden dennoch 127 Fahrzeuge und 241 Personen unter die Lupe nehmen können. Dabei zeigte sich, dass fünf Fahrer offenbar unter Alkoholeinfluss standen. Gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet. Zudem hatten sechs fahrbare Untersätze technische Mängel. Im öffentlichen Straßenverkehr ist das Führen von Kraftfahrzeugen unter Einfluss von Alkohol und Drogen eine Hauptunfallursache. Wenngleich die Anzahl der tödlich verletzten Personen hierbei in den letzten Jahren deutlich reduziert werden konnte, wurden rückblickend auf die letzten Jahre viele Menschen durch die legale Droge Alkohol im Straßenverkehr getötet. Trotz verschärfter Rechtsvorschriften und der Einführung der 0,5 Promillegrenze trägt eine falsche Selbsteinschätzung gerade der jungen Kraftfahrer und ein vermeintlich geringes Entdeckungsrisiko zu alkoholbedingten Fahrten bei. Vor allem junge Menschen unterschätzen leicht den Alkoholgehalt der neueingeführten Mixgetränke - so genannte Alkopops - und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr. Aber auch im Bereich Drogen im Straßenverkehr belegen statistische Untersuchungen, dass sich eine Vielzahl von Jugendlichen ihre Freizeit am Wochenende nicht ohne die Einnahme von Drogen vorstellen kann. Von Seiten der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg wurden bereits im Jahr 2004 zwei gleichgelagerte Kontrollaktionen durchgeführt. Die Zahl der Alkohol- und Drogenunfälle ist zwar seit diesem Jahr rückläufig, aber wie im aktuellen Verkehrslagebild ersichtlich, besteht weiterhin ein konkreter Handlungsbedarf. Eine aktuelle statistische Untersuchung aller Alkohol- und Drogenunfälle vom 01.01.2006 bis zum 30.09.2007 im Stadtgebiet Darmstadt belegt, dass häufig junge Autofahrer von unter 30 Jahren beteiligt waren - cirka 39 Prozent. Die Hauptunfallzeiten konzentrieren sich nach wie vor auf die Nächte von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Peter Rauwolf Telefon: 06151-969 2413 o. 0173-659 6654 Fax: 06151-969 2405 E-Mail: peter.rauwolf@polizei.hessen.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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