Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: "WOLKEN" im Winter - Tipps der Polizei zur Winterzeit

Gießen (ots) - Wasser, Oel, Luft, Kraftstoff, Energie, Nofallausrüstung - Sechs Worte, die zusammengefasst das Merkwort "WOLKEN" ergeben. Eine Eselsbrücke, die gut beschreibt, was vor Fahrtantritt auf winterlichen Straßen geprüft werden sollte.

Unter den Begriff "Wasser" fasst man die Kontrolle des Kühlwasserstandes; im Winter aber vor allem die Überprüfung, ob ausreichend Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage vorhanden ist. Leicht bilden sich bei Nieselregen durch das Spritzwasser Schlieren auf der Frontscheibe. Da hilft es nicht, wenn nur Eiswürfel aus der Scheibenwischanlage kommen.

Das "O" steht für Öl und erinnert den Fahrzeugführer daran, regelmäßig den Ölstand zu überprüfen, um die Funktionstüchtigkeit des Fahrzeuges zu erhalten.

Zur Kontrolle der Reifen gehört zwischen Oktober und Ostern nicht nur die Überprüfung des Reifenluftdruckes, an welchen das "L" erinnert. Vor allem sollten Fahrzeugnutzer sich versichern, ob ausreichend Profil auf den wintertauglichen Reifen vorhanden ist. Optimal arbeiten Winterreifen bei 12 mm, ausgetauscht werden sollten sie zur eigenen Sicherheit aber spätestens wenn 4 mm Profiltiefe unterschritten werden.

Fahrtzeiten können gerade im Winter länger werden als geplant. Behinderungen des Straßenverkehrs durch eis- und schneeglatte Fahrbahnen führen schnell zu einer längeren Dauer der Fahrt. Aber auch bei entstehenden Staus ist der Autofahrer auf ausreichend Kraftstoff angewiesen, damit im Auto keine frostigen Temperaturen entstehen. Neben einem gut gefüllten Tank kann auf längeren Strecken auch ein Reservekanister sinnvoll sein. Planen sie insgesamt genug Zeit für ihre Fahrt ein, damit Scheibenkratzen und winterglatte Fahrbahnen sie nicht in Stress versetzen.

"Sehen und gesehen werden", ist einer der wichtigsten Grundsätze im Straßenverkehr. Selbst tagsüber wird es oft nicht richtig hell, da können Verkehrsteilnehmer schnell übersehen werden. Auf den ordnungsgemäßen Zustand der Elektrik, vor allem der Fahrzeugbeleuchtung sollten Kraftfahrzeugführer daher besonderen Wert legen. Sie sind gut beraten vor jedem Fahrtantritt die Funktionstüchtigkeit ihrer Beleuