Polizei Mettmann

POL-ME: Falscher "Fernsehtechniker" jetzt auch in der Kreisstadt ! - Kreis Mettmann - 1412117

POL-ME: Falscher "Fernsehtechniker" jetzt  auch in der Kreisstadt ! - Kreis Mettmann - 1412117
Warnung vor Trickdieben an der Haustüre

Ein Dokument

Mettmann (ots) - Bereits mit mehreren Pressemitteilungen / ots der vergangenen Tage berichteten wir wiederholt von unbekannten Trickdieben, die im südlichen Kreisgebiet auftraten und dort angeblich für örtlich bekannte Kabelnetzbetreiber Fernsehanschlüsse überprüften. Dafür verlangten die Straftäter vorwiegend Zutritt zu den Wohnungen und Häusern älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger, um dort während ihrer "Tätigkeiten" günstige Gelegenheiten zum Diebstahl zu nutzen.

Ein weiterer Fall dieser Art wurde am Mittwoch, dem 17.12.2014, der Polizei nun auch in der Kreisstadt angezeigt. Dort war ein Täter mit gleicher Masche an der Wohnungstüre einer 83-jährigen Mettmannerin erschienen. Angeblich überprüfte der Unbekannte alle Anschlüsse in der Wohnung und im Keller des Mehrfamilienhauses an der Berliner Straße. Tatsächlich stahl er aber eine Handtasche der Geschädigten in einem günstigen Augenblick. In der schwarzen Handtasche befanden sich neben diversen Ausweisen und Kreditkarten auch Bargeld der Geschädigten.

Der "falsche Fernsehtechniker" wird von der Bestohlenen wie folgt beschrieben:

   -	Männlich 
   -	25 - 30 Jahre alt 
   -	160 - 165 cm groß 
   -	Schmale Statur 
   -	Kurze dunkle Haare 
   -	Sprach akzentfreies Deutsch 
   -	Trug eine dunkle Jacke und ausgelatschtes Schuhwerk 

Bisher liegen der Mettmanner Polizei noch keine konkreten Hinweise zu Identität, Herkunft und Verbleib des beschriebenen Trickdiebs vor. Maßnahmen zur Spurensicherung am Tatort sowie weitere polizeiliche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen wurden veranlasst, ein Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise dazu nimmt die Polizei in Mettmann, Telefon 02104 / 982-6310, jederzeit entgegen.

Zugleich warnt die Kreispolizei kreisweit, insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger, vor der beschriebenen Masche und davor, unbekannte Personen unkontrolliert in die eigenen vier Wände einzulassen. Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür verwenden im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich aber immer neue Varianten einfallen lassen: Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen- und Handwerkereigenschaft vor oder behaupten ganz einfach, Sie zu kennen. Dabei verfolgen diese Diebe und Betrüger immer nur ein Ziel: Sie sollen die Tür öffnen, damit die Täter in Ihre Wohnung gelangen. Lassen Sie es nicht so weit kommen ! In Ihren vier Wänden sind Sie mit dem oder der Fremden allein - und Sie können dabei Ihre Augen nicht überall haben. Dies gilt besonders im Hinblick darauf, dass solche Täter oft auch nicht alleine in Ihre Wohnung kommen !

Einige Täter lügen Ihnen vor, Ihre Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis aufsuchen zu müssen. Dabei treten Trickbetrüger und -diebe zum Beispiel in folgenden Rollen auf:

   - Polizei- bzw. Kriminalbeamte oder Gerichtsvollzieher, 
   - Mitarbeiter der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke, 
   - Handwerker, Heizkostenableser oder sonstige Beauftragte der 
     Hausverwaltung, 
   - Mitarbeiter der Kirche, des Sozialamtes oder von anderen 
     sozialen Stellen, 
   - Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung, 
   - Postzusteller oder Monteure einer Telefon- oder 
     Kabelgesellschaft. 

Die Polizei rät:

   - Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen ihrer Wohnungstüre, wer zu 
     Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster,
     benutzen Sie die Türsprechanlage. 
   - Öffnen Sie Ihre Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre (z. B. 
     Kastenschloss mit Sperrbügel). 
   - Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. 
   - Verlangen Sie einen Ausweis ! Klären Sie durch ein Telefonat mit
     der angeblich entsendenden Dienststelle oder mit dem 
     vermeintlichen Auftraggeber die Richtigkeit des Besuches. 

Hinweis an die Medien: Polizeiliches Bild- und Informationsmaterial zu dieser Mitteilung befindet sich in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann zum Download bereit und zur Veröffentlichung frei.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann

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