Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Kassel - Verkehrssicherheit: Drogen-, Eigentums- und Verkehrsdelikte bei Kontrollen auf Kassels Autobahnen und im Stadtgebiet aufgedeckt

Kassel (ots) - Im Rahmen einer groß angelegten Verkehrskontrollaktion gestern Nachmittag in und um Kassel deckten Beamten mehrerer hessischer Fahndungsgruppen und nordhessischer Operativer Einheiten Dogen-, Eigentums- und Verkehrsdelikte auf. Bei mobilen und einer stationären Kontrolle zwischen 13 und 18 Uhr erwischten die Beamten Fahrer, die drogenberauscht, ohne Führerschein oder mit einem überladenen Fahrzeug unterwegs waren sowie Fahrgäste eines Fernreisebusses, die Diebesgut mitführten.

44-Jähriger von polnischen Behörden gesucht

Gegen 13 Uhr hielten die Beamten einen 44 Jahre alten Autofahrer an der Weserspitze an. Der aus Polen stammende und in Kassel mittlerweile wohnende Mann wird nach Auskunft der Beamten von den polnischen Behörden, wegen dem Verdacht mehrere Diebstähle in seiner Heimat begangen zu haben, gesucht. Nachdem die Identität zweifelsfrei geklärt war, konnte der 44-Jährige seine Fahrt fortsetzen, die Kollegen in Polen erhalten nun die notwendigen Daten zur weiteren Strafverfolgung.

Soester ohne Führerschein unterwegs

Auf der A 44 wurde im Bereich der Anschlussstelle Zierenberg gegen 14.45 Uhr ein 26-Jähriger Autofahrer aus Soest (NRW) angehalten. Ihn hatten die Beamten aufgefordert, ihrem zivilen Streifenwagen von der Autobahn auf einen Parkplatz zu folgen. Bei der sich anschließenden Kontrolle räumte der Autofahrer ein, ohne Führerschein unterwegs zu sein. Er musste den Wagen stehen lassen, ließ sich von einem Bekannten abholen und muss sich nun wegen der Straftat Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Fahrgäste hatten in Hamburg geklaute iPhones dabei

Gegen 15 Uhr zogen die Beamten einen Fernreisebus, der auf der A 7 in Richtung Süden unterwegs war, aus dem Verkehr. Der Bus mit 47 Fahrgästen war in Hamburg gestartet und mit dem Ziel Bukarest unterwegs. Unter den Fahrgästen ertappten die Fahnder zwei 35 und 50 Jahre alte Frauen, die jeweils ein gestohlenes hochwertiges Handy in ihrem Handgepäck mitführten. Die beiden neuwertigen iPhone 5S stammen aus Diebstählen in der Hamburger Innenstadt. Sie wurden sichergestellt und sollen über die Hamburger Ermittlungsbeamten den Opfern wieder ausgehändigt werden. Da die tatverdächtigen Frauen aus dem Ausland stammen und keinen festen Wohnsitz in der Bundesrepublik haben, ordnete eine Bereitschaftsstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Kassel eine Sicherheitsleistung von jeweils 500 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens an. Die Frauen konnten die geforderten Beträge zahlen und weiterreisen. Sie müssen sich nun wegen dem Verdacht des Diebstahls und der Hehlerei verantworten.

Melsunger drogenberauscht hinterm Steuer

Einen drogenberauschten 22 Jahre alten Autofahrer aus Melsungen zogen die Beamten gegen 16.30 Uhr aus dem Verkehr. Er fuhr mit seinem Wagen auf der Südfahrbahn der A 7 und konnte kurz vor der Anschlussstelle Melsungen angehalten werden. Der erste Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum bestätigte sich bei einem anschließenden Urintest. Da dieser positiv auf Cannabis reagierte, musste der 22-Jährige die Beamten zur Blutentnahme auf die Dienststelle begleiten. Weil die Schutzleute auch kleine Mengen Marihuana beim jungen Autofahrer fanden, ermitteln sie nicht nur wegen der Fahrt unter Drogen, sondern auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Schrottsammler ohne Führerschein und völlig überladen unterwegs

Im letzten Fall der gestrigen Kontrollaktion stoppten die Beamten einen tiefergelegten Kleinlaster. Hinterm Lenkrad des mit Metallschrott völlig überladenen Fahrzeugs saß ein 21 Jahre alter Fahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Den kontrollierenden Beamten unverständlich war die Tatsache, dass der auf dem Beifahrersitz mitfahrende 35-Jährige, der sogar Halter des Fahrzeugs ist, einen Führerschein vorzeigen konnte. Warum der ältere nicht selber fuhr, konnte nicht geklärt werden, wohl aber die Tatsache, dass er sich nun wegen des Zulassens von Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten muss. Zudem erwartet die beiden ein Bußgeld in Höhe von mehrerer Hundert Euro. Die Wägung des sogenannten Schrottsammlerfahrzeugs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ergab ein Gewicht von 4,8 Tonnen. Daraufhin wurde den Männern die Weiterfahrt untersagt. Sie mussten einen Teil des Schrotts auf ein zweites Fahrzeug umladen. Hinterm Steuer saß beim Abtransport der 35-Jährige.

Das Ergebnis der gestrigen Kontrollaktion zeigt die Notwendigkeit dieses Beitrags zur Verkehrssicherheit. Die Verkehrsteilnehmer, die sich an die Vorschriften halten, dürfen auch weiterhin darauf vertrauen, dass die Polizei Verkehrssünder und Straftäter aus dem Verkehr zieht.

Torsten Werner Polizeihauptkommissar 0561 / 910 - 1021

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