Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Einbrecher in Ober-Ramstadt unterwegs | Sechs Fälle in wenigen Tagen | Hinweise und Tipps der Polizei

    Ober-Ramstadt (ots) - Bisher unbekannte Einbrecher haben in der Nacht zum Mittwoch versucht, in ein Einfamilienhaus im Neuweg einzudringen. Die Täter stiegen über ein Hoftor und wollten die Haustür aufhebeln. Dank guter Sicherungseinrichtungen scheiterten die Unbekannten und brachen ihr Vorhaben ab. Der Schaden wurde am Mittwoch, gegen 07.15 Uhr festgestellt. Die mögliche Tatzeit reicht bis zum Vorabend, etwa 18.30 Uhr, zurück.

    Dabei handelte es sich bereits um den sechsten Einbruch innerhalb weniger Tage, vier davon im Wohngebiet "Eiche". Signifikant sind die Häufung der Vorfälle deshalb, weil im Jahr 2006 insgesamt fünf Einbrüche registriert wurden, 2006 waren es sieben.

    Die Beamten gehen davon aus, dass es sich möglicherweise um ein und den selben Täter handelt. Die Tatorte sind Jenaer Straße, Am Hohen Rain,  Adam-Rückert-Straße, Erfurter Straße, Steinackerstraße - und aktuell Neuweg. Dabei werden wahlweise Türen aufgehebelt oder Scheiben eingeworfen.

    Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Bisher gibt es noch keinen konkreten Tatverdacht. Die Fahnder gehen allerdings davon aus, dass es sich um ein und den selben Täter handelt. Tatsächlich hatte am vergangen Samstag (23.2.) ein Zeuge die Polizei über einen 30 bis 40 Jahre alten Mann informiert. Der Unbekannte hatte, wie bereits berichtetet, gegen 23.40 Uhr versucht, in ein Haus in der Steinackerstraße einzudringen, war aber nach Entdeckung durch den Zeugen geflohen ("Zeuge ertappt Einbrecher auf Leiter | Unbekannter flüchtet"). Der Einbrecher ist 30 bis 40 Jahr alt, trug eine schwarze Wollmütze und eine dunkle Jacke mit weißen Streifen auf dem Rücken.

    Hinweise werden an die Polizei, Telefon (06151) 9690, erbeten.

    Die Polizei nimmt diese Vorfälle zum Anlass, um neben der intensiven Ermittlungsarbeit und Streifentätigkeit mit Hinweisen und Tipps zur Vermeidung solcher Straftaten beizutragen.

    Kaum ein Delikt beeinträchtigt das persönliche Empfinden der Betroffenen so nachhaltig, wie ein Einbruch in die eigene Wohnung. Nicht nur der materielle und der ideelle Schaden stellen eine große Belastung dar. Die Verletzung des persönlichen Umfeldes wirkt sich besonders beeinträchtigend auf das subjektive Sicherheitsempfinden aus, worunter die Opfer zum Teil erheblich und lange leiden.

    Mehr  als ein Drittel der Taten scheitert im Versuchsstadium, weil Fenster und Türen wirkungsvoll gesichert waren. Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass die wenigsten Einbrecher gut ausgerüstete "Profis" sind. Meist handelt es sich um Gelegenheitstäter, die sich schon oft durch einfache, aber wirkungsvolle technische Sicherungen von ihrem Vorhaben abbringen lassen, da sie für den Einbruch mehr Zeit aufwenden müssen und damit das Entdeckungsrisiko steigt. Die Bürgerinnen und Bürger können im Zusammenwirken mit der Polizei sehr viel dazu beitragen, Wohnungseinbrüche zu erschweren.

    Die Polizei bietet eine kostenlose und produktneutrale Beratung über geeignete technische Sicherungen durch ihre zuständige polizeiliche Beratungsstelle individuell zu Hause oder per Telefon aus.

    Die besten Sicherungseinrichtungen verlieren ihre Wirkung, wenn beim Verlassen der Wohnung Türen oder Fenster gekippt bzw. unverschlossen bleiben oder vorhandene Sicherungen nicht genutzt werden.

    Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Prävention ist die funktionierende Nachbarschaftshilfe. Dies bedeutet in Mehrfamilienhäusern, dass die Türen nicht einfach Fremden geöffnet werden, ohne zu kontrollieren, zu wem sie wollen, oder bei Einfamilienhäusern ein Auge auf das Grundstück des Nachbarn zu haben. Grundsätzlich gilt: Im Zweifel über Notruf 110 die Polizei verständigen! Denn viele Straftaten können nach Hinweisen aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger durch die Polizei verhindert oder geklärt werden.


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