Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Mehrfach angerempelt - in Handtasche gelangt

    Darmstadt (ots) - Eine Geldbörse mit einhundertfünfzig Euro und eine Monatsfahrkarte haben am Montag in der City drei bisher unbekannte Frauen erbeutet. Ihr Opfer: eine 75-jährige Darmstädterin, die während eines Einkaufsbummels in einem Kaufhaus am Ludwigsplatz von den Täterinnen mehrfach angerempelt worden war. Der Vorfall ereignete sich gegen 11.00 Uhr, als die Geschädigte im Bereich der Damenmäntel unterwegs war. Aufgefallen war ihr zunächst nichts. Erst als sie später an der Kasse bezahlen wollte, bemerkte sie, dass der Geldbeutel fehlte. Sie hatte ihn im vorderen Fach ihrer am Körper getragenen Handtasche deponiert. Offenbar gelang es den Unbekannten dennoch, blitzschnell - und von der Fünfundsiebzigjährigen unbemerkt zuzugreifen. Über die Frauen liegt nur eine vage Beschreibung vor. Sie hatten südliches Erscheinungsbild, trugen Kopftücher, zwei waren jugendlich, die Dritte älter. Hinweise werden an die Polizei, Telefon (06151) 9690, erbeten.

    Immer wieder schlagen Taschendiebe, die im Team arbeiten, in unterschiedlicher Beteiligung zu. Dabei nutzen sie Menschengedränge oder verursachen dies blitzschnell, sorgen für Ablenkung und stiften Durcheinander. Das Repertoire der Taschendiebe ist vielfältig.

    In dem aktuellen Fall war es der "Rempel-Trick", bei dem das Opfer in die Zange genommen wurde. Varianten davon sind: Die Täter bücken sich plötzlich, bleiben stehen, stolpern und lassen ihr vorher ausgesuchtes Opfer auflaufen. Ablenkung ist dabei fast sicher. Die Täter greifen zu.

    Bei dem Drängel-Trick nutzen die Täter ebenfalls Menschengedränge, kommen ihrem Opfer sehr Nahe und greifen unbemerkt in die Taschen.

    Bei einer weiteren Variante fragen Täter nach dem Weg und halten einen Stadtplan vor. Auch das sorgt für Ablenkung und für die Täter die Möglichkeit zuzugreifen.

    Weitere Varianten sind das Beschmutzen von Kleidung, Geldwechseln, Betteln, Umarmung mit Blumen, Taschentragen. Immer wieder werden undurchsichtige Situationen geschaffen, die immer wieder das Ziel haben, die Opfer abzulenken. Dabei reichen Sekunden aus, um an die Geldbörsen zu kommen. Hinzu kommt, dass der Verlust von Geld und anderen Wertsachen von den Geschädigten meist viel später gemerkt werden.

    Mit selbstbewussten Auftreten und Wachsamkeit bei solchen Vorfällen können die Versuche der Täter schon oft im Keim erstickt werden.


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