Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: Alkoholisiert unterwegs - Führerscheine (soweit vorhanden) sichergestellt

Gießen (ots) - Manche Alkoholsünder konnte die Polizei im Gießener Bereich am Wochenende aus dem Verkehr ziehen. Leider fielen zwei von ihnen erst auf, als sie einen Unfall verursachten.

Gießen: Vermutlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand der 29-jährige Gladenbacher, den Beamte der Polizeistation Gießen Nord am Sonntag, gegen 01.35 Uhr, auf der B 485 stoppten. Der Mann musste seinen Audi daher stehen lassen und die Beamten zur Polizeistation begleiten, wo eine Blutentnahme bei ihm durchgeführt wurde. Zeugen war der alkoholisierte Fahrer aufgefallen, als er in der Licher Straße in seinen PKW stieg, sie verständigten die Polizei.

Grünberg: Mit deutlich über 1,1 Promille befand sich ein 35-jähriger Grünberger am Sonntagmorgen nicht mehr in der Lage seinen PKW zu führen. Bei einer Kontrolle in der Lauterer Straße stellte die Polizei bei ihm den vorangegangenen Alkoholkonsum gegen 01.40 Uhr fest und beendete damit seine Fahrt. Die Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ist nicht die einzige, die der Fahrer erhält. Einen Führerschein konnten die Beamten bei ihm auch nicht sicherstellen, er ist nach ersten Erkenntnissen nämlich nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Grünberg: Es könnte an über zwei Promille gelegen haben, dass ein 54-jähriger Düsseldorfer am Freitagabend, gegen 21.30 Uhr, auf der A 5 die Kontrolle über seinen Citroen Jumper verlor. Bei Grünberg zog er auf der rechten Spur dicht hinter einem PKW fahrend ruckartig nach links, wodurch sein PKW ins Schleudern geriet. Das Fahrzeug streifte daraufhin die Betongleitwand in der Mitte der Autobahn und wurde von dort gegen die Außenleitplanke geschleudert. Dabei kippte der Kleintransporter auf die Seite und blieb schließlich auf dem Verzögerungsstreifen der Anschlussstelle Grünberg liegen. Der in seinem Fahrzeug vermutlich nicht angeschnallte Düsseldorfer verletzte sich bei dem Unfall schwer und wurde von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Führerschein des 54-Jährigen wurde sichergestellt. An seinem Kleintransporter und der Leitplanke entstand ein Schaden von etwa 55.000 Euro.

Grünberg: Gegen 19.40 Uhr endete am Samstag die Fahrt eines 57-jährigen Grünbergers. In der Bismarkstraße kontrollierte die Polizei den Mann, der mit seinem Mazda unterwegs war. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,1 Promille bei dem Mann. Es folgte der Transport zur Dienststelle, eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins.

Linden: Einen unglaublich hohen Wert von 3,45 Promille zeigte der Atemalkoholtest einer 47-jährigen Pohlheimerin an, den die Polizei bei ihr am Sonntagabend nach einem Unfall durchführte. Gegen 20.35 Uhr befuhr die 47-Jährige die Theodor-Heuss-Straße in Leihgestern und kam mit ihrem PKW nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort touchierte sie einen geparkten Opel und verursachte einen Schaden von rund 2000 Euro an diesem. Trotz allem setzte die Pohlheimerin ihre Fahrt fort, kam aber nur bis zum nächsten Abzweig. Als sie nach rechts in die Kurt-Schumacher-Straße einbiegen wollte, verlor sie erneut die Kontrolle über ihren PKW und kam nach links von der Fahrbahn ab. An einer Hecke kam der PKW zum Stehen. Zeugen informierten die Polizei, die die Frau mit zur Dienststelle nahm und eine Blutentnahme anordnete. Der Führerschein der Pohlheimerin wurde sichergestellt.

Hier noch ein paar Fakten zum Thema Alkohol am Steuer / Lenker:

   - Achtung! Restalkohol! Der Abbau der Blutalkoholkonzentration 
     dauert grundsätzlich deutlich länger als der Aufbau. Der Körper 
     baut nur 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde ab! Daran ändern auch 
     keine Wundermittel etwas! Diese Mittel erleichtern lediglich den
     eigenen Geldbeutel und machen den Verkäufer reich. 
   - 0,0 Promille für Fahranfänger während der Probezeit und bis zum 
     21. Lebensjahr! 
   - Für alle anderen: Ab 0,3 Promille drohen bei Beteiligung an 
     einem Unfall oder sonst auffälliger Fahrweise 
     Führerscheinentzug, Geldstrafe und Punkte. 
   - Betrunkene Radler können ebenfalls den Führerschein verlieren! -
     Als fahrunfähig gilt ein Radler ab 1,6 Promille. Eine 
     Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU) und Geldbuße sind 
     möglich. 
   - Verlust des Versicherungsschutzes droht! Alle Verkehrsteilnehmer
     sollten bedenken, dass die Fahrzeug- Versicherer im 
     Leistungsfall beim vorherigen Genuss von Alkohol oder Drogen im 
     Straßenverkehr keinen Spaß verstehen und Regressforderungen 
     prüfen. 

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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