Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Minderwertige Lederjacken: Zivilstreife greift bei betrügerischem Geschäft ein | 20-jähriger Italiener auf Autobahnrastanlage festgenommen |

    Weiterstadt (ots) - Mit zwei minderwertigen Lederjacken hat am Dienstagnachmittag ein 20-jähriger Italiener auf der Tank- und Ratsanlage Grafenhausen-Ost an der A 5 (Landkreis Darmstadt-Dieburg) versucht, einen 60 Jahre alten Bochumer zu ködern, um an das schnelle Geld zu kommen. Vermutlich wäre ihm dies auch gelungen, wenn eine Zivilstreife der Polizei sich in den Handel nicht eingemischt und den Italiener wegen Verdacht des Warenkreditbetrugs festgenommen hätte. Der Beschuldigte war dabei beobachtet worden, wie er aus einem VW Golf heraus, seinem ausgesuchtem Opfer zwei Lederjacken angeboten hatte, die er dem Sechzigjährigen schenken wollte. Den Wert der Jacken beziffert der Zwanzigjährige mit 1.200,- Euro. Allerdings knüpfte er seine angebliche Großzügigkeit an die Bedingung, dass er Bargeld für das Betanken seines Fahrzeugs haben wollte. Dies war der Moment, in dem die Zivilstreife eingriff. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stellten die Polizisten acht minderwertige Lederjacken sicher, die wahrscheinlich noch nicht einmal einen Wert von zehn Euro pro Stück hatten. Gegen eine Sicherheitsleistung von fünfhundert Euro wurde der Zwanzigjährige wieder entlassen.

    Die Polizei nimmt diesen Vorfall erneut zum Anlass, vor Lederjackenbetrüger zu warnen. Die Betrüger sprechen vorwiegend ältere Menschen an und versuchen, sich durch Geschichten, die Mitleid erregen  Bargeld zu erschleichen. Als Geschenk, manchmal auch als vermeintliches Pfand, lassen sie jeweils Lederjacken zurück, die von minderwertiger Qualität sind und bei Weitem nicht dem Wert der erschlichenen Gelder entsprechen. Oftmals übersteigen die Lederjacken nicht einen Wert von zehn Euro, sieben Euro sind keine Seltenheit. Manche Täter treten sehr forsch an ihre Opfer heran und lassen es an Skrupellosigkeit nicht missen. Die Betrüger begleiten ihre Opfer gleich selbst zur Bank, um beim Abheben von Geld behilflich zu sein. Die Geschädigten werden überredet, zu weit überhöhten Preisen zusätzliche Jacken zu kaufen, die aber ebenfall völlig minderwertig sind. Die Polizei rät, sich nicht auf Gespräche mit Lederjackenverkäufern auf der Strasse oder an der Haustüre einzulassen. Die sehr aufdringlichen Männer und Frauen sind vordergründig sehr überzeugend. Am besten ist es, ebenfalls bestimmt und energisch aufzutreten und nicht zu glauben, ein gutes Geschäft machen zu können. Hinweise zu möglichen Lederjackenbetrügern nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.


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