Polizei Mettmann

POL-ME: Karneval - fünfte Jahreszeit auch für Taschendiebe ! - Kreis Mettmann - 1402144

POL-ME: Karneval - fünfte Jahreszeit auch für Taschendiebe ! - Kreis Mettmann - 1402144
Symbolbild: Vorsicht Taschendiebe

Mettmann (ots) - An den "tollen Tagen" der Karnevalszeit haben Taschendiebe Hochkonjunktur. Denn für diese "handfertigen Straftäter" bieten sich im dichten Gedränge karnevalistischer Feiern, Partys und Gesellschaften sowie im bunten Trubel des Straßenkarnevals ideale Arbeitsbedingungen. Taschendiebe arbeiten häufig arbeitsteilig zu zweit oder zu dritt. Der Erste lenkt ab, indem er das Opfer anrempelt oder nach dem Weg oder der Uhrzeit fragt. Der zweite Täter bestielt das Opfer unbemerkt und gibt die Beute an einen Dritten weiter, der sich rasch entfernt. Selbst wenn das Opfer den Diebstahl bemerkt, ist der dritte Täter mit der Beute meist längst über alle Berge.

Der Einfallsreichtum der Diebe kennt kaum Grenzen, wenn es darum geht, fremde Geldbörsen schnell und unbemerkt verschwinden zu lassen. Der Klassiker ist das bereits vorgenannte Anrempeln im Gedränge. Eine andere ebenfalls einschlägig bekannte Masche: Der Täter beschmutzt vorgeblich "versehentlich" die Kleidung seines Opfers mit Speisen oder Getränken, ist dann beim Reinigen sofort "behilflich" und staubt dabei gleichzeitig Handy und Portemonnaie des Opfers ab. Im Karneval ist auch die Masche des "Antanzens" besonders beliebt. Hier ermöglicht der enge Körperkontakt beim gemeinsamen Schunkeln und Tanzen den problemlosen Zugriff auf beinahe alle Taschen eines ahnungslosen Opfers.

Alle vorgenannten Maschen haben eines gemeinsam: Die Diebe kommen ihren Opfern gezielt sehr nahe. Es ist darum das erste Warnsignal, das Sie ernst nehmen sollten, wenn Ihnen jemand näher, als sonst üblich kommt, besonders engen Körperkontakt sucht. Auch im Karneval sollten Sie in solchen Situationen misstrauisch und vorsichtig werden. Gehen Sie auf Distanz und machen Sie Umstehende laut auf sich und die Situation aufmerksam. Besonders beliebte Opfer, gerade auch im Karneval, sind alkoholisierte Menschen, weil sie weniger Gegenwehr leisten.

"Augen auf und Taschen zu" rät die Polizei im Kreis Mettmann allen Narren, die in diesen Tagen Umzüge oder Karnevalsveranstaltungen in unserer Region besuchen. Die polizeilichen Erfahrungen vergangener Jahre, mit deutlich steigenden Zahlen von Taschendiebstahldelikten zur Karnevalszeit in beinahe allen Städten, veranlasst die Kreispolizeibehörde Mettmann auch in diesem Jahr wieder zur Warnung. Parallel dazu geben die Vorbeugungsexperten der Kriminalpolizei Hinweise und Tipps gegen den Taschendiebstahl, denn durch richtiges Verhalten kann jedermann das Risiko deutlich verringern, Opfer solcher gemeinen Gauner zu werden:

   - Führen Sie an Wertgegenständen nur das Notwendigste mit. Nehmen 
     Sie nur soviel Geld mit, wie Sie zum Feiern voraussichtlich 
     benötigen. 
   - Tragen sie notwendige Dinge möglichst dicht am Körper und 
     verteilt - beispielsweise in Gürteltaschen, Brustbeuteln oder 
     verschlossenen Innentaschen der Kleidung. 
   - Lassen sie Kreditkarten und Ausweise, die sie im Karnevaltrubel 
     oft gar nicht brauchen, besser gleich zu Hause. Unverzichtbares 
     Geld und Hausschlüssel sollten Sie möglichst besonders körpernah
     tragen. 
   - Halten Sie Handtaschen, wenn diese nicht ebenfalls besser gleich
     zu Hause bleiben, stets geschlossen und lassen Sie diese nie 
     unbeaufsichtigt. 
   - Rucksäcke, die auf dem Rücken getragen werden, sollten kein Geld
     oder andere Wertgegenstände enthalten, denn dort sind diese 
     Werte eine zu leichte Beute. 
   - Achten Sie in dichten Menschenmengen und bei unübersichtlichen 
     Situationen ganz bewusst und noch viel stärker auf Ihre 
     Wertsachen. 
   - Werden Sie bestohlen, dann bringen Sie sich bitte nicht mit 
     massiver Gegenwehr in weitere Gefahren - suchen sie bei anderen 
     Passanten Unterstützung, Schutz und Hilfe, indem Sie diese 
     ansprechen oder laut um Hilfe rufen. 
   - Alarmieren Sie sofort die nächste Polizei. Erstatten Sie 
     Anzeige, bei der Sie den oder die Täter, Fluchtrichtung und 
     -mittel (Fahrzeuge / Kennzeichen) möglichst genau beschreiben. 
   - Sperren sie unverzüglich entwendete EC- und Kreditkarten 
     (zentraler Sperrnotruf: 116 116) bei ihrem Geldinstitut. 

Weitere Informationen erhalten Sie beim: Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz Telefon 02104 / 982-7500

Hinweise an die Medien: Polizeiliches Bildmaterial zu dieser Mitteilung befindet sich in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann, unter nachfolgend genannter Internetanschrift (Link), zum Download bereit und zur Veröffentlichung frei.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann
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