Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Einbrecher am Werk ++ Ladendiebe gibt es immer ++ Fahrradfahrerin in Bad Nauheim gestürzt

Friedberg (ots) - Einbrecher am Werk

Bad Vilbel: Eine Terrassentür hebelten Einbrecher am Donnerstag, zwischen 15.30 und 17 Uhr, in der Schultheiß-Bilger-Straße in Dortelweil auf, um in die Räumlichkeiten eines Einfamilienhauses zu gelangen. Sie durchsuchten diverse Schränke und entwendeten Schmuck im Wert von mehrere hundert Euro. Hinweise auf die Eindringlinge erbittet die Polizei in Bad Vilbel, Tel. 06101-5460-0.

Friedberg: In der Allmendstraße in Ockstadt machten sich Einbrecher am Donnerstag, zwischen 05.50 und 16.30 Uhr ans Werk. Sie schlugen eine Terrassentür ein und gelangten so in das Wohnhaus, dessen drei Etagen sie komplett durchwühlten. Ob die Täter auch Beute machen konnte, muss sich bei den Aufräumarbeiten erst noch zeigen. Um Mitteilung verdächtiger Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang bittet die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0.

Wöllstadt: Zwischen 09.45 und 20.45 Uhr am gestrigen Donnerstag drangen Einbrecher in ein Wohnhaus im Mauergartenweg in Nieder-Wöllstadt ein. Sie durchwühlten sämtliche Behältnisse in den Räumlichkeiten des Hauses, entwendeten vermutlich aber nichts. Die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, bittet um Hinweise in diesem Zusammenhang.

Fahrradfahrerin gestürzt

Bad Nauheim: Vom Eleonorenring nach recht in die Frankfurter Straße bog ein 23-jährige Hungenerin heute Morgen gegen 10.10 Uhr mit ihrem VW Touran ab. Dabei streifte sie eine neben ihr fahrende 61-jährige Bad Nauheimerin, die mit ihrem E-Bike geradeaus über die Kreuzung fahren wollte. Die Fahrradfahrerin stürzte und verletzte sich leicht.

Ladendiebe

Mutprobe, eine Notsituation oder die schlichte Bereicherungsabsicht. Es gibt vermutlich noch viele andere Gründe, die Menschen dazu veranlassen in einem Geschäft etwas unbezahlt mitgehen zu lassen. Ladendiebstahl heißt dann der Vorwurf, den die Langfinger sich gefallen lassen müssen, wenn die geschädigten Geschäftsinhaber Anzeige erstatten.

Der §242 des Strafgesetzbuchs regelt den einfachen Diebstahl, also alle Fälle in denen Diebe als Einzelpersonen auftreten und Waren an der Kasse vorbei mitgehen lassen. Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe kann der Täter bestraft werden.

Im Jahr 2015 wurden bei den Polizeidienststellen in der Wetterau 602 dieser Ladendiebstähle angezeigt. Diese Zahlen stellen sicher nur einen Bruchteil aller tatsächlich begangenen Ladendiebstähle dar. Geschäftsinhaber melden sich oft nur dann bei der Polizei, wenn sie einen Dieb auf frischer Tat ertappt haben, eine gute Personenbeschreibung geben können oder Videoüberwachungsaufnahmen Hinweise auf den oder die Täter liefern. Die Aufklärungsquote im Jahr 2015 war daher mit 94% ähnlich hoch, wie in den Vorjahren.

Geklaut wird quasi alles. Allein am Diebesgut lässt sich erkennen, dass die Motivation für die Diebstähle recht unterschiedlich ist. Auch der Kreativität der Diebe sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Hier ein paar Beispiele:

Bad Nauheim: Auf Kosmetikartikel hatte es eine 28-Jährige aus Bad Nauheim Mitte Mai abgesehen. In einem Supermarkt in der Kettelerstraße in Nieder-Mörlen entnahm sie die Waren im Wert von rund 60 Euro aus der Auslage, entfernte die Etiketten, verstaute die Ware in ihrer Tasche und wollte den Laden verlassen. Im Ausgangsbereich wurde sie jedoch gestoppt. Die Ware blieb im Supermarkt, gegen die Bad Nauheimerin wurde Anzeige erstattet. Mitte Juni versuchte eine 23-jährige Bad Nauheimerin im gleichen Geschäft ihr Glück. In einem Kinderwagen versteckte sie Kosmetikartikel im Wert von rund 20 Euro und versuchte sie ohne zu bezahlen mitgehen zu lassen. Auch sie scheiterte mit ihrem Vorhaben.

