Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Pressemeldung vom 21.11.2014:

Friedberg (ots) - Friedberg - Büdingen - Butzbach - Bad Vilbel: Warnung vor Taschendieben - Wetterauer Polizei gibt Tipps zum richtigen Verhalten

Die bald beginnende Vorweihnachtszeit ist leider auch für Taschendiebe ein willkommener Anlass. Die Langfinger nutzen die vielen Weihnachtsmärkte, Veranstaltungen oder die Einkäufe ihrer Opfer dazu aus, um an Geld sowie andere Wertgegenstände zu kommen.

In der Wetterau gab es zuletzt mehrere Fälle, die aufzeigen, dass die Taschendiebe sehr oft nach dem gleichen Muster vorgehen. So wurden zuletzt mehrere Taschendiebstähle in Einkaufsmärkten angezeigt. Dabei nutzten die Täter offenbar die günstige Tatgelegenheit aus und griffen in unbeaufsichtigte Einkaufskörbe oder Taschen, um daraus die Geldbörse mit Bargeld und mehreren Karten zu entwenden. Nicht selten verwendeten die Taschendiebe die gestohlenen EC-Karten dazu, um wenig später damit mehrere Hundert Euro abzuheben. Bei diesen Diebstählen werden die Opfer jedoch auch von einem Komplizen des Taschendiebes abgelenkt. Dabei fragt zum Beispiel jemand nach einer Ware oder rempelt das Opfer an, während der Taschendieb zugreift.

Sehr oft gehen die Diebe in Teams vor. Dabei ist das Schema fast immer gleich: Einer aus der Gruppe lenkt ab, während der andere zuschlägt! Zuvor, so die Erfahrung der Ermittler, beobachten die Täter ihre Opfer sehr genau und über einen längeren Zeitraum.

Dabei gibt es neben dem oben genannten "Rempeltrick" noch andere Erscheinungsformen des Taschendiebstahls. Der "Drängel - Trick" ist eine weitere ähnliche Variante, die oft in einer Menschenmenge angewandt wird. Dabei rückt ein Dieb seinem Opfer so nah heran, dass ihm dann den Rücken zudreht und die mitgeführte Tasche griffbereit anbietet.

Die beiden Varianten sind jedoch nicht die einzigen Tricks. Zuletzt wurden im Wetteraukreis Diebstähle angezeigt, bei denen auch andere Tricks angewendet wurden:

Der Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es - etwa auf Bahnhöfen - an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand oder Umhängetasche.

Der Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Bettel-Trick: Kinder oder Jugendliche halten dem Opfer im Lokal ein Blatt Papier vor mit der Bitte um eine Spende. Dabei nutzt einer die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.

Der Blumen-Trick: Ein Fremder begrüßt das Opfer freundschaftlich, umarmt es oder steckt ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt ist, verschwindet die Brieftasche.

Der Taschenträger-Trick: "Taschenträger" oder "-trägerinnen" spähen ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten ihnen scheinbar hilfsbereit an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst später bemerkt.

Die Polizei gib daher folgende Tipps:

- Tragen Sie nur soviel Geld bei sich, wie Sie es auch benötigen. - Tragen Sie die Hand- oder Umhängetasche verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie die Tasche unter den Arm - Lassen Sie die Tasche beim Einkaufen nie aus den Augen - Scheckkarte und zugehörige PIN nie zusammen aufbewahren - Führen Sie Bargeld, EC- und Kreditkarten am Körper verteilt bei sich; möglichst in Gürtel oder Umhängetaschen aufbewahren - Achten Sie bei einem Menschengedränge noch stärker auf ihre Wertsachen. - Vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt. Schaffen Sie räumlichen Abstand.

Sollte es dennoch zu einem Diebstahl gekommen sein:

   -	Machen Sie andere Personen auf den Diebstahl aufmerksam -	
Verständigen Sie die Polizei. -	Prägen Sie Sich Tätermerkmale ein. -	
Lassen Sie sämtliche Karten sperren. 

Weitere Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de oder jeder Polizeidienststelle.

Jörg Reinemer Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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