Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Region Nordhessen - Stadt und Landkreis Kassel: Kriminalprävention: Landesweiter Fahndungs- und Kontrolltag: Kasseler Polizei war auch dabei

Kassel (ots) - Wie Sie der nachfolgenden Pressemeldung des Hessischen Landeskriminalamts entnehmen können, führte die Hessische Polizei unter Beteilung der Länder Belgien und Niederlande sowie Polizeipräsidien aus Nordrhein Westfalen, Rheinland Pfalz, Niedersachsen und der Bundespolizei gestern einen landesweiten Fahndungs- und Kontrolltag durch. Das Polizeipräsidium Nordhessen beteiligte sich ebenfalls an den kriminalpräventiven Einsatzmaßnahmen, um Einbrüche in der Region zu verhindern und aufzuklären.

Im Bereich der Stadt und im Landkreis Kassel führten Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen mit Unterstützung von Beamten der Bereitschaftspolizei eine Vielzahl von Kontrollen durch. Insgesamt waren gestern an verschiedenen Örtlichkeiten, darunter auch Reisewege, die von überörtlich agierenden Tätergruppen durch die Region genutzt werden, knapp 250 Fahrzeuge und 350 Personen kontrolliert worden. Dabei konnte Diebesgut, Einbruchwerkzeug, Betäubungsmittel und verbotene Gegenstände sichergestellt und ein Haftbefehl vollstreckt werden.

Ein besonderer Fall ereignete sich gegen 18.50 Uhr im Landkreis Kassel auf der Bundesstraße 7 bei Kaufungen. Der Fahrer eines dunklen E-Klasse Mercedes fiel Beamten der Fahndungsgruppe der Polizeiautobahnstation Baunatal auf, da er mit überhöhter Geschwindigkeit andere Autos trotz Überholverbots überholte und eine Sperrfläche missachtete. Die Fahnder stoppten den Pkw und kontrollierten Fahrer und Fahrzeug. Schnell war klar, dass der Fahrer offenbar Drogen konsumiert haben könnte und dass die Beamten es mit einem 31 Jahre alten Bekannten aus Kassel zu tun haben. Der Mann ist in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Drogendelikten mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Eine drogenberauschte Fahrt konnte ihm bislang nicht nachgewiesen werden, da die jeweiligen Tests bei den abgegebenen Urinproben keinen Hinweis auf Drogenkonsum anzeigten. Bei der gestrigen Kontrolle jedoch entlarvten die Beamten den 31-Jährigen, der bereitwillig der Abgabe einer Urinprobe zustimmte. Die körperliche Durchsuchung bestätigte den Verdacht der Beamten, dass er seine Probe mit fremdem Urin füllen wollte. Sie fanden einen präparierten Plastikbeutel unter der Hose im Bereich des Hosenlatzes, der mit Urin gefüllt war, welches offenbar nicht vom 31-Jährigen stammte. Einen echten Test lehnte der offenbar ertappte Mann ab, die Beamten ordneten daraufhin eine Blutentnahme an. Nun muss sich der 31-Jährige wegen Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss verantworten.

In der Kirchhainer Straße im Kasseler Stadtteil Rothenditmold kontrollierten Beamte der Operativen Einheit der Polizeidirektion Kassel einen wegen Kellereinbrüchen amtsbekannten 40-Jährigen aus Kassel, der mit Einbruchswerkzeug und einem Heroinbriefchen unterwegs war. Die Beamten stellten sowohl das Werkzeug als auch das Heroin sicher. Gegen den 40-Jährigen wurde eine Strafanzeige wegen illegalem Drogenbesitz gefertigt.

In einem weiteren Fall des gestrigen Fandungs- und Kontrolltages gelang ebenfalls Beamten der Operativen Einheit in der Kasseler Josephstraße gegen 15.40 Uhr die Festnahme eines 35 Jahre alten Mannes aus Kassel, gegen den bereits mehrfach wegen Eigentums- und Drogendelikten ermittelt wurde. Gegen ihn lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Eschwege vor. Die Beamten brachten ihn zunächst ins Polizeigewahrsam, von dort wurde er zum Amtsgericht nach Eschwege überstellt.

Torsten Werner Polizeihauptkommissar Tel.: 0561 / 910 - 1021

Pressemitteilung des HLKA, die heute Mittag um 11.50 Uhr per OTS über newsaktuell.de veröffentlicht wurde:

Erfolgreicher Fahndungs- und Kontrolltag der hessischen Polizei: Die erfolgreiche Kampagne "Sicheres Hessen - Einbrechern einen Riegel vorschieben!" wird 2014 fortgesetzt.

Die hessische Polizei führte gestern einen landesweiten Kontrolltag zur Bekämpfung des Wohnungseinbruches in der dunklen Jahreszeit durch. Beteiligt waren Belgien, die Niederlande und die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Die Bundespolizei unterstützte die Länderpolizeien übergreifend. Zusätzlich zu den Polizistinnen und Polizisten aus den Präsidien waren auch noch Bereitschaftspolizistinnen und -polizisten aus dem Programm Regionale Sicherheit im Einsatz. Die hessische Polizei zog heute Bilanz des landesweiten Fahndungs- und Kontrolltags vom 22. Januar 2014. Die Bekämpfung des Wohnungseinbruches durch überregional agierende Tätergruppen stand im Vordergrund der Kontrollen. Mit diesen führte die hessische Polizei die erfolgreiche Kampagne "Sicheres Hessen - Einbrechern einen Riegel vorschieben!" fort. Wohnungseinbrüche werden zu einem großen Teil durch professionell und überregional agierende Einbrecherbanden begangen. Die Täter nutzen dabei die gute Verkehrsinfrastruktur in Hessen.

564 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte kontrollierten in Hessen bis in die Abendstunden 1506 Fahrzeuge und 2460 Personen. Sie überprüften Hotels und An- und Verkaufsgeschäfte. Insgesamt stellten die Beamtinnen und Beamten 49 Straftaten und 173 Verkehrsverstöße fest. 28 Personen wurden vorläufig festgenommen.

Bei der Kontrolle eines Fahrzeuges im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen warf der Beifahrer kurz vor der Kontrollstelle etwas aus dem Auto. Die Einsatzkräfte fanden das Päckchen, es handelte sich um 1 Platte Haschisch (ca. 100g). Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen, da gegen ihn auch noch ein Haftbefehl wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorlag. Im Zuständigkeitsbereich des PP Mittelhessen nahmen die Polizeibeamtinnen und Beamten ein Mann fest, der im Besitz von 100g Kokain war. Es wurden zwei gestohlene Handys sichergestellt, die aus einem Einbruch in Bad Vilbel und einem Diebstahl in Frankfurt stammten. Bei der Kontrolle eines Busses aus Rumänien wurde ein mit Haftbefehl gesuchter Mann angetroffen und vorläufig festgenommen. In Nordhessen wurden die Einsatzkräfte von Zeugen auf ein verdächtiges Fahrzeug aufmerksam gemacht, sie überprüften es und stellten fest, dass das Fahrzeug am Vortag gestohlen worden war. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt.

Es wurden 105 Beratungsgespräche geführt, in denen Flyer zum Thema Wohnungseinbruch verteilt wurden.

"Über das gesamte Winterhalbjahr laufen gezielte Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen der Polizei mit dem Ziel, den Einbrechern in Hessen einen Riegel vorzuschieben. Die Beamtinnen und Beamten überwachen beispielsweise verstärkt Anreiserouten und Abreisewege der oftmals überregional agierenden Tätergruppen", sagte Innenminister Beuth in Wiesbaden.

Wohnungseinbrüche zählen bundesweit zu den großen Herausforderungen für die Polizei. Ein Einbruch in die geschützte Wohnung, also in die Intimsphäre, ist für die Opfer oft nur schwer zu ertragen. Deshalb räumt die Hessische Polizei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen - insbesondere in der Hochphase, der dunklen Jahreszeit - große Priorität ein.

"Aufmerksame Bürger und eine schlagkräftige Polizei sind der Schlüssel, um erfolgreich gegen Einbrecher vorzugehen. Deshalb ist die Präventionsarbeit neben den Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen ein weiteres wichtiges Standbein unserer Offensive gegen den Wohnungseinbruch", so Innenminister Peter Beuth.

Mehr Informationen zur Kampagne "Sicheres Hessen - Einbrechern einen Riegel vorschieben!" finden Sie unter www.polizei.hessen.de Zudem gibt es dort weitere nützliche Tipps, wie Sie sich und Ihre Nachbarn möglichst effektiv vor Einbrechern schützen. Informationen erhalten Sie dazu auch unter www.nicht-bei-mir.de

ots Originaltext: Polizeipräsidium Nordhessen

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=44143 

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