Polizei Mettmann

POL-ME: "Crash Kurs NRW - Realität erfahren. Echt hart." - Erkrath - 1602063

POL-ME: "Crash Kurs NRW - Realität erfahren. Echt hart." - Erkrath - 1602063
Vortrag eines Notarztes (Archiv-Bild aus 2012)

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Mettmann (ots) - Schon in wenigen Tagen findet die nächsten Präventionsveranstaltungen zum polizeilichen Landesprojekt "Crash Kurs NRW" in Erkrath statt. Das von der Kreispolizeibehörde Mettmann im ganzen Kreisgebiet durchgeführte Projekt richtet sich speziell an alle Schülerinnen und Schüler der Altersgruppe 17plus und voraussichtlich noch im Frühjahr 2016 wird das Crash-Kurs-Team der Kreispolizeibehörde Mettmann dabei die 10.000ste Teilnehmerin oder den 10.000sten Teilnehmer begrüßen können !

Die dritte Veranstaltung im Jahr 2016, nach zwei erfolgreichen Auftaktveranstaltungen in Ratingen im vergangenen Januar, findet im Erkrather Ortsteil Hochdahl statt. Am Dienstag, dem 16.02.2016, ab 10.00 Uhr, werden in der Aula des Gymnasium Hochdahl, an der Rankestraße 4 in 40699 Erkrath-Hochdahl, etwa 160 Schülerinnen und Schüler aus dem örtlichen Gymnasium, zusammen mit Altersgenossen des kooperierenden Erkrather Gymnasiums am Neandertal, die inzwischen vierte gemeinsame Crash-Kurs-Veranstaltung ihrer Schulen besuchen und dabei erleben können, wie ein Unfallopfer seine persönlichen Unfallerlebnisse schildert, die es selber in den Rollstuhl gebracht und dessen Leben komplett verändert haben. Die Begrüßung aller Anwesenden, insbesondere aber auch der Gäste aus dem befreundeten Gymnasium am Neandertal, wird an diesem Tag der neue Schulleiter des Gymnasium Hochdahl, Herr Christof Krügermann übernehmen und dabei nicht am Lob für die zum wiederholten Mal für die Organisation der Aktion verantwortlich zeichnende Lehrerin seiner Schule, Frau Nicola Neumann sparen.

   --- Was ist "Crash Kurs NRW" ? --- 

Das Präventionsprogramm kommt aus Großbritannien und wird dort seit mehreren Jahren erfolgreich im Bezirk Staffordshire durchgeführt. Die Akteure des Programms im Kreis Mettmann (Mitarbeiter aus Rettungsdienst, Feuerwehr, Notfallseelsorge, Polizei und Opferschutz) verdeutlichen in einer ca. 70-minütigen Vorstellung, mit Hilfe von Filmen und Vorträgen, die Ursachen und Folgen von Verkehrsunfällen.

   --- Ziele von "Crash Kurs NRW" --- 

Die Aufklärungsarbeit, die mit Hilfe des Projekts erzielt werden soll, richtet sich an die emotionale Erlebniswelt junger Verkehrsteilnehmer. Durch Erzählungen und Dokumentationen, von schweren Verkehrsunfällen mit Toten und Schwerverletzten, soll bei der Zielgruppe Betroffenheit hervorgerufen und zum Nachdenken angeregt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen selbst erkennen, dass sie durch ihr eigenes Handeln, sowohl als Fahrer und Beifahrer, entscheidenden Einfluss auf ihre und fremde Lebensschicksale nehmen können.

