Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Unverständnis über irreführende GdP-Aktionen

Südhessen (ots) - Polizeipräsident Gosbert Dölger stuft die Aktionen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wenige Wochen vor der Landtagswahl 2008 als unsachlich und populistisch ein. Bei der Faltblatt- und Unterschriftenaktion sowie den damit einhergehenden Informationsständen werde mit irreführenden Zahlen bei der Bevölkerung eine Verunsicherung zu dem Thema "Innere Sicherheit" ausgelöst, die nach Meinung des Polizeipräsidenten in keiner Weise gerechtfertigt ist. Die Arbeitsergebnisse der südhessischen Polizei in den letzten vier Jahren sowohl in der Kriminalitäts- als auch in der Verkehrsunfallbekämpfung widerlegen die Aussagen der GdP-Verantwortlichen in jeder Hinsicht. So konnten mit dem vorhandenen Personal und u.a. aufgrund der organisatorischen Veränderungen die Straftaten um ca. 10.000 Verbrechen und Vergehen reduziert und die Aufklärungsquote um über 10% erhöht werden. Dies bedeutet zum Beispiel, dass bei weitem nicht mehr in so vielen Wohnungen ein- gebrochen wird und viel weniger Autos aufgebrochen werden. Die Zahl der Opfer hat sich entsprechend reduziert. Speziell in Darmstadt wurde die in den Jahren 2003/2004 besorgniserregende offene Drogenszene trockengelegt und die Zahl der Geldbörsendiebstähle in der Innenstadt drastisch gesenkt. Gerade dort, wo deutliche organisatorische Umstrukturierungen vorgenommen wurden, zeigen sich bemerkenswerte Erfolge. So konnten insbesondere in Viernheim die Straftaten deutlich gesenkt und in diesem Jahr die höchste Aufklärungsquote erreicht werden. Dies trifft in ähnlicher Weise auch auf die benachbarten Städte und Gemeinden Viernheims zu, die streifenmäßig ebenso wie Viernheim von der PSt. Lampertheim-Viernheim betreut werden. Im Gegensatz zu früher können dort aufgrund der durch die Umorganisation gewonnenen Personalkapazitäten, neben einer deutlich stärkeren Polizeipräsenz, weitere polizeiliche Aufgaben wie Jugendarbeit, Präventionskonzepte und Maßnahmen gegen den Fahrraddiebstahl wahrgenommen werden. Auch durch die Zusammenlegung der Polizeiautobahnstationen Lorsch und Darmstadt zu einer Polizeiautobahnstation Südhessen konnte der Kontrolldruck auf überörtliche, nach Südhessen einreisende Straftäter erhöht und die Verkehrssicherheit auf den beiden Autobahnabschnitten deutlich verbessert werden. So haben die Beamtinnen und Beamten der Polizeiautobahnstation Südhessen mit Sitz in Darmstadt dieses Jahr bisher mehr als 800 Straftäter festgenommen und mehr als 600 betrunkene und unter erheblichem Drogeneinfluss stehende Autofahrer aus dem Fließverkehr gezogen. All diese Ergebnisse, so resümiert der Polizeipräsident, wären, wenn Polizeiarbeit nach den Vorstellungen der GdP verrichtet würde bzw. die Gesamtsituation tatsächlich so wäre wie von der Gewerkschaft dargestellt, nicht erzielt worden. Der Polizeipräsident betrachtet die Aussagen der Gewerkschaft als hausbacken und rückständig. Zudem ist die Argumentation der GdP, wonach weniger Stellen zur Verfügung stünden, irreführend. Tatsächlich können heute aus verschiedenen Gründen - wie geringere Ausbildungsbelastungen, verlängerte Arbeitszeiten sowie weitere organisatorische Maßnahmen - mehr Polizeikräfte als früher für den Dienst auf der Straße eingesetzt werden. Dabei ist - so Dölger weiter - bei Mitarbeitergesprächen wie im täglichen Dienst festzustellen, dass die Polizeibeamtinnen und - beamten in Südhessen mit hohem Engagement, großer Motivation und Erfolgswillen, unterstützt mit guter Ausstattung und Ausrüstung, gegen alle Formen der Kriminalität vorgehen und für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Diese Einstellung garantierte in den letzten Jahren jeweils neue Spitzenwerte. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Karlheinz Treusch Telefon: 06151 - 969 2010 Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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