Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt: Schneller Fahndungserfolg und Festnahmen nach brutaler Straßenraubserie/Haftbefehle gegen zwei 24 und 21 Jahre alte polnische Staatsbürger erlassen

    Darmstadt (ots) - Nach einer brutalen Raubüberfallserie in der Nacht von Freitag auf Samstag (10./11.08.07) in der Darmstädter Innenstadt (wir haben berichtet - siehe unsere Pressemitteilungen vom 11.08.07, 15.25 Uhr, und vom 08.08.07, 17.15 Uhr) kann das Polizeipräsidium Südhessen nach Festnahmen am Mittwoch (15.08.07) einen schnellen Fahndungserfolg verbuchen. Beamte des 1. Polizeireviers nahmen nach einem Hinweis am Vormittag zwei nicht in Deutschland gemeldete polnische Staatsbürger in einer Wohnung in der Landgraf-Georg-Straße fest. Der zuständige Haftrichter erließ aufgrund der vorliegenden Beweismittel noch am selben Tag Untersuchungshaftbefehle gegen die beiden Männer.

    Nach Bekanntwerden der brutal ausgeführten Raubüberfälle am Samstagmorgen (11.08.07) hatte die Polizei mit Hochdruck nach den beiden Tätern gefahndet. Schnell konnte die Ermittler eine Verbindung zu zwei weiteren Taten herstellen, die sich in der Nacht zum Mittwoch (08.08.07) zwischen Landgraf-Georg-Straße und Alexanderstraße sowie in der Rundeturmstraße an der Ecke Merckstraße ereignet hatten (siehe Pressemitteilung vom 08.08.07, 17.15 Uhr). Vier der insgesamt fünf Opfer liegen derzeit noch mit schweren Gesichtsverletzungen und Frakturen in Krankenhäusern, nachdem sie von den Tätern schwer misshandelt und u.a. ihrer Geldbörsen beraubt worden waren.

    Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen war der Polizei auch ein Vorfall in einer Darmstädter Gaststätte bekannt geworden, der bislang nicht gemeldet worden war. Dort hatten zwei Männer in der Nacht zum Samstag randaliert.  Eine Verbindung zu den aktuellen Raubüberfällen konnte aufgrund der vorliegenden Beschreibungen der Männer schnell hergestellt werden. Auch die Vornamen und eine nähere Beschreibung der mutmaßlichen Täter konnte von den Ermittlern erlangt werden. Weiterhin war davon auszugehen, dass es sich bei diesen beiden Personen um mutmaßlich polnische Staatsbürger handeln könnte. Der Aufenthaltsort der beiden Personen konnte aber zunächst trotz intensiver Fahndung nicht ausfindig gemacht.

    Ein Hinweis, der am Mittwoch (15.08.07) beim 1. Polizeirevier eingegangen war, sowie die Verknüpfung dieses Hinweises mit den bereits ermittelten Erkenntnissen, brachte aber den Erfolg und führte noch am gleichen Tag zur Festnahme der mutmaßlichen Täter der Raubüberfälle auf mehrere Passanten. Ein Zeuge hatte den Beamten u.a. mitgeteilt, dass sich mehrere polnische Staatsbürger illegal in einem Appartement in der Landgraf-Georg-Straße aufhalten sollen und dort schon mehrfach randaliert und die Ruhe gestört hätten. Aufgrund der Erkenntnisse wurde die Wohnung mit mehreren Streifen  unmittelbar gegen 10.15 Uhr aufgesucht. Angetroffen werden konnten der 54-jährige deutsche Wohnungsmieter, sowie drei polnische Staatsbürger im Alter von 35, 24 und 21 Jahren. Auf zwei der drei polnischen Staatsbürger, den 24- und den 21-Jährigen, passte die vorliegende Beschreibung der bislang unbekannten Räuber. Auch ergab sich bei ihnen eine Übereinstimmung mit den bereits ermittelten Vornamen. Dass die Beamten den "richtigen Riecher" hatten bewies auch die Tatsache, dass bei einer Durchsuchung in der Wohnung Gegenstände ihrer Opfer aufgefunden und sichergestellt werden konnten. Alle drei Personen wurden festgenommen. Die Tatbeteiligung des 35-Jährigen konnte inzwischen ausgeräumt werden. Der 24- und der 21-Jährige sind dagegen dringend tatverdächtig, machen aber bislang zu den Vorwürfen keine Angaben. Der 24-jährige Tatverdächtige hält sich nach derzeitigen Erkenntnissen seit Juli 2007, der 21-Jährige seit längerer Zeit im Bundesgebiet auf. Beide sind bereits wegen gefährlicher Körperverletzung auffällig geworden. Sie wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt, der sie in Untersuchungshaft nahm. Die Ermittler prüfen derzeit, ob die Tatverdächtigen noch für weitere Straftaten in Frage kommen. Die Ermittlungen dauern an.


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