Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Halbzeit: Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg zieht Zwischenbilanz zu ihrem Jahresprogramm "Rund ums Fahrrad"

    Darmstadt / Darmstadt-Dieburg (ots) - Die Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg legt jetzt eine Halbzeitbilanz zu ihrem Sicherheitsprogramm "Rund ums Fahrrad" vor. Dabei haben sich die Polizeireviere und -stationen in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Unfallzahlen mit Radfahrern sowie die Fahrraddiebstähle erheblich zu senken. Die erste Zwischenbilanz kann noch nicht zufriedenstellen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die angezeigten Diebstähle an. Bei den Verkehrsunfällen kann es noch keine Entwarnung geben. Allerdings scheint eine deutliche Sensibilisierung erreicht worden zu sein. Davon zeugen zahlreiche Leserbriefe und Telefonanrufe, die sich - auch kontrovers - mit der Thematik auseinandersetzen. Es ist weder Euphorie noch Tristesse angesagt. Eine realistische und transparente Bestandsaufnahme ebnet denn Weg, das ehrgeizige Jahresziel der Polizeidirektion doch noch zu erreichen.

    Hier sind im Einzelnen die bisherigen Ergebnisse:

    Kontrollergebnisse:

    Seit März wurden insgesamt 2705 Fahrradfahrer im Streifendienst und bei gezielten Einsätzen der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg kontrolliert. Besonders in der Darmstädter City wurden verstärkt Fahrradstreifen eingesetzt.

    Knapp siebzig Prozent der kontrollierten Radfahrer mussten sich Beanstandungen gefallen lassen.  Geringe Verkehrsverstöße und technische Mängel, die mit einer Verwarnung geahndet werden konnten, standen dabei zu Buche. In 517 Fällen erhielten die Radler Mängelanzeigen.

    Weiterhin wurden 216 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, die eine Verwarnung oder ein Bußgeldverfahrens zur Folge hatten. Typische Beispiele: Missachten einer roten Ampel, Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung oder Fahren auf Gehwegen.

    Es kam auch heftiger: In weiteren 29 Fällen wurde gegen Fahrradfahrer Strafanzeige erstattet. Gründe hierfür waren Alkoholeinfluss oder ein gestohlenes Fahrrad. Insgesamt stellte die Polizei bisher 50 Fahrräder sicher

    Seit Beginn der Aktion wurden unzählige Fahrradpässe und Informationsbroschüren zum Thema Fahrrad an interessierte Radfahrer verteilt. Zusammen mit der Opferhilfe Südhessen e.V. wurden Fahrradcodierungen durchgeführt. Wichtig war am 4.5.2007 die Informationsveranstaltung zum Landesaktionstages auf dem Luisenplatz.

    Derzeitige Entwicklungen:

    Die Auswertung zeigt, dass in Darmstadt von Januar bis Juni 2007 insgesamt 324 Fahrraddiebstähle angezeigt wurden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 52 Fällen.

    Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden bisher 352 Fahrraddiebstähle angezeigt, das sind fünf mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Die Zahl der aufgeklärten Fälle blieb annähernd gleich. Die Aufklärungsquote in Darmstadt liegt derzeit bei 4,9 % und bei 6,5 %.

    Bei den Verkehrsunfällen zeigt sich für den Zeitraum  Januar bis Mai ähnliches Bild. In Darmstadt kam es zu 132 Verkehrsunfällen, an denen Radfahrer beteiligt waren. Das sind 63 mehr als im Vorjahreszeitraum, Im Landkreis wurden 85 Unfälle mit Radfahrern registriert, dass sind 23 e mehr.

    Das milde Wetter in den ersten fünf Monaten des Jahres steigerte möglicherweise die Benutzung von Fahrrädern. Steigende Benzinpreise und zunehmendes Gesundheitsbewusstsein könnten diesen Trend zusätzlich unterstützt haben. Die Annahme, dass die Zahl der am Verkehr teilnehmenden Radfahrer bisher wesentlich höher war als im Vorjahr, ist daher nicht von der Hand zu weisen.

    Zusammenfassung:

    Trotz engagiertem Einsatz der Polizei konnte eine Senkung der Fahrraddiebstähle und der Verkehrsunfälle mit Radfahrern noch nicht erreicht werden. Für eine abschließende Bewertung ist es allerdings noch zu früh. Es werden weiter die Anstrengungen unternommen, die Verkehrsunfall- und Diebstahlzahlen deutlich zu reduzieren.

    Grundsätzlich waren bei Kontrollen positive Reaktionen und Zustimmung der Fahrradfahrer zu erkennen. Die Mehrzahl der bisher kontrollierten Radfahrer verhielt sich aufgeschlossen und kooperativ.

    Durch die offensive Pressearbeit konnte eine regelmäßige Präsenz der "Fahrrad-Probleme" in den Medien erreicht werden. In zahlreichen Leserbriefen wurden Meinungen zu Maßnahmen der Polizei sowie selbst erlebte Vorfälle im Straßenverkehr hinterfragt und diskutiert. Die Reaktionen zeigen, dass die Öffentlichkeit sich mit dieser Thematik enagiert auseinandersetzt.


ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
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