Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Folgemeldung 1 zu Banküberfall in Niestetal-Sandershausen: Als Bauarbeiter verkleideter Täter passte Filialleiter vor Bankgebäude ab - Fahndung mit Überwachungsfotos

Zwei Fotos aus der Überwachungskamera Sparkassenfiliale in Sandershausen

Kassel (ots) - (Sehen Sie auch unsere heutige Erstmeldung, "Dunkelblau gekleideter Täter flüchtig - Fluchtfahrrad im Bereich Losse/Auf der Insel in Sandershausen aufgefunden")

Der Bankräuber, der heute Morgen eine Sparkassenfiliale an der Hannoverschen Straße in Niestetal-Sandershausen (Landkreis Kassel) überfiel, hatte sich mit einer orangefarbenen Warnweste und einem gelben Bauhelm als Bauarbeiter verkleidet und sich bereits einige Zeit vor der Tat im Nahbereich der Sparkasse aufgehalten, um das Eintreffen des Filialleiters abzuwarten. Der Polizei liegen nunmehr zwei Fotos aus der Überwachungskamera der Bankfiliale vor, die den Täter vor Betreten der Bank mit seiner Bauarbeiterverkleidung zeigen. Mit Veröffentlichung der Fotos erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf den Bankräuber zu erhalten. (Sehen Sie die im Anhang dieser Pressemeldung veröffentlichten Fotos aus der Überwachungskamera)

In seiner Vernehmung beim für Banküberfälle zuständigen Kommissariats K 11 gab der Filialleiter an, heute Morgen gegen 8.30 Uhr an der Sparkassenfiliale eingetroffen zu sein. Als er das Gebäude über einen Seiteneingang betreten wollte, sei der als Bauarbeiter verkleidete Täter aufgetaucht, der ihn mit einer Schusswaffe bedrohte und aufforderte, die Bankfiliale aufzuschließen. Wenig später betrat eine weitere Bankangestellte das Gebäude, die ebenfalls von dem Bankräuber bedroht wurde. Der Täter zwang die beiden Opfer, ihm Geld in eine Plastiktüte der Drogeriemarktkette Müller zu packen. Während der Filialleiter der Forderung nachkam, erschien noch eine dritte Angestellte in der Filiale, die ebenfalls von dem Räuber bedroht wurde. Anschließend schloss der Täter die drei Opfer in einen Nebenraum der Bank ein und flüchtete wenig später aus dem Gebäude. Der Filialleiter kletterte daraufhin aus dem Fenster und konnte sehen, wie der Täter auf einem Fahrrad zunächst rechts der Bank in Richtung einer Bäckerei an der Hannoverschen Straße Richtung Landwehrhagen flüchtete. Dann bog er aber gleich die erste Straße vor einer Kneipe nach rechts in Richtung eines Kindergartens ab. Ein Kunde hatte dann die Verfolgung des Täters bis zum Bereich der Nieste (in der Erstmeldung war versehentlich die Losse genannt worden) und der Straße "Auf der Insel" übernommen, verlor ihn aber dort aus den Augen. Jedoch konnte das Fluchtfahrrad, ein Damenrad, von der alarmierten Polizei aufgefunden und sichergestellt werden. Nach Angaben der Zeugen soll der Räuber zum Zeitpunkt seiner Flucht bereits keine Warnweste und keinen Helm mehr getragen haben.

Vermutlich verstaute er die Sachen zusammen mit dem erbeuteten Geld in eine große blaue Umhängetasche, die er über den Oberkörper trug.

Des Weiteren wird der Räuber von dem Filialleiter wie folgt beschrieben:

Ca. 40 Jahre alt, ca. 170-178 cm groß, schmal, schwarze nackenlange Haare. Vermutlich war er mit einem aufgemalten oder angeklebten Bart verkleidet. Vor dem Betreten der Bankfiliale soll er sich eine dunkle Sturmhaube mit Sehschlitzen über den Kopf gezogen haben. Er war bekleidet mit einem dunkelblauen Kapuzenrolli und einer dunkelblauen Jeanshose. Er trug graue Stoffhandschuhe und gleichfarbige Schuhüberzieher, möglicherweise aus Filz. Vor der Tat war er zudem mit einer orangefarbenen Weste mit roten und weißen Streifen und einem leuchtend gelbem Helm ohne Aufschrift bekleidet. Bei der Waffe könnte es sich um eine silberne Pistole mit dunkler Griffschale gehandelt haben.

Die Fahndung nach dem Täter, in dessen erste Phase auch ein Hubschrauber der Bundespolizei eingebunden war, dauert an.

Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Die Ermittlungen führt das für Banküberfälle zuständige Kommissariat K 11 der Kasseler Kripo.

Sabine Knöll Kriminalhauptkommissarin 0561 - 910 1020

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