Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt: Erneuter Skimming-Fall an Geldautomat/Maßnahmen der Bank verhinderten Schaden/Polizei rät zu erhöhter Wachsamkeit an stark frequentierten Automaten

    Darmstadt (ots) - Durch die Aufmerksamkeit eines Bankmitarbeiters der Volksbank Darmstadt konnte am Mittwochabend (07.11.07) finanzieller Schaden durch das Ausspähen von Kundendaten mittels eines an dem Geldautomaten durch bislang unbekannte Täter angebrachten Vorsatzgerätes (sogen. Skimming) verhindert werden. Nach ersten Feststellungen wurden im Zeitraum zwischen 18.35 und 19.05 Uhr bei dem Geldautomaten am Luisenplatz/Carree die Kartendaten und die PIN-Nummern ausgespäht. Betroffen waren insgesamt neun Kunden, deren Daten aber durch die schnelle Enttarnung nicht an die Täter gelangt sind. Bereits am 20.09.07 hatten bislang unbekannte Täter versucht, Daten in gleicher Weise an einem Automaten eines anderen Geldinstituts am Luisenplatz auszuspähen (wir haben berichtet - siehe unsere Pressemeldung vom 25.09.07, 12.36 Uhr). Die Untersuchungen der Polizei haben ergeben, dass durch die rechtzeitige Sicherstellung des Vorsatzgerätes keine Daten ausgespäht werden konnten.

    Beim "Skimming" handelt es sich um das Ausspähen von Kartendaten von Bankkunden. Vorwiegend werden von den Tätern nicht überwachte "Außenautomaten" mit hoher Kundenfrequenz ausgesucht. Sie bringen an den Karteneinschubschlitz ein Vorsatzgerät an, welches in Art und Aufmachung dem Original entspricht und von Kunden nicht auf den ersten Blick als Manipulation erkannt wird. In dem Vorsatzgerät befindet sich die Elektronik zum Auslesen der Kartendaten. Die PIN-Nummern werden durch versteckt bzw. getarnt angebrachte Miniaturkameras oder durch Tastaturaufsätze ausgespäht. Beim Einschub der Zahlungskarte durch einen Kunden werden die Kartendaten dann ausgelesen und gespeichert. Bei weiterentwickelten Vorsatzgeräten erfolgt zeitgleich per Funkübertragung (W-Lan) die Übermittlung der ausgespähten Daten auf ein Laptop (oder anderes Empfangsgerät) eines in Tatortnähe wartenden Täters. Dies war bei den genannten Fällen in Darmstadt aber nicht der Fall. Die so erlangten Daten werden auf Magnetstreifen von Kartenrohlingen kopiert und diese dann ausschließlich an Geldausgabeautomaten im Ausland eingesetzt. In Deutschland können diese Kartendubletten aufgrund bestimmter Sicherheitsmerkmale auf den Originalkarten nicht eingesetzt werden. Die Polizei rät Bankkunden bei Transaktionen an Geldautomaten besonders aufmerksam zu sein. Sollten sich Verdachtsmomente auf illegal angebaute Lesegeräte oder anderes ergeben, sollten sich die Kunden unmittelbar mit dem Bankpersonal und der Polizei in Verbindung setzen. Besonders an viel frequentierten Geldautomaten rät die Polizei zu erhöhter Wachsamkeit.

    Darüber hinaus bittet die Polizei, sollten sich Hinweise darauf ergeben, dass Personen an einem Geldautomat manipulieren, sie sofort zu informieren (Polizei-Notruf 110) und diese Person(en) nach Möglichkeit bis zum Eintreffen der Beamten im Auge zu behalten. Auch werden im aktuellen Fall Zeugen, die am 07.11.07 an dem Automaten oder in dessen Nähe verdächtige Personen beobachtet haben, gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium Südhessen unter der Telefonnummer 06151/9690 in Verbindung zu setzen.


ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferdinand Derigs
Telefon: 06151-969 2401 o. 0173-659 6648
Fax: 06151-969 2405
E-Mail: ferdinand.derigs@polizei.hessen.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Südhessen

Das könnte Sie auch interessieren: