Polizei Marburg-Biedenkopf

POL-MR: Sachbeschädigungen an Asylbewerberwohnheim (Folgemeldung zur Presseinfo v. 12. Januar) Vier junge Männer gaben die Tat zu - Motivlage vielschichtig und unklar

Marburg-Biedenkopf (ots) -

Sachbeschädigungen an Asylbewerberwohnheim 
(Folgemeldung zur Presseinfo v. 12. Januar)
 
Vier junge Männer gaben die Tat zu - Motivlage vielschichtig und 
unklar
 
Wohratal
Vier 18 bzw. 19 Jahre junge Männer gaben in ihren Vernehmungen ihre 
Beteiligung an der Tat  zu. Befragt zur Motivation für ihr Handeln 
führten sie den Alkoholgenuss in Verbindung mit ihrer auf 
persönlichen Erlebnissen basierenden gegenwärtigen  emotionalen 
Stimmung an. Alle vier äußerten, weder rechtsradikal noch 
rechtsextremistisch oder ausländerfeindlich zu sein. 
 
Dank der vielfältigen Unterstützung und Mithilfe der Wohrataler 
Bürgerinnen und Bürger ergab sich der erste Tatverdacht gegen die 
vier jungen Männer.
Die intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Marburg erhärteten 
die gewonnenen Erkenntnisse, sodass noch am Sonntag die vorläufigen 
Festnahmen erfolgten.
Zwei wohnen in Wohra, die beiden anderen in Kirchhain. Alle stehen in
einer Berufsausbildung. 
Nach anfänglichem Leugnen räumten die Männer wegen der eindeutigen 
Beweise ihre Tatbeteiligung ein.  Gegen die Männer lagen keine 
ausreichenden Haftgründe vor. 
 
Im Rahmen der gestrigen Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass 
mindestens einer der jungen Männer zusätzlich verdächtig ist, in 
einem Auto gesessen zu haben, aus dem heraus im Dezember 2013 im 
Vorbeifahren an dem Heim in Wohra verfassungsfeindliche Parolen 
gerufen worden sein sollen. 
 
Vor dem Vorfall in Wohra gab es bisher keine kriminalpolizeilichen 
Erkenntnisse über rechtsgerichtete Aktivitäten der jungen Männer. 
Ebenso gab es keine Hinweise auf eine rechte Szene in Wohratal. 
 
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
 
In dem Haus in Wohra leben derzeit etwa 50 Menschen, Familien mit 
Kindern, die überwiegend aus Krisengebieten von Pakistan, Afghanistan
und dem Irak stammen. 
Die Familien leben dort unauffällig.
 

Martin Ahlich 
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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