Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: Nicht genehmigte Schrottsammlung

POL-GI: Nicht genehmigte Schrottsammlung
ausgeladene Ware

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Gießen (ots) - Da auch in der Gemeinde Rabenau derartige Flyer auftauchten, verweise ich auf die nachfolgende Presseinformaqtion der Polizei Marburg-Biedenkopf.

Nicht genehmigte Schrottsammlung

Landkreis Aus Erfahrung weiß die Polizei, dass angekündigte Sammlungen, egal ob von Haushaltsgeräten oder Kleidung, manchmal zum Ausbaldowern möglicher Tatorte für Einbrüche oder als Deckmantel für Trickdiebstähle genutzt werden. Außerdem nehmen diese Sammler oft auch nur die Geld bringenden Teile mit und lassen den Rest einfach liegen. Meist handelt es sich auch aufgrund der fehlenden, aber notwendigen Berechtigungen um illegale Sammlungen.

Aus diesen Erfahrungen heraus war die Polizei am Freitag, 08. Januar in der Gemeinde Lohra ausgesprochen aufmerksam. Die Bewohner dort hatten in ihren Briefkästen Wurfzettel gefunden und die Polizei informiert. Die in schlechtem Deutsch und ohne Erkennbarkeit des Ausstellers verfassten Flyer forderten zum Herausstellen von Althaushaltsgeräten auf. Der Regionale Verkehrsdienst Marburg-Biedenkopf kontrollierte also am angekündigten Abholtag gezielt in Lohra und stoppte um kurz nach 10 Uhr einen weißen Mercedes Sprinter mit polnischem Kennzeichen. Die Ladefläche des Kleinlasters war über die Hälfte beladen mit allen möglichen Teilen. Im Führerhaus lagen die bereits bekannten Zettel. (siehe Anlage unter www.polizeipresse.de) Diesen Sammlern ging es wohl tatsächlich um den Schrott. Nur leider war der Transporter nicht mit dem erforderlichen "A-Schild" für die Abfallbeseitigung gekennzeichnet und die Insassen besaßen nicht die nötigen Erlaubnisse nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und dem Elektro-Gesetz. Die illegale Sammlung war damit sofort beendet, der Arbeitstag der Sprinterbesetzung jedoch noch nicht, denn es galt ja noch die gesammelte Ware, teils sogenannte "weiße Ware" (große Haushaltsgeräte wie z.B. Kühlschrank/Gefriertruhe/Waschmaschine etc. sogenannt wegen der meist weißen Wände), abzuliefern. Die ordnungsgemäße Entsorgung erfolgte dann beim Recyclinghof in Marburg. Der dortige Annahmeschalter war durch das Abladen der etwas größeren Menge für längere Zeit blockiert. Das weckte die Neugier von Mitarbeitern und wartenden, andienenden Kunden, so dass sich eine stattliche Zuschauerkulisse bildete, die für die fleißigen "Abladenden" den einen oder anderen Tipp parat hatten. Außer der Ladung waren die Sammler zudem einen höheren dreistelligen Bargeldbetrag los, eine Sicherheitsleistung für das bevorstehende Verfahren.

Nebenbei ein kleiner Hinweis der Polizei! Privatpersonen können sich seit dem 01. Juni. 2012 strafbar machen, wenn sie ihre Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgen. Nach § 17 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sind Erzeuger und Besitzer von Abfällen aus Privathaushalten VERPFLICHTET, diese Abfälle den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern zu überlassen.

Martin Ahlich

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