Polizei Mettmann

POL-ME: Trickdiebstahl nach vorherigem Bankbesuch - Ratingen - 1401010

POL-ME: Trickdiebstahl nach vorherigem Bankbesuch - Ratingen - 1401010
Symbolbild: Die Polizei im Kreis Mettmann warnt kreisweit vor Trick- und Taschendieben

Mettmann (ots) - Es war ganz sicher kein Zufall, dass ausgerechnet dieser 85-jährige Mann auf offener Straße von zwei bislang unbekannten Frauen angesprochen wurde, nachdem der Ratinger nur wenige Minuten zuvor einen größeren Geldbetrag bei seinem Geldinstitut in der Ratinger Innenstadt abgehoben und einen Briefumschlag mit mehreren hundert Euro in einer Innentasche seiner Jacke verstaut hatte.

Angesprochen wurde der Rentner von den zwei unbekannten Frauen auf der Grabenstraße in Höhe Minoritenstraße. Äußerst aufdringlich und nur schwer verständlich in gebrochenem Deutsch, forderten die zwei Frauen den Senior auf, eine mitgeführte Liste zu unterschreiben. Dabei bedrängten die Unbekannten den Ratinger immer wieder auch körperlich sehr stark und kamen dem 85-Jährigen so trotz deutlicher Ablehnung und Proteste wiederholt unangenehm nah. Erst als der Bedrängte seinen Gehstock zur Abwehr der aufdringlichen Frauen einsetzte, ließen diese von ihm ab und entfernten sich zu Fuß in unbekannte Richtung.

Als der 85-jährige Ratinger einige Minuten später zu Hause ankam, bemerkte er den Verlust des Briefumschlags mit Bargeld aus seiner Jacke. Ganz offensichtlich hatte darin das wahre Interesse der zwei aufdringlichen Frauen gelegen. Sofort nach Anzeige der Tat veranlasste Fahndungsmaßnahmen der Ratinger Polizei führten nicht mehr zum Antreffen oder zur Identifizierung der zwei flüchtigen Trickdiebinnen. Diese wurden vom Opfer beide übereinstimmend wie folgt beschrieben:

   -	Ausländerinnen, 
   -	südosteuropäisches Erscheinungsbild, 
   -	ca. 30 Jahre alt, 
   -	ca. 160 cm groß mit normaler Figur, 
   -	dunkle, glatte Haare, 
   -	bekleidet mit grauer Oberbekleidung. 

Bisher liegen der Ratinger Polizei noch keine konkreten Hinweise zu Herkunft, Identität und Verbleib der zwei beschriebenen Taschen- und Trickdiebinnen vor. Weitere Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen wurden veranlasst, ein Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in einem Tatzusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei in Ratingen, Telefon 02102 / 9981-6210, jederzeit entgegen.

Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei erneut kreisweit vor den dreisten und fingerfertigen Dieben, von denen offenbar bevorzugt ältere oder auch behinderte Menschen als Opfer gewählt werden. Zur Verhinderung solcher Taten geben Kriminalisten folgende Tipps:

   -	Hantieren Sie niemals öffentlich mit größeren Geldmengen. Achten
Sie darauf, wer Sie beim Besuch Ihres Geldinstituts oder am 
Geldautomaten beobachtet und eventuell verfolgt. 
   -	Führen Sie an Bargeld, EC- oder Kreditkarten immer nur das 
Notwendigste mit sich. 
   -	Geld, Kreditkarten und Ausweise sollten getrennt und in 
verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung, dabei 
möglichst dicht am Körper getragen werden. 
   -	So genannte Bankomatkarten (EC- oder Kreditkarten) sollten immer
getrennt vom Code aufbewahrt werden. 
   -	Tragen Sie Handtaschen immer verschlossen mit der 
Verschlussseite zum und dicht vor dem Körper oder fest unter dem Arm.
Stellen Sie Taschen niemals unbeaufsichtigt ab. 
   -	Lassen Sie gegenüber Fremden immer besondere Vorsicht walten und
ihre Hilfsbereitschaft nicht ausnutzen ! 
   -	Bewahren Sie immer ausreichend Abstand und verbeten Sie sich 
jede Art vertraulicher Annäherung unbekannter Personen. 
   -	Lehnen Sie in Zweifelsfällen Hilfe lieber höflich, aber bestimmt
ab und verweisen Sie auf andere naheliegende Möglichkeiten (jüngere 
Personen, Geschäfte, Polizei). 
   -	Bitten Sie im Zweifels- und Verdachtsfall lieber selber andere 
Mitbürger um Hilfe und Unterstützung beim Umgang mit aufdringlichen 
Fremden. 
   -	Bedenken Sie: Diebesfinger sind meist schnell und sehr geübt im 
Zugriff ! 
   -	Melden Sie Straftaten und verdächtige Beobachtungen unverzüglich
Ihrer örtlichen Polizei. Wählen Sie dazu ruhig den Polizeinotruf 110 
! 

Hinweis an die Medien: Polizeiliches Bild- und Informationsmaterial zu dieser Mitteilung befindet sich in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann, unter nachfolgend genannter Internetanschrift (Link), zum Download bereit und zur Veröffentlichung frei.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann

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