Büdingen: Eine 16-jährige Gründauerin riss Anfang Juni in der Umkleidekabine eines Bekleidungsgeschäftes An der Saline die Preisschilder von Unterwäsche im Wert von rund 20 Euro ab und versuchte anschließend das Geschäft ohne eine Zahlung zu verlasen. Da die Polizei nun wegen Ladendiebstahls gegen die Jugendliche ermittelt bleibt festzustellen, dass ihr Versuch misslang.

Büdingen: Auf Sportschuhe hatten es ein 19 - und ein 24- jähriger Mann Anfang Juni in einem Schuhgeschäft An der Saline abgesehen. Die zurzeit in Büdingen wohnenden Männer hatten jedoch kein Glück und wurden erwischt. Die Polizei ermittelt nun gegen sie.

Butzbach: Wegen Ladendiebstahls muss sich auch eine 58-jährige Butzbacherin verantworten. Anfang Juni versuchte sie in einer Drogerie in der Weiseler Straße Baldriankapseln mitgehen zu lassen. Sie flog auf und muss sich die Kapseln im Wert von 12 Euro nun doch kaufen.

Echzell: In einem Supermarkt Am Mühlbach wollte ein 31-jähriger Mann aus Nidda letzte Woche Lebensmittel im Wert von rund 20 Euro mitgehen lassen. Die Verkäufer beobachteten sein verdächtiges Handeln (die Lebensmittel aus dem Einkaufswagen waren plötzlich verschwunden) und fanden die Waren in seiner Kleidung versteckt. Auch gegen ihn wird nun ermittelt.

Friedberg: Aufgeflogen ist auch ein 63-jähriger Mann aus Friedberg. In einem Baumarkt in der Straßheimer Straße versuchte er Ende April zwischen seiner Ware einen Zierstein im Wert von 6.49 Euro zu verstecken. Er schaffte es durch die Kasse, ohne dafür bezahlen zu müssen. Anschließend wurde er allerdings gestoppt und hat nun eine Anzeige wegen Ladendiebstahls gegen sich laufen.

Nidda: In einem Markt am Langen Steg in Nidda versuchte ein 54-Jähriger aus Nidda Anfang Juni zwei Packungen Zigaretten zu stehlen. Es gelang ihm nicht. Er wurde von den Mitarbeitern angesprochen. Die Zigaretten blieben zurück. Eine Anzeige folgte.

Immer wieder wird die Polizei nach Ertappen eines Diebes hinzugerufen, vor allem dann, wenn diese sich nicht ausweisen können oder der Ladendieb versucht sich aus dem Staub zu machen. Im Rahmen der Jedermann-Festnahmerechte (§127 Strafprozessordnung) dürfen beispielsweise Geschäftsmitarbeiter, Ladendetektive, aber auch Kunden einen Dieb festhalten, bis seine Identität festgestellt werden konnte.

Die Polizei übernimmt diese Identitätsfeststellung, wenn der Dieb keinen Ausweis vorlegen kann oder will. Minderjährige werden anschließend an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Handelt es sich nicht um Ersttäter, nimmt die Polizei zudem regelmäßig eine erkennungsdienstliche Behandlung vor. Das heißt, wenn es rechtlich möglich ist, werden Lichtbilder der Person gefertigt und Fingerabdrücke genommen - um eine Identifikation bei Wiederholungstaten zu ermöglichen.

Haftgründe ergeben sich selbst bei renitenten Wiederholungstätern nur in den seltensten Fällen, so dass die Diebe im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen zumeist wieder auf freien Fuß kommen.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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