Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Pressemitteilung vom 18.02.2014:

Friedberg (ots) - Karben: Erneuter Fall eines Enkeltricks - Täter abgeblitzt

Nichts unversucht lassen Betrüger in Sachen Enkeltrick. Diesmal probierten es die Gauner am Dienstagmorgen bei einer 84 - Jährigen in Karben. Aufgrund des hartnäckigen Verhaltens der Frau blieb es glücklicherweise beim Versuch.

Der Täter hatte sich gegen 09.15 Uhr telefonisch bei der Karbenerin gemeldet. Aufgrund verschiedener Hintergrundgeräusche war der Anrufer offensichtlich schlecht zu verstehen. Die 84 - Jährige fragte mehrfach bei dem Mann nach, wer er denn sei. Anschließend nannte sie selbst einen Vornamen eines Verwandten ("Bist Du der.....?). Der Anrufer musste dies nur noch bejahen und fragte, ob er Geld für einen Autokauf bekommen könne. Die Karbenerin teilte dem Mann jedoch mit, dass sie kein Geld verleihe und zunächst auch mit ihrer Tochter sprechen müsse. Am Ende des Telefonats setzte der Betrüger die Frau noch unter Druck, indem er mehrfach sagte, dass er sehr enttäuscht sei und sie unter solchen Umständen nicht mehr besuchen könne. Wenig später wurde das Telefonat beendet.

Die zuständige Kriminalpolizei in Friedberg warnt vor solchen Anrufern und gibt folgende Tipps:

a) Reagieren Sie mit Misstrauen, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben.

b) Stellen Sie gezielte Fragen an den Anrufer, die auch nur der "richtige" Anrufer Ihnen beantworten kann.

c) Verständigen Sie andere Familienangehörige und schildern Ihnen den Anruf.

d) Rufen Sie nicht die vom angeblichen Verwandten mitgeteilte Rufnummer zurück.

e) Fremden, die als Vertrauenspersonen angeblicher Verwandter kommen, niemals Geld aushändigen.

f) Anzeigen erstatten und Polizei verständigen, auch wenn man schon auf den Enkeltrick hereingefallen ist.

Hinweise bitte an die Polizeistation in Friedberg, Tel.06031-6010.

Infos zum Enkeltrick: Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.

Mit den Worten "Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist ältere und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.

Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann

Jörg Reinemer Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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