Polizei Mettmann

POL-ME: Fit für den Straßenverkehr in Theorie und Praxis - Langenfeld - 1402095

Direktion Verkehr der KPB Mettmann

Mettmann (ots) - Ab diesem Jahr besteht für Langenfelder Bürgerinnen und Bürger ab dem 60. Lebensjahr die Möglichkeit, an einem neu entwickelten Fortbildungsangebot teilzunehmen, welches im Rahmen einer Kooperation der polizeilichen Verkehrsunfallprävention / Opferschutz der Kreispolizei, der Polizeiwache Langenfeld, der Stadt Langenfeld, dem ADFC Langenfeld und dem "Deutschen Roten Kreuz" vorbereitet wurde. Im Rahmen verschiedener Fortbildungsmodule, die alternativ oder komplett besucht werden können, wird über die aktuellen Neuerungen der Straßenverkehrsordnung (StVO), die ortspezifischen Unfallbrennpunkte in Langenfeld sowie erkannte Unfallursachen und individuelle Unfallvermeidungsstrategien berichtet, diskutiert und sensibilisiert. Neben einem Theoriemodul werden auch verschiedene Praxismodule für Kraftfahrzeugführer und Fahrradfahrer sowie eine Auffrischung in "Erster Hilfe" angeboten. Bei der Konzeption des neuen Projektes wurde darauf geachtet, dass alle Module in möglichst lockerer Atmosphäre und für alle Teilnehmer weitestgehend kostenneutral angeboten werden können. Eine Anmeldung für die nur in begrenzter Zahl zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze ist unbedingt erforderlich und kann ab sofort unter der Telefonnummer 02173 / 7945310 der Stadtverwaltung Langenfeld erfolgen.

Die erste Veranstaltung, eines in Zukunft dauerhaft geplanten Angebotes, findet statt:

Datum: Montag, 10. März 2014, 14.00 - 16.00 Uhr

Ort: Polizeiwache Langenfeld, Solinger Str. 148

Hinweis: Eine angemeldete Teilnahme ist kostenlos !

Zu den polizeilichen Hintergründen des Langenfelder Projektes erläutert Polizeihauptkommissar Reimar Giesen, von der polizeilichen Verkehrsunfallprävention / Opferschutz im Kreis Mettmann:

   -- Generation 60+ -- 

Der Anteil der Generation 60+ an der Gesamtbevölkerung steigt stetig, so dass diese Altersgruppe als Verkehrsteilnehmer eine immer wichtigere Rolle spielt. Gleichwohl dieser Personenkreis im Verkehrsunfallgeschehen keine Problemgruppe darstellt, sollte bedacht werden, dass sich mit zunehmenden Lebensjahren das Gefahrenpotential kontinuierlich verändert. Bei den Unfallursachen sind in dieser Gruppe, neben Vorfahrtsfehlern, auch Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren überproportional stark vertreten. Geschwindigkeitsüberschreitungen indessen sind eher von geringerer Bedeutung. Männliche Verkehrsteilnehmer verunglücken häufiger, als weibliche, was mitunter auf eine höhere Häufigkeit der Verkehrsteilnahme beim männlichen Geschlecht zurückzuführen ist.

   -- Sichtbarkeit und Sicherheit von Radfahrern - 
      Verschiedenartigkeit von Radverkehrsflächen -- 

Radfahrer werden auch bei Tageslicht häufig übersehen, was nicht selten zu Unfällen führt. Es wird empfohlen, sich beim Radfahren deutlich sichtbar und auffällig zu kleiden, z. B. mittels reflektierender Funktionskleidung oder Warnwesten. Besondere Unfallgefahren bestehen für Radfahrer auf kombinierten Geh- und Radwegen, in Einmündungsbereichen von Seitenstraßen sowie an Grundstückszu- und -ausfahrten. Viel zu oft werden Radwege entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung benutzt. Aus den Seitenstraßen kommende Autofahrer rechnen nicht mit Fahrradverkehr aus beiden Richtungen. Der tödliche Verkehrsunfall einer 69-jährigen Radfahrerin 2013 in Langenfeld beweist, dass der Kopf bei Stürzen mit dem Fahrrad besonders gefährdet ist. Gleichwohl das Tragen eines Fahrradhelms, insbesondere für die ältere Generation, als "ungewohnt" und "umständlich" empfunden wird, kann im Sinne eines besseren Eigenschutzes nur dazu geraten werden !

   -- Veränderung der Verkehrstüchtigkeit, technische Ergänzungen -- 

Klar ist, dass das Alter eines Menschen niemals eine Aussage über die Verkehrstüchtigkeit der Person zulässt. Andererseits sind wir alle aber einem Alterungsprozess unterworfen, der nicht spurlos an unseren Fähigkeiten und Fertigkeiten vorbeigeht. Nachlassende Fähigkeiten, wie Nachtsehtauglichkeit, Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit, sollten bei der persönlichen Verkehrsplanung berücksichtigt und in Streckenplanungen integriert werden. Abnehmende Fertigkeiten, wie z.B. ein erschwertes Umschauen beim rückwärtigen Ausparken aus Parkbuchten, können durch technische Hilfsmittel, wie z.B. eine Rückfahrtkamera ausgeglichen werden.

   -- Wege planen, alternative Verkehrsmittel nutzen -- 

Jeder Mensch kann sein persönliches Unfallrisiko vermindern ! Daher ist es wichtig, sich auf kritische Situationen gedanklich vorzubereiten, um solche bereits im Vorfeld zu entschärfen oder vermeiden zu können. In komplexen Situationen kann es dazu kommen, dass man schnell den Überblick verliert, mit der Folge einer zögerlichen und unentschlossenen Fahrweise, die mitunter zu einer Steigerung des Unfallrisikos führen kann. Ebenso sind Hektik, Eile, Stress und Angst Unfall fördernde Faktoren. Die zweifelsfreie Kenntnis von Verkehrsregeln und Verkehrszeichen, die sich im Laufe der Jahre hier und da geändert haben, sind einer sicheren Fahrweise dienlich und senken das persönliche Unfallrisiko !

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann

Original-Content von: Polizei Mettmann, übermittelt durch news aktuell
Medieninhalte
3 Dateien

Weitere Meldungen: Polizei Mettmann

Das könnte Sie auch interessieren: