Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: Pressemeldung vom 24.02.2016: Gießen: Polizei warnt vor betrügerischen Bewerbungsmails - Mehrere Firmen im Raum Gießen betroffen

Gießen (ots) - Mit immer neuen Methoden versuchen Betrüger mit der sogenannten Ransomware an eine Art "Lösegeld" zu kommen. Bei einer neuen Serie, die insbesondere mehrere Firmen im Bereich Gießen betraf, verschickten die Gauner ihre Mails an Unternehmen, die auf Bewerbungsmails warteten. Dabei hatten die Betrüger den Anhang der elektronischen Post mit einer Schadsoftware versehen. Ziel war es offenbar, später für die Entschlüsselung oder Entsperrung einen Geldbetrag zu fordern.

Bei "Ransomware" handelt es sich um Programme, die es den Tätern ermöglichen, Daten auf den fremden Computern zu verschlüsseln oder zu blockieren. Die Täter agieren dabei zumeist aus dem Ausland. Bisher fielen die Schreiben dadurch auf, dass sie in eher schlechtem Deutsch verfasst wurden. Bei den oben genannten Fällen wurde jedoch festgestellt, dass die Betrüger sich hier offenbar eines neuen und besser geeigneten Übersetzungsprogramms bedienen. Dies und eine inzwischen gut angepasste Optik suggerierte den Geschädigten, dass die Mails offenbar "echt" sind.

In den hier zuletzt angezeigten Fällen berichteten die Firmenmitarbeiter, dass sich nach der Öffnung der "Bewerbung" zunächst erst mal nichts tat. Nach einem längeren Zeitraum wurden dann alle auf den Firmenrechnern befindlichen Daten mit der Endung ".trun" verschlüsselt. Um den PC wieder zu entschlüsseln, wurden die Mitarbeiter gebeten, sich an eine bestimmte Adresse mit der Endung ".ru" zu wenden. Dieser und weiteren Aufforderungen kam glücklicherweise niemand nach.

Die Polizei warnt aufgrund dieser neuen Anzeigen vor solchen Mails und gibt folgende Tipps:

01. Öffnen Sie keine Anhänge von Unbekannten - Fragen Sie im Zweifel bei dem Absender nach.

02. Halten Sie ihr System sowie die installierten Programme mit regelmäßigen Updates und einem Virenprogramm auf dem neuesten Stand.

03. Sollten Sie betroffen sein, zahlen Sie auf keinen Fall den geforderten Betrag. Eine Zahlung führt dann auch nicht zur Freischaltung des Rechners.

04. Die Daten können grundsätzlich durch einen Fachmann wiederhergestellt werden.

05. Sollten Sie betroffen sein, informieren Sie die Polizei.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 - 7006 2555.

Jörg Reinemer Pressesprecher

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