Polizeidirektion Ratzeburg

POL-RZ: Widerstand gegen Polizeibeamte

Ratzeburg (ots) - Glinde, Pestalozzistraße

Anwohner hatten sich in der Nacht von Freitag zu Sonnabend ( 18.06.2016 ) über Partylärm auf dem angrenzenden Spielplatz des Tannenweges / Pestalozzistr. beschwert. Eine Funkstreifenbesatzung der Polizeistation Glinde wurde daher von der Regionalleitstelle dorthin entsandt, um für nächtliche Ruhe zu sorgen.

Die Beamten trafen auf eine Gruppe von etwa 10 Jugendlichen, die den Polizisten sofort aggressiv entgegen traten. Gegen einen amtsbekannten Mann aus Hamburg, der sich in der Gruppe befand, bestand ein Haftbefehl. Als der 21 jährige Hamburger mit zur Wache genommen werden sollte, leistete er erheblichen Widerstand. Außerdem stachelte er die anderen Anwesenden an, ihm zu helfen. Die Männer ließen sich nicht lange Bitten und bedrängten die beiden Beamten, die zu diesem Zeitpunkt den Angreifern allein gegenüberstanden. Es wurde im Verlauf der Rangelei versucht, den Streifenwagen, bei dem noch der Motor lief, zu entwenden. Außerdem wurde der Außenspiegel abgetreten. Die Beamten setzten im Verlauf der massiven Auseinandersetzung mehrfach ihr Pfefferspray ein, wodurch sich die Gruppe kurz vor dem Eintreffen weiterer Streifenwagenbesatzungen entfernte. Eine gezielte Fahndung nach den jungen Männern verlief erfolglos.

Der 21 Jährige konnte nicht fliehen, sondern musste sich auf der Glinder Polizeiwache eine Blutprobe entnehmen lassen. Es bestand der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Drogen stand. Im Anschluss erfolgte eine erkennungsdienstliche Behandlung in Hamburg. Es wird von Seiten der Polizei wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenbefreiung, Körperverletzung und weiterer Delikte ermittelt. Einer der beiden eingesetzten Polizisten erlitt eine Knieverletzung und ist einige Tage dienstunfähig.

Die Polizeistation Glinde hat hier die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die das Tatgeschehen mitbekommen haben bzw. Angaben zu den flüchtigen Tätern machen können, sich unter der Telefonnummer 040-7109030 zu melden.

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Andreas Rosteck
- Pressestelle -
Telefon: 04541/809-2010

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