Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Insgesamt friedliches Volksfest an der Liemecke, aber mehrere Festnahmen Wolfhager Polizei schritt konsequent gegen Straftäter ein

Kassel (ots) - Die Polizei zieht ein grundsätzlich positives Fazit zum Verlauf des 179. Viehmarktes in Wolfhagen: Trotz der guten Besucherresonanz haben sich die polizeilichen Einsätze im Rahmen gehalten.

Dass es insgesamt bei sehr wenigen Straftaten blieb, war sicher auch dem bewährten Streifenkonzept der Wolfhager Polizei geschuldet, die praktisch während des gesamten Viehmarktwochenendes mit Fußstreifen auf dem Festgelände, aber auch mit Kontrollmaßnahmen im Straßenverkehr, ständig präsent war.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, dem sogenannten "Heiligen Abend", war es gegen 03:30 Uhr im Festzelt zu einer sexuellen Beleidigung bzw. Körperverletzung zum Nachteil einer 37 jährigen Wolfhagerin gekommen, als sie von einem 27 jährigen Flüchtling aus der Pommernanlage erst unsittlich berührt und später auch noch geschlagen wurde. Der Mann, der sich auch anderen Gästen gegenüber aggressiv und provozierend verhalten haben soll, hatte, so die Angaben von Zeugen, dann auch noch einen 24 jährigen Wolfhager körperlich angegriffen. Er erlitt Prellungen im Halsbereich. Gegen den 27 Jährigen wurden entsprechende Anzeigen vorgelegt und Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Am frühen Samstagmorgen, kurz nach Mitternacht, musste die Polizei einen 18 jährigen Flüchtling aus dem Verkehr ziehen, der offenbar zu tief ins Glas geschaut und dann Viehmarktbesucher angerempelt hatte. Weil er weder den Aufforderungen der Security, das Zelt zu verlassen, Folge leistete und auch gegenüber der Polizei aggressiv seine Personalien verweigerte, wurde er in Gewahrsam genommen.

Im weiteren Verlauf der Nacht, gegen 01:20 Uhr, wurden die Beamten von einer Zeugin auf einen 33 jährigen in einem Gebüsch liegenden Wolfhager hingewiesen. Er war aber ansprechbar und wurde von der Polizei nach Hause verbracht.

Ebenfalls am frühen Samstagmorgen, gegen 02:25 Uhr, nahmen die Wolfhager Polizeibeamten einen 19 jährigen Flüchtling in Verbringungsgewahrsam, der zuvor versucht hatte, junge Frauen im Festzelt aufdringlich "anzutanzen".

Dieses Thema hatte die Polizei bereits vor Beginn des Wolfhager Viehmarktes mit allen Verantwortlichen, aber auch mit den Schaustellern und des eingesetzten Sicherheitsdienstes, eingehend erörtert. Der gemeinsam vereinbarte Grundsatz des konsequenten Einschreitens wurde von allen Beteiligten getragen und seitens der Wolfhager Polizei umgesetzt.

Im weiteren Verlauf dieser Nacht, um 02:50 Uhr, wurde ein 32 jähriger Wolfhager aus einer Gruppe heraus angegriffen. Dabei trafen ihn mehrere Faustschläge am Kopf, wodurch seine Brille zu Bruch ging. Dringend tatverdächtig ist ein 26 jähriger Flüchtling aus der Pommernanlage, gegen den eine Anzeige wegen Körperverletzung bzw. Sachbeschädigung vorgelegt wurde.

Wenige Minuten später, etwa um 03:00 Uhr, wurde eine 43 jährige Taxifahrerin von einem 21 jährigen Wolfhager beleidigt, weil sie den Transport des Mannes abgelehnt hatte. Auch gegen ihn legten die Beamten eine Anzeige vor.

Der Festumzug vor 3.000 begeisterten Zuschauern am Samstagnachmittag verlief bei trockenem Sommerwetter ohne besondere Vorkommnisse. Allerdings hat die Polizei einen Drohnenbesitzer ermittelt, der sein Fluggerät während des Umzuges über der Feststrecke aufsteigen ließ. Ob er dafür eine Erlaubnis hatte, wird noch geklärt.

Am Samstagabend, gegen 23:15 Uhr, wurde eine 27 jährige Security-Mitarbeiterin von zwei 22 und 21Jahre alten Flüchtlingen aus der Pommernanlage im Festzelt belästigt, die sich gegenüber der Frau auch dann noch weiter aufdringlich näherten, als sie sich weggedreht hatte. Nachdem die beiden Männer gegen ihren Willen von Kollegen der Frau aus dem Festzelt gebracht worden waren, kam es zu einer handfesten Rangelei. Dabei versuchten die beiden Störenfriede immer wieder, die Security-Mitarbeiter durch Faustschläge zu verletzen. Beide wurden von der alarmierten Polizei festgenommen und zur Dienststelle in die Gewahrsamszellen verbracht, um weitere Straftaten zu unterbinden. Außerdem wurden Ermittlungsverfahren wegen versuchter Körperverletzung eingeleitet.

Nach Mitternacht, gegen 00:45 Uhr, wurde eine 34 jährige Wolfhagerin, die sich auf dem Weg vom Festzelt zu den Toilettenanlagen befand, von einem polizeibekannten 25 jährigen Algerier mehrfach unsittlich und gegen den erklärten Willen der jungen Frau berührt. Als sich die Wolfhagerin auch körperlich gegen die Angriffe zur Wehr setzte, versuchte der dringend Tatverdächtige, der in einer Flüchtlingsunterkunft in Oberweser untergebracht war, diesen Widerstand mit Gewalt zu brechen und sein Treiben fortzusetzen. Dabei schlug er gezielt in Richtung des Gesichts der Frau, die ihm aber ausweichen konnte. Der 25 Jährige wurde festgenommen und ins Polizeigewahrsam verbracht. Seine Abschiebung, die aufgrund anderer Vorkommnisse ohnehin anstand, wurde bereits heute Vormittag in die Wege geleitet.

Gegen 02:00 Uhr wurde ein 20 jähriger Mann aus Habichtswald aufgrund gesundheitlicher Probleme von einer Rettungswagenbesatzung zur weiteren Beobachtung in das Wolfhager Krankenhaus verbracht. Die Retter nahmen auch die Tasche des jungen Mannes mit, der allerdings im Krankenhaus angab, dass es sich nicht um seine Tasche handele. Dafür gab es auch einen Grund: Als die Retter die nun vermeintlich herrenlose Tasche bei der Polizei vorbeibrachten, stellten die aufmerksamen Polizeibeamten darin geringe Mengen Marihuana, diverse Drogen-Utensilien und einen Autoschlüssel sicher. Das dazu gehörige Fahrzeug fanden die Ermittler in der Friedrichstraße. Es war das Auto des 20 Jährigen, gegen den nun eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgelegt wurde.

Am Sonntag ging der Wolfhager Viehmarkt dann polizeilich unspektakulär zu Ende. Die Viehmarktbesucher haben insgesamt für ein harmonisches und schönes Fest gesorgt. Vorbildlich auch wieder das Verhalten der Fahrzeugführer, die bei den polizeilichen Kontrollen allesamt absolut verkehrstüchtig waren und sich damit sehr verantwortungsbewusst zeigten.

Volker Pieper Erster Polizeihauptkommissar 05692/9829-2910

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