Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt-Eberstadt: Betrug mit Enkeltrick - Verhaltenshinweise

Darmstadt-Eberstadt (ots) - Am Donnerstagmittag wurde eine Frau aus Eberstadt von einer Betrügerin um mehrere tausend Euro betrogen. Die Täterin nahm telefonisch Kontakt mit der Geschädigten auf und stellte sich als ihre Enkelin vor. Sie gab an, sich in einer Notlage zu befinden und überredete die Geschädigte ihr mit Bargeld auszuhelfen. Dieses händigte das Opfer dann gutgläubig einem Mittelsmann aus, der damit verschwand. Die hilfsbereite Frau war damit skrupellosen Betrügern aufgesessen. Das Geld war weg. Der genannte Mittelsmann wird als zirka 15 bis 16 Jahre alt beschrieben. Er war schlank und hatte kurze blonde Haare. Er trug schwarze Kleidung. Hinweise erbittet die Kriminalpolizei in Darmstadt unter 06151/9690, die Polizeistation in Pfungstadt unter 06157/95090 oder jede andere Polizeidienststelle. Diesen Vorfall nimmt die Polizei zum Anlass, um erneut vor dieser betrügerischen Vorgehensweise zu warnen. Die skrupellosen Täter erschleichen sich durch Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zunächst das Vertrauen von meist älteren Menschen. Dabei geben sich die Betrüger oftmals als Enkel oder anderer entfernter Verwandter aus. Die ersten Kontakte zu den ausgewählten Opfern werden über das Telefon hergestellt. Die Gespräche beginnen vielmals mit Phrasen wie: "Ich bin es" oder "Rate mal, wer `dran ist". Die so Überrumpelten und Ahnungslosen nennen dann Namen von Personen aus ihrem Verwandtenkreis. Durch geschickte Gesprächsführung machen die Täter ihren Opfern glaubhaft, der Enkel oder eine andere ihr bekannte Person zu sein. Es folgt das Vortäuschen einer Notlage mit dem Appell an die Hilfsbereitschaft der Angerufenen. Hier sind die Trickbetrüger sehr erfinderisch und flexibel, haben aber in ihrem Ziel eines gemeinsam, nämlich an das Geld der Opfer zu gelangen. Mit der Erfindung finanzieller Notlagen wegen eines Kaufes von teuren Wertgegenständen oder eines Autos werden die später Geprellten dazu gebracht der angeblich vertrauten Person zu helfen. Bei den erbetenen Geldbeträgen geht es um Hunderte oder Tausende Euro. Nachdem die Opfer das Geld von der Bank abgeholt haben erfolgt ein erneuter Anruf der angeblich Notleidenden. Hier werden Hinderungsgründe für ein persönliches Abholen der Geldbeträge vorgeschoben und eine dritte Person ins Spiel gebracht. Diese wird als Geldbote beauftragt und die älteren Mitbürger sind arglos, wenn das Geld in kürzester Zeit abgeholt wird. Nachdem die Täter mit dem Geld über alle Berge sind, wird der Betrug meist erst durch Erzählungen gegenüber den Angehörigen entdeckt. Viele von dieser Betrugsmasche betroffene Opfer erstatten aus Schamgefühl keine Anzeige. Die Polizei rät jedoch dies auf jeden Fall zu tun. Damit Sie erst gar nicht auf diese Trickbetrüger hereinfallen gilt es folgende Tipps zu beachten: - Bei Anrufen angeblicher Verwandter ("Enkel") in finanzieller Notlage unter deren bekannter üblicher, nicht vom Anrufer angegebenen, Telefon- oder Handynummer zurückrufen - Bei so nicht zu klärendem Sachverhalt sofort die Polizei informieren und weiteres Vorgehen absprechen - Bei Anrufen mit finanziellen Forderungen halten Sie mit Ihrer Familie Rücksprache - Fremden, die sich als Vertrauenspersonen angeblicher Verwandter ausgeben, niemals Bargeld aushändigen - Geben Sie auf keinen Fall Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Rolf Böttcher, PP Südhessen, 06151/9692423 ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: (06151) 969 2400 Fax: (06151) 969 2405 Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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