Polizei Marburg-Biedenkopf

POL-MR: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsnwaltschaft Marburg und der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf;

Marburg-Biedenkopf (ots) -

Gemeinsame Pressemeldung der 
Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Marburg, Universitätsstraße 
48, 35037 Marburg, Tel. 06421 - 290-222 
E-Mail: annemarie.petri@sta-marburg.justiz.hessen.de 

Pressesprecherin: Annemarie Petri 

und des 

Polizeipräsidiums Mittelhessen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Außenstelle Marburg, Raiffeisenstraße 1; 35043 Marburg; Tel. 
06421-406-120
E-Mail: poea-mr.ppmh@polizei.hessen.de 

Pressesprecher Martin Ahlich

 
Geldübergabe nach Schockanruf verhindert
Haftbefehle gegen zwei festgenommene,  litauische Staatsangehörige 

Cölbe
Der Aufmerksamkeit von Bankangestellten, deren schnelle Reaktion und 
eine erfolgreiche Fahndung bewahrte eine 79-jährige Seniorin vor dem 
Verlust von 10.000 Euro. Die Polizei nahm am Dienstag, 28. Januar, 
zwei 20 und 31 Jahre alte litauische Staatsbürger fest. Sie stehen 
unter dringendem Verdacht, als Mitglieder einer gewerbsmäßig 
agierenden Bande an einem versuchten Betrug mittels "Schockanruf" 
beteiligt zu sein. Der zuständige Haftrichter erließ auf Antrag der 
Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehle.

Nach den bisherigen Ermittlungen steht fest, dass die Seniorin aus 
Cölbe einen Anruf mit einer litauischen Länderkennung (0037) erhielt,
in dem der russisch sprechende Gesprächsteilnehmer ihr mitteilte, 
dass die Tochter in einem Verkehrsunfall verwickelt sei. Der Mann 
forderte sein völlig schockiertes Opfer auf, alsbald 30.000 Euro für 
ein Gericht zu organisieren. Um der angeblich verunglückten Tochter 
zu helfen, bot die von der Wahrhaftigkeit und der Notlage überzeugte 
Dame an, Geld von der Bank zu holen. 
Die Bankangestellten schöpften Verdacht, dass ihre Kundin 
möglicherweise Opfer eines Enkeltricks werden sollte und informierten
sofort die Polizei.

Die Fahndung verlief erfolgreich und endete mit den Festnahmen der 
Tatverdächtigen, die in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben.
Die Ermittlungen dauern an.

Der Schockanruf ist eine gemeine Variante des Enkeltricks, bei dem 
das Opfer dadurch regelrecht schockiert wird, dass angeblich einem 
Verwandten etwas sehr Schlimmes zugestoßen ist. Den Schockzustand 
ausnutzend, stellen die Anrufer angeblich zwingend sofort notwendige 
Geldforderungen.
Bei den Schockanrufen sind fast ausschließlich ältere aus Russland 
stammende Menschen betroffen.
Nähere Informationen zum Schockanruf stehen im Internet unter 
www.polizei.hessen.de oder unter www.polizei-beratung.de .  
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43648 

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