Polizeipräsidium Südosthessen - Offenbach

POL-OF: Pressebericht des Polizeipräsidiums Südosthessen vom Freitag, 26.12.2014

Offenbach (ots) - Bereich Offenbach

1. Einbrecher im Keller überrascht - Dreieich-Buchschlag

Durch Hammerschläge, die aus dem Kellerbereich seines Hauses zu vernehmen waren, wurde ein Hausbesitzer im Wiesenweg am Donnerstagabend, gegen 20 Uhr, hochgeschreckt. Als er die Kellerräumlichkeiten betrat, stand er unvermittelt einem etwa 30 Jahre alten Mann gegenüber, der schnurstracks das Weite suchte. Trotz Verfolgung durch den Geschädigten gelang dem Einbrecher, der sich zuvor Zutritt über eine aufgehebelte Kellertüre verschafft hatte, die Flucht über einen Maschendrahtzaun, wobei er sein Mobiltelefon verlor. Nach Angaben des Hausbesitzers soll der Täter etwa 1,65 Meter groß und von normaler Statur sein. Er war komplett schwarz gekleidet und trug eine schwarze Mütze auf dem Kopf, die an der Stirnseite einen Fellbesatz hatte. Die Polizei hofft, dass sie anhand des verlorenen Handys die Identität der Person feststellen kann. Trotzdem werden noch Zeugen gesucht, die die Flucht des Einbrechers beobachtet haben könnten. Hinweise bitte an die Rufnummer 069/8098-1234.

Bereich Main-Kinzig

1. Zigarettenlager geplündert - Hanau

Zwei bislang unbekannte Einbrecher haben sich am Freitagmorgen, kurz nach Mitternacht, in einem Lager eines Großmarktes in der Oderstraße an den Zigarettenbeständen bedient. Über eine von ihnen aufgehebelte Tür gelangten die dunkel gekleideten und mit Sturmhauben maskierten Männer in den Verkaufsraum und drangen anschließend in das Zigarettenlager ein. Dort entwendeten sie eine derzeit unbekannte Menge von Zigaretten. Obwohl die Täter bei dem Einbruch eine Alarmanlage in Gang setzten, konnten sie noch vor Eintreffen der Polizeistreifen in unbekannte Richtung flüchten. Zeugenhinweise erbittet die Polizei unter 06181/100-123.

2. An Heiligabend dem Navi vertraut und im Wald gelandet - Mutter und Kind erst nach stundenlanger Suche von Polizei entdeckt - Bereich Wiesen, Lkr. Aschaffenburg u. Flörsbach, Main-Kinzig-Kreis

Es war ein Heiliger Abend, den eine Frau und ihr vierjähriges Kind so schnell nicht vergessen werden. Die Autofahrerin hatte sich voll und ganz auf das Navigationsgerät verlassen, das sie dann aber mitten in einen Wald führte, wo sich das Auto in einem Schlammloch festfuhr. Die Suche im bayerisch/hessischen Grenzgebiet, bei der nahezu zehn Streifenbesatzungen aus Bayern und Hessen eingesetzt waren, dauerte dann über drei Stunden. Dann kam endlich die erlösende Nachricht, dass der Pkw gefunden wurde. Mutter und Kind hatten die aufregende Zeit im Wald unversehrt überstanden. Wie inzwischen bekannt ist, war die 23-Jährige aus dem Großraum Frankfurt gestartet, um ihre Mutter im Landkreis Bad Kissingen an Heiligabend zu besuchen. Dabei hatte sich die junge Frau voll und ganz auf das Navigationsgerät verlassen, das sie dann aber offenbar vom rechten Weg abbrachte. Die Frau landete schließlich in einem Waldgebiet und fuhr sich mit ihrem Auto in einem Schlammloch fest. Gegen 20:20 Uhr setzte die Fahrerin schließlich in ihrer hilflosen Lage einen Notruf ab, mit dem sie in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken landete. Trotz aller Versuche, ihren Standort zu erklären, war es zunächst nicht möglich, einen konkreten Hinweis darauf zu erlangen, wo sich die Frau und ihr kleiner Sohn momentan befinden. Die Einsatzzentrale leitete sofort umfangreiche Suchmaßnahmen ein, in die von Anfang an auch die hessische Polizei mit eingebunden wurde. In der Folge waren nahezu zehn Streifenbesatzungen der Polizeiinspektionen Alzenau und Aschaffenburg sowie der Polizeistation Bad Orb unterwegs, um den Pkw ausfindig zu machen. Nach den ersten gewonnenen Erkenntnissen konzentrierte sich die Suche auf einen Bereich zwischen Wiesen und dem Flörsbachtal. Nach Ergebnissen von Handypeilungen deutete dann vieles darauf hin, dass sich die 23-Jährige in einem Waldgebiet bei Flörsbach verfahren haben musste. Trotz ständiger Kontaktaufnahme per Telefon mit der Frau war es zunächst nicht möglich, auf diesem Weg herauszufinden, wo das Auto letztendlich im Wald gelandet war. Schließlich wurde die 23-Jährige angewiesen, immer wieder die Hupe ihres Pkw zu betätigen. Außerdem schalteten die eingesetzten Fahrzeuge der Polizei ihr Blaulicht in der Hoffnung ein, dass dieses von der Autofahrerin wahrgenommen werden könnte. Letztendlich dauerte es dann bis 20 Minuten vor Mitternacht, bis endlich die erlösende Nachricht kam. Eine Streifenbesatzung der Polizeistation Bad Orb entdeckte das Auto. Glücklicherweise hatten Mutter und Sohn die Stunden im Wald gut überstanden. Nach Aussage der Mutter hatte ihr Sohn das für sie so aufregende Geschehen zumeist verschlafen. Die Beamten machten das Fahrzeug wieder flott. Danach lotsten die Streifenbesatzungen den Pkw aus dem Waldgebiet. Anschließend konnte die junge Frau - wenn auch mit einigen Stunden Verspätung - die Fahrt zu ihrer Mutter im Großraum Bad Kissingen fortsetzen. Mit Sicherheit wird der 23-Jährigen dieser Heilige Abend immer in Erinnerung bleiben. Der Fall hat gezeigt, dass blindes Vertrauen in die moderne Technik nicht immer die beste Lösung ist und einem auch schon einmal einen Heiligen Abend in ungewöhnlicher Umgebung bescheren kann. Dank eines Großaufgebotes der bayerisch/hessischen Polizei hat die Weihnachtsgeschichte aber ein glückliches Ende gefunden. Karl-Heinz Schmitt Erster Polizeihauptkommissar, Polizeipräsidium Unterfranken, Pressestelle

Die Autobahnpolizei berichtet:

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Polizeipräsidium Südosthessen, Henrik Waschk, Polizeiführer vom Dienst, 26.12.2014

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