Polizei Mettmann

POL-ME: Verkehrsunfallfluchten aus dem Kreisgebiet - Haan/ Monheim - 1607050

POL-ME: Verkehrsunfallfluchten aus dem Kreisgebiet - Haan/ Monheim - 1607050
Symbolbild

Mettmann (ots) - Beinahe täglich finden ein oder mehrere Verkehrsunfallfluchten auf den Straßen im Kreis Mettmann statt. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ("Flucht") liegt damit auf hohem Niveau und ist in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigend. Nach jedem vierten Verkehrsunfall entfernt sich ein Unfallbeteiligter unerlaubt vom Unfallort. Aus diesem Grund veröffentlichen wir seit dem 02. Februar 2015 ausgewählte aktuelle Fälle von unerlaubtem Entfernen vom Unfallort in werktäglicher Sammelmeldung, mit der Bitte um Veröffentlichung der Taten im Rahmen redaktioneller Möglichkeiten (analog zu unseren Berichterstattungen i.S. Einbrüche). Komplettieren wollen wir diese Meldungen auch mit Erfolgen in der Aufklärung aktueller Fälle.

In den vergangenen Tagen wurden nachfolgende Verkehrsunfallfluchten (geordnet nach Städten) entdeckt und angezeigt, welche zurzeit die Ermittler der zuständigen Verkehrskommissariate beschäftigen. Diese hoffen bei ihren Ermittlungen, in den eingeleiteten Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Verkehrsunfallflucht, dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung zur Klärung der Verkehrsstraftaten:

   --- Haan --- 

Bereits am Donnerstagmorgen des 07.07.2016, gegen 08.00 Uhr, ereignete sich an der Autobahnausfahrt A46 / Haan-West, in der Einmündung zur Flurstraße ein Verkehrsunfall mit Flucht. Der Fahrer eines schwarzen PKW BMW 520 D aus Köln wartete nach eigenen Angaben in der Ausfahrt, als zeitgleich der unbekannte Fahrer eines PKW mit Anhänger die vorfahrtberechtigte Flurstraße in Richtung Haaner Innenstadt befuhr. In der Vorbeifahrt streifte der Anhänger des Gespanns die Front des wartenden Fahrzeugs und verursachte dabei allein an Kotflügel und Stoßfänger des BMW einen Schaden von etwa 1.500,- Euro. Dessen ungeachtet setzte der am Unfall beteiligte Gespann-Fahrer seine Fahrt fort ohne anzuhalten und eine Schadensregulierung zu ermöglichen. Bei seiner erst einen Tag später erfolgten Anzeigenerstattung konnte der BMW-Fahrer aus Köln keine genaueren Angaben zum unfallflüchtigen Gespann machen.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Haan, Telefon 02129 / 9328-6380, jederzeit entgegen.

   --- Monheim am Rhein --- 

Am Montagnachmittag des 11.07.2016, gegen 16:20 Uhr, beabsichtigte eine Streifenwagenbesatzung an der Karl-Benz-Straße in Monheim den 16-jährigen Fahrer eines Kleinkraftrades zu kontrollieren. Dieser gab jedoch Gas und flüchtete vor den Polizisten in einen Feldweg zwischen dem Holzweg und der Karl-Benz-Straße. Die Beamten nahmen die Verfolgung des jungen Mannes auf. Auf dem Schotterweg "rammte" der Rollerfahrer den seitlich in gleicher Richtung fahrenden Streifenwagen und beschädigte diesen. Der Jugendliche setzte dennoch seine Flucht fort, fuhr in ein Kornfeld und von dort weiter in Richtung Bregenzer Straße. Die Streifenwagenbesatzung verlor ihn hier zunächst aus den Augen, konnte den Jugendlichen aber kurz darauf im Rahmen der Fahndung wieder "ausfindig" machen. Der 16-Jährige stellte seinen beschädigten Roller ab und versuchte erneut - diesmal zu Fuß - zu flüchten. Die Beamten holten ihn nach wenigen Metern ein und nahmen ihn vorläufig fest. Bei der Durchsuchung des jungen Mannes fanden die Beamten Betäubungsmittel und stellten diese sicher. Da ein durchgeführter Drogentest bei dem 16-jährigen "positiv" ausfiel, wurde ihm in der Wache Langenfeld eine Blutprobe entnommen. Zudem stellte sich heraus, dass der Jugendliche keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Die Beamten leiteten gegen den 16-Jähren ein entsprechendes Strafverfahren ein. Sowohl an dem Roller als auch an dem Streifenwagen entstand durch die Kollision Sachschaden in einer Gesamthöhe von ca. 1600,- Euro. Der Jugendliche blieb unverletzt.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Monheim, Telefon 02173 / 9594-6550, jederzeit entgegen.

   --- Hinweise und Tipps der Polizei --- 

Aus gegebenem Anlass gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Ratschläge zum Thema Verkehrsunfallflucht:

   -	Melden Sie Verkehrsunfallfluchten unverzüglich bei der nächsten 
Polizeidienststelle (auch über Notruf 110). 
   -	Belassen Sie das Fahrzeug wenn möglich unverändert am Unfallort. 
   -	Vermeiden Sie die Beseitigung oder Veränderung von Unfallspuren.
Selbst kleinste Lacksplitter, Glasreste, etc. können für die 
polizeilichen Ermittlungen von Bedeutung sein. Fertigen Sie wenn 
möglich eigene Fotos von der Unfallsituation und vorgefundenen 
Spuren, wenn Veränderungen eintreten könnten oder unvermeidlich sind. 
   -	Merken Sie sich Angaben zu Hinweisgebern und Zeugen, schreiben 
Sie sich deren Personalien und Erreichbarkeiten auf. 
   -	Geben Sie konkrete Hinweise auf ein flüchtiges Fahrzeug oder zum
flüchtigen Unfallverursacher gleich mit erster Meldung an die Polizei
weiter - nur so sind schnelle Fahndungsmaßnahmen der Polizei Erfolg 
versprechend. 
   -	Werden Sie Zeuge einer Verkehrsunfallflucht, kontaktieren Sie 
bitte sofort die Polizei (auch über 110) und geben dabei möglichst 
viele präzise Angaben zum flüchtigen Fahrzeug (Kennzeichen, 
Hersteller, Fahrzeugtyp, Fahrzeugfarbe, besondere Merkmale), zur 
Fluchtrichtung und zum Fahrzeugführer weiter, verbunden mit ihren 
eigenen Personalien und Erreichbarkeiten. 

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann
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