Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Südhessen: Sättel polizeilich FEIN gesichert.Schweißtreibender Nachmittag für Ermittler des Hessischen Landeskriminalamts auf einem Reiterhof.

POL-DA: Südhessen: Sättel polizeilich FEIN gesichert.Schweißtreibender Nachmittag für Ermittler des Hessischen Landeskriminalamts auf einem Reiterhof.
Sättel wurden FEIN codiert
Südhessen (ots) - "Wenn wir wenigstens zehn Sättel codieren, hat sich der Weg von Wiesbaden nach Südhessen gelohnt" - diese Aussage wurde am vergangenen Montag weit übertroffen. Nach vier Stunden schweißtreibender Arbeit hatte Kriminalhauptkommissar Claus Opfermann vom Hessischen Landeskriminalamt insgesamt 43 Reitsättel mit der sogenannten FEIN auf dem Sonnenhof in Ober-Ramstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) gekennzeichnet. Den Reitern wurde im Rahmen der Codierung ein Aufkleber mit dem Symbol und der Aufschrift "Achtung, Gegenstände sind FEIN polizeilich gesichert!" und ein Faltblatt mit den Daten als "Gerätepass" ausgehändigt. FEIN war die ursprüngliche Abkürzung von "Fahrrad-Eigentums-Identifizierungs-Nummer" - der Begriff hat sich im Polizeideutsch mittlerweile verselbständigt. Mit einer Richtlinie des Landeskriminalamts Wiesbaden werden seit 1997 Eigentumskennzeichnungen von Fahrrädern, aber auch anderen Wertgegenständen, die Ziel der Eigentumskriminalität sind, durchgeführt. "Das FEIN-Kennzeichnungssystem ist so überzeugend, dass es nach einem Beschluss der "Kommission Vorbeugende Kriminalitätsbekämpfung" von 15 Bundesländern übernommen wurde", so Kriminalhauptkommissar Manfred Wohlfahrt, der beim Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt den Erkennungsdienst leitet. Mit einem von Darmstädter EDV-Experten entwickelten Computerprogramm werden die Daten der Eigentümer über den Wohnort, Straße und Hausnummer in Verbindung mit den Initialen in einen vierzehnstelligen Code umgewandelt. Mit dieser individuellen Buchstaben- und Zahlenkombination können alle denkbaren Wertgegenstände auf verschiedene Weisen dauerhaft gekennzeichnet werden. Bei den Reitsätteln wurde an zwei Stellen der Code mit einem "Brenneisen" eingebrannt. Dazu müssen die Zahlen- und Buchstabenlettern aus Messing mit einer Zange in einer Halterung eingeschoben werden. Nach einem kurzen Aufheizen brennt sich der Code innerhalb einer Sekunde in das Leder ein. Auf diese Weise konnten hessenweit die größeren Diebstahlsserien aus Sattelkammern von Reiterhöfen zur Jahrtausendwende bis heute weitgehend verhindert werden. "Die Sättel werden durch die Codierung für Diebe und Hehler unattraktiv - der grenzüberschreitender Handel großer Mengen des hochwertigen Reitzubehörs unklarer Herkunft, der noch vor wenigen Jahren festgestellt wurde, wird auf diese Weise einschneidend gestört", so Kriminalist Opfermann. Der FEIN-Code, der nahezu auf alle Gegenstände aufgebracht werden kann, lässt einen sofortigen Rückschluss auf den Eigentümer zu und ist leicht nach dem Wohnort rekonstruierbar. Er ist ist "selbsterklärend" und bedarf keiner Registrierung, also auch keiner Dateiverwaltung. Fundsachen mit FEIN-Kennzeichnung können dem Eigentümer nach der "Decodierung" auf einfache Weise zurückgegeben werden. Beispielsweise hat auch der Allgemeine-Deutschland-Fahrrad-Club (ADFC) das FEIN-Modell übernommen und bietet Fahrradkennzeichnungen gegen eine geringe Gebühr an. Ansprechpartner für "FEIN-Interessierte" ist im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südhessen die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle. Telefonisch kann man mit den Experten unter 06151-969-4030 jederzeit Kontakt aufnehmen. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Peter Rauwolf Telefon: 06151-969 2413 o. 0173-659 6654 Fax: 06151-969 2405 E-Mail: peter.rauwolf@polizei.hessen.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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