Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Pressemeldung vom 21.11.2014:

Friedberg (ots) - Bad Nauheim: Betrüger geben sich als Mitarbeiter eines großen Softwareherstellers aus - Anrufe in englischer Sprache - PC lahmgelegt

Aufgrund eines aktuellen Falles warnt die Friedberger Kriminalpolizei erneut vor Betrügern, die sich als Mitarbeiter eines größeren Softwareherstellers ausgeben. Ein Bad Nauheimer hatte solche Anrufe am Donnerstag erhalten. Dabei meldete sich ein Mann in englischer Sprache. In einem dreistündigen Gespräch brachte der Betrüger sein Opfer dazu, eine fremde Software aus dem Internet herunterzuladen, um einen Fremdzugriff zu ermöglichen. Dabei übermittelte der Bad Nauheimer auch die Daten seiner Mastercard. Zum Schluss wurde er noch aufgefordert, einen Betrag von etwa 350 Euro nach Hong Kong zu transferieren. Glücklicherweise wurde er dann misstrauisch. Er nahm seinen PC vom Netz, ließ seine Kreditkarte sperren und informierte die Polizei.

Vermutlich ist dies nicht der einzige Fall. Sehr wahrscheinlich waren zuletzt auch andere Personen im gesamten Wetteraukreis betroffen.

Experten der Friedberger Kriminalpolizei gehen davon aus, dass die die Betrüger hier eine bekannte Form des "Phishing"-Betruges angewandt haben. Die zumeist englischsprachigen Anrufer geben sich als Mitarbeiter des Softwareherstellers aus und teilen ihren Opfern mit, dass es angeblich zu einem Virenbefall des Computers gekommen sei. Gegen eine Bezahlung bieten die Täter dann eine Wartung des PC´s an. Dazu müsse ein Programm aus dem Internet heruntergeladen und installiert werden. Diese Software ermöglicht den Tätern dann, auf sensible Daten wie Bank- und Kreditkartendaten zurückzugreifen.

Die Polizei weist darauf hin, dass Mitarbeiter eines Unternehmens solche Anrufe nicht tätigen.

Die Kriminalpolizei gibt dazu folgende Tipps:

a) Sollten Sie einen Anruf eines Mitarbeiters von Microsoft erhalten, beenden Sie sofort das Gespräch. b) Laden oder installieren Sie niemals unbekannte Programme auf ihren PC. c) Teilen Sie den Anrufern niemals sensible Daten (z. Bsp. Kreditkarte) mit.

Sollten bereits schädliche Programme installiert oder Kreditkartendaten übermittelt worden sein,

a) Trennen Sie den PC vom Internet b) Lassen Sie den PC von einem fachkundigen Experten untersuchen. c) Lassen Sie gegebenenfalls Ihre Kreditkarte sperren. d) Erstatten Sie Strafanzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle.

Hinweise bitte an die Polizeistation in Friedberg, Tel.06031-6010.

Jörg Reinemer Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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