Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Pressemitteilung vom 27.02.2014:

Friedberg (ots) - Rosbach: Phishing - Betrüger erbeuten über 8.000 Euro

Mit einer etwas anderen Variante des sogenannten typischen Phishings haben Betrüger in dieser Woche 8.450 Euro ergaunert.

Eine Angestellte einer Firma hatte sich vor einigen Tagen bei einem örtlichen Geldinstitut eingeloggt, um eine Überweisung zu tätigen. Dabei wurde sie aufgefordert, eine "Fehlbuchung" zurück zu überweisen. Um die Rücküberweisung durchzuführen, trug die Frau die TAN und weitere Daten ein. Im Anschluss wies der Rechner Störungen auf. Es stellte sich heraus, dass sie offensichtlich auf Betrüger hereingefallen war. Das Konto wies nun ein Minus auf.

Die Kriminalpolizei, die in diesem Fall ermittelt, hat in den letzten Wochen schon einige solcher Betrügereien bearbeitet. Dabei wurde offensichtlich, dass die üblichen und bisherigen Sicherheitsvorkehrungen, die gegen Phishing - Fälle angewandt wurden, nicht greifen. Bei der neuen Masche veranlasst der Kontoinhaber im Gegensatz zu den bisherigen Phishing - Fällen die Überweisung selbst. In den neuen Fällen manipuliert ein Programm die Online - Banking - Seite so, dass ein Geldeingang in der Saldoübersicht angezeigt wird. Dabei wurde der angezeigte Kontoauszug durch diese Software gefälscht. Kommt der Internetnutzer dann dieser Aufforderung nach, präsentiert die Schadsoftware den üblichen, aber bereits ausgefüllten Onlineüberweisungsträger. Im Nachhinein stellt sich dann heraus, dass es die Gutschrift im Gegensatz zur Rücküberweisung gar nicht gab.

Die Kripo rät, im Falle solcher Meldungen oder Kontostandsanzeigen auf keinen Fall die angeforderte Rücküberweisung zu tätigen. Informieren sie die nächste Polizeidienststelle. Der Rechner dürfte dann bereits mit der Schadsoftware infiziert sein. Auch sollte immer ein Virenscanner eingerichtet werden, der wöchentlich aktualisiert wird. Zur Vorsicht wird auch bei unbekannten Links oder Dateianhängen in e-Mails geraten. Dahinter könnten sich Schadprogramme sowie infizierte oder gefälschte Webseiten verbergen.

Jörg Reinemer Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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