Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: Betrug mittels Schockanruf - Wer kennt die Geldabholer?

POL-GI: Betrug mittels Schockanruf - Wer kennt die Geldabholer?
Hinweise, die zur Identifizierung oder zur Ermittlung des Aufenthalts dieses Mannes führen, bitte an die Kripo Gießen, Tel. 0641/7006-2407 oder 2555.

Gießen (ots) - Betrug mittels Schockanruf Wer kennt die Geldabholer?

Gießen- Die Kripo Gießen fahndet im Zusammenhang mit seit längerem andauernden Ermittlungen wegen Betrugs mittels eines sogenannten Schockanrufs nach zwei Geldabholern. Die beiden Männer wurden mit der Überwachungskamera eines Geldinstituts am Marktplatz in Gießen aufgenommen. Wer kennt diese Männer? Wer kann Hinweise zu ihrem Aufenthalt geben? (Bilder unter www.polizeipresse.de oder unter www.polizei.hessen.de)

Der Betrug mit einem Schockanruf ist eine besonders gemeine Variante des bekannten Enkeltricks. Die Täter suchen sich nahezu ausschließlich Opfer aus dem russisch sprechenden Raum und schockieren sie mit einem Anruf mit frei erfundenem, jedoch sehr erschreckendem Inhalt, um an deren Geld zu kommen. Der Anrufer im zugrunde liegenden Fall gab sich als russischer Staatsanwalt aus. Er teilt der 75-jährigen Dame aus Gießen mit, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein kleines Mädchen sehr schwer verletzt worden sei. Der Anrufer verstärkt den Zustand der bereits schockierten Frau durch weitere schlechte Nachrichten, die er aber mit einer vermeintlichen Lösung verbindet, um den Ausweg aus dem Dilemma zu zeigen. Der Sohn werde wegen des Verschuldens des Unfalls festgehalten, könne aber gegen eine Kaution von 15.000 Euro für die Anwaltskosten und die medizinische Versorgung der Verletzten frei kommen. Zur Untermauerung der Glaubwürdigkeit der Geschichte, lässt der Anrufer die Frau sogar kurz mit "ihrem Sohn" sprechen. Die veränderte Stimme erklärt der "Sohn" mit den Verletzungen im Gesicht als Folge des Unfalls. Jetzt möchte die schockierte Mutter natürlich helfen und geht auf die Forderungen des Anrufers ein. Das mündet in der Übergabe der Scheckkarte inklusive Pin-Nummer an den avisierten "zufällig in der Nähe befindlichen" Abholer. Zwar flog der ganze Schwindel noch relativ schnell auf und die EC-Karte ließ sich sperren - jedoch hatten die gezeigten Männer bis dahin bereits 2500 Euro abgehoben. Hinweise, die zur Identifizierung der Männer und zur Ermittlung ihres Aufenthalts führen können, bitte an die Kripo Gießen, Tel. 0641-7006-2407 oder 2555. Zusatz: Der dargestellte Fall ist nur eine von vielen Varianten des Schockanrufs. Die Geschichten sind vielfältig, die Rollen der auftretenden Personen variabel. Letztlich rufen die Täter aber immer einen Schockzustand hervor und versuchen diesen auszunutzen, um an das Geld der Opfer zu kommen. Nähere Informationen zu den sogenannten Schockanrufen und vor allem auch wie man sich davor schützen kann, Opfer dieser Betrugsmasche zu werden, stehen im Internet z.B. auf der Seite des Polizeipräsidiums Mittelhessen unter Prävention/Sicherheit für Senioren unter www.polizei.hessen.de

Martin Ahlich

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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