Die Erfahrungen aus Großbritannien zeigen einen deutlich zu verbuchenden Erfolg. Die Unfallzahlen mit beteiligten Jugendlichen und jungen Fahrern sind dort nachweisbar gesunken ! "Unser Wunsch ist es, dass wir auch im Kreis Mettmann gemeinsam zu einem Rückgang der Verkehrsunfälle mit jungen Fahrern beitragen können", begründet Landrat Thomas Hendele das schon seit 2012 gezeigte Engagement von Kreispolizei und Kooperationspartnern im Projekt "Crash-Kurs-NRW". Dieses zeigt mit emotionalen Berichten und eindringlichen Bildern, dass Verkehrsunfälle unerträgliches Leid verursachen. Es wird den Zuhörerinnen und Zuhörern sehr deutlich vermittelt, welche Schicksale mit einem Verkehrsunfall verbunden sind. Mitarbeiter aus den Bereichen Polizei, Rettungsdienst, Notarzt und Seelsorge berichten den Schülern und Schülerinnen von ihren Erlebnissen. Sie schildern unter anderem, wie es ihnen bei der Arbeit im Zusammenhang mit einem schweren Unfall ergangen ist, welche Gefühle eine Rolle spielen und welche großen Belastungen auch für Einsatzkräfte entstehen. Darüber hinaus erzählt ein Unfallbeteiligter, welchen Verlauf sein Leben nach einem schweren Unfall nahm und welche Auswirkungen dieser Unfall bis heute hat.

Bei "Crash Kurs NRW" wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ohne erhobenen Zeigefinger eindringlich klar gemacht, wie lebensgefährlich riskantes Verhalten im Straßenverkehr ist und dass es auf das eigene Handeln als Fahrer und Mitfahrer entscheidend ankommt.

Die Moderation erfolgt jeweils durch eine Verkehrssicherheitsberaterin oder einen Verkehrssicherheitsberater der polizeilichen Verkehrsunfallprävention, welche die Inhalte der Veranstaltung mit aktuellen Unfallzahlen und Appellen abrunden und zu einem Ganzen zusammenfügen. "Ich hoffe, dass ich nie vor der Tür Deiner Eltern stehen muss," so formuliert ein Notfallseelsorger seinen Wunsch an die Teilnehmer der gut eine Stunde dauernden Bühnenveranstaltung.

Crash Kurs NRW richtet sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene, vorrangig ab der Jahrgangsstufe 11. Die Erzählungen und Berichte der Akteure auf der Bühne führen die jungen Menschen zu Unfällen mit tödlichem Ausgang bzw. mit Schwerverletzten. Mit Unterstützung von echten Unfall- und Verletzungsbildern erreichen die Präventionsveranstaltungen die emotionale Ebene und machen betroffen:

   - "Überraschend gut", lautete das Urteil befragter Schüler nach 
     einer Veranstaltung. 
   - "Wir sind sehr skeptisch gewesen, ob das Eindruck hinterlässt", 
     äußerte ein 17-Jähriger. Aber die Skepsis sei schnell gewichen. 
   - "Die Schilderungen haben mich sehr berührt. Mir kamen die 
     Tränen", gestand eine 19-Jährige. 

Nach jeder Veranstaltung haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, mit ihrer Unterschrift auf dem Plakat "Crash Kurs NRW - Ich bin dabei !" zu dokumentieren, dass sie sich für ein verkehrsgerechtes Verhalten entscheiden und als Beifahrer oder Mitfahrer auf das Fahrverhalten des Fahrers Einfluss nehmen werden. Diese Unterschriftsplakate werden den jeweils teilnehmenden Schulen überreicht und dort gut sichtbar für alle aufgehängt.

Im Kreis Mettmann haben seit Einführung des Projektes im Jahr 2012 schon knapp 10.000 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an dem auch hier heute bereits erfolgreichen Programm teilgenommen. Und neben der aktuell angekündigten Veranstaltung in Erkrath, sind noch fünf weitere Projekttage in Hilden (2x), Monheim, Velbert und Ratingen für das laufende Schuljahr geplant.

Zu der aktuellen Veranstaltung in Erkrath-Hochdahl sind selbstverständlich auch wieder Vertreter der Medien ganz besonders herzlich zur Teilnahme eingeladen, um anschließend über die Veranstaltungen, ihre Teilnehmer und deren Reaktionen in Wort und Bild berichten zu können.

Hinweis an die Medien: Polizeiliches Bild- und Informationsmaterial zu dieser Mitteilung befindet sich in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann zum Download bereit und zur Veröffentlichung frei.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann
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