Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Warnung vor russischen Schockanrufen: Polizei rät: Nicht Geld an Fremde geben, sondern Polizei informieren

Kassel (ots) - Heute Mittag gegen 13 Uhr kam es im Kasseler Stadtgebiet zu zwei der Polizei angezeigten Schockanruf-Versuchen. Während eine Anwohnerin der Heiligenbergstraße über die Machenschaften der Schockanrufer informiert war, sofort den Braten roch und auflegte, war der zweiten angerufenen Frau aus der Eisenschmiede diese Vorgehensweise noch nicht bekannt. Aber auch hier konnte der Schwindel frühzeitig aufgedeckt werden. Die 69-jährige Anwohnerin der Eisenschmiede erhielt gegen Mittag einen Anruf, der mit ihr auf Russisch geführt wurde. Der Anrufer gab sich als Rechtsanwalt aus, der von ihr 10.000 Euro für eine Bekannte verlangte, die nach einem Unfall im Krankenhaus läge. Als die Frau erklärte, nur 200 Euro zuhause zu haben, wollte sich der Anrufer nach einem angeblichen Verhandlungsgespräch mit dem vermeintlichen Arzt noch einmal melden. Der Frau kam das alles sehr komisch vor und da die Bekannte ebenfalls in der Eisenschmiede wohnt, ging sie kurzerhand zu ihrer Adresse. Dort öffnete die angeblich im Krankenhaus liegende Verletzte und erfreute sich bester Gesundheit.

Hinweis: Die Täter solcher russischen Schockanrufe gehen immer mit der gleichen oder einer ähnlichen Masche vor. Potentielle Opfer dieser Taten sind zumeist ältere, aus dem russischen Sprachraum stammende Menschen. Unter Vortäuschen einer Notlage, bei der es in den meisten Fällen um die eigenen Familienmitglieder der Angerufenen geht, wird das oft zuhause aufbewahrte Geld ergaunert. Fällt ein Opfer auf die Masche der Anrufer rein und hält dementsprechendes Geld bereit, holt ein meist in der Nähe wartender Abholer die Beute ab.

Wie Sie sich vor "Russischen Schockanrufen" schützen können:

   - Gehen Sie nicht auf Forderungen ein
   - Notieren Sie sich die angezeigte Rufnummer
   - Notieren Sie sich Besonderheiten der Anruferin / des Anrufers 
     (Geschlecht, Dialekt,       Aussprache, Alter, etc.)
   - Legen Sie dann auf
   - Rufen Sie umgehend die betroffenen Angehörigen an
   - Verständigen Sie unverzüglich die Polizei über den Notruf 110
   - Rufen Sie auf keinen Fall die Anruferin oder den Anrufer zurück 

Sabine Knöll Kriminalhauptkommissarin 0561 - 910 1020

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