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Essen- Frohnhausen,Hamburgerstrasse,26.07.2016,15:19 Uhr (ots) - Am 26.07.2016 um 15:19 Uhr meldete eine ...

Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Ladendiebstähle

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Friedberg (ots) - Wetterau: Mutprobe, eine Notsituation oder die schlichte Bereicherungsabsicht. Es gibt vermutlich noch viele andere Gründe, die Menschen dazu veranlassen in einem Geschäft etwas unbezahlt mitgehen zu lassen. Ladendiebstahl heißt dann der Vorwurf, den die Langfinger sich gefallen lassen müssen, wenn die geschädigten Geschäftsinhaber Anzeige erstatten.

Der §242 des Strafgesetzbuchs regelt den einfachen Diebstahl, also alle Fälle in denen Diebe als Einzelpersonen auftreten und Waren an der Kasse vorbei mitgehen lassen. Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe kann der Täter bestraft werden.

Im Jahr 2015 wurden bei den Polizeidienststellen in der Wetterau 602 dieser Ladendiebstähle angezeigt. Diese Zahlen stellen sicher nur einen Bruchteil aller tatsächlich begangenen Ladendiebstähle dar. Geschäftsinhaber melden sich oft nur dann bei der Polizei, wenn sie einen Dieb auf frischer Tat ertappt haben, eine gute Personenbeschreibung geben können oder Videoüberwachungsaufnahmen Hinweise auf den oder die Täter liefern. Die Aufklärungsquote im Jahr 2015 war daher mit 94% ähnlich hoch, wie in den Vorjahren.

Geklaut wird quasi alles. Allein am Diebesgut lässt sich erkennen, dass die Motivation für die Diebstähle recht unterschiedlich ist. Hier ein paar Beispiele:

Den Inhalt der Einkaufstasche einer 61-Jährigen aus Nidda ließen sich die Angestellten eines Lebensmittelmarktes in Nidda im Februar zeigen. Der Verdacht, sie könnte etwas entwendet haben, erhärtete sich dabei. Ein Rosenkohl im Wert von 79 Cent fand sich unbezahlt in ihrer Tasche.

Eine Tafel Schokolade im Wert von 50 Cent wollte ein 12-Jähriger, der zurzeit in Gießen lebt, in Butzbach aus einem Lebensmittelmarkt entwenden. Der Ladendetektiv entdeckte den Diebstahl.

Margarine, Wurst und dazu ein Bier versteckte ein 58-Jähriger aus Herrnhut im Februar in seiner Jackentasche. Über die Videoüberwachungsanlage eines Marktes in Bad Nauheim wurde er dabei jedoch beobachtet. Am gleichen Tag erstatte der Markt auch gegen eine 59-Jährige aus Bad Nauheim Anzeige, weil sie einen Schweinerücken unbezahlt in ihrer Jacke verschwinden ließ. Einen Tag später war es ein 53-Jähriger aus Bad Nauheim, der Schokoeier unbezahlt mitnehmen wollte.

Einen Rollbrett (Hund) belud ein 36-Jähriger aus Bad Vilbel mit einem Kompressor und einem Stromerzeuger in einem Baumarkt in Bad Vilbel. Über 700 Euro sind die Waren wert, mit denen er Ende Februar ohne zu bezahlen den Markt verließ - und erwischt wurde.

Auf Parfüm hatte es eine 21-jährige Butzbacherin Ende Februar abgesehen. Eine Flasche im Wert von über 80 Euro wollte sie in einer Drogerie in Butzbach unbezahlt mitgehen lassen - und rechnete wohl nicht mit dem Ladendetektiv.

Nicht immer handeln Täter alleine. In manchen Fällen können mehrere Täter festgestellt werden, bei denen sich eine gemeinsame Tatbegehung (Bandendiebstahl), annehmen lässt.

Anfang März beobachtet beispielsweise eine Verkäuferin eines Schuhgeschäftes in Büdingen den Diebstahl von Turnschuhen. Sie informierte die Polizei, die schließlich drei zurzeit in Büdingen wohnende Männer festnehmen konnte. In der Tasche eines Mannes fanden sich nicht nur die Turnschuhe, sondern auch Kleidung und Süßwaren aus zwei anderen Geschäften - vermutlich ebenso zuvor entwendet.

Vier Kinder / Jugendliche aus Nidda gaben dieser Tage einen Diebstahl in einem Verbrauchermarkt in Nidda zu. Feuerzeuge hatten sie unter anderem mitgehen lassen, wie sie beichteten. Der Markt hatte bis dahin den Diebstahl noch nicht bemerkt und daher auch noch keine Anzeige erstattet.

Selbst bis zum äußersten Rand gefüllte Einkaufswagen versuchen Banden zu entwenden. So zum Beispiel 2015 in einem Supermarkt in Bad Vilbel. Durch den Eingangsbereich in der Obstabteilung versuchten die drei in Frankfurt und Hanau lebenden Frauen, die Waren im Wert von über 800 Euro aus dem Geschäft zu bringen.

Immer wieder wird die Polizei nach Ertappen eines Diebes hinzugerufen, vor allem dann, wenn diese sich nicht ausweisen können oder der Ladendieb versucht sich aus dem Staub zu machen. Im Rahmen der Jedermann-Festnahmerechte (§127 Strafprozessordnung) dürfen beispielsweise Geschäftsmitarbeiter, Ladendetektive, aber auch Kunden einen Dieb festhalten, bis seine Identität festgestellt werden konnte.

Die Polizei übernimmt diese Identitätsfeststellung, wenn der Dieb keinen Ausweis vorlegen kann oder will. Minderjährige werden anschließend an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Handelt es sich nicht um Ersttäter, nimmt die Polizei zudem regelmäßig eine erkennungsdienstliche Behandlung vor. Das heißt, wenn es rechtlich möglich ist, werden Lichtbilder der Person gefertigt und Fingerabdrücke genommen - um eine Identifikation bei Wiederholungstaten zu ermöglichen.

Haftgründe ergeben sich selbst bei renitenten Wiederholungstätern nur in den seltensten Fällen, so dass die Diebe im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen zumeist wieder auf freien Fuß kommen.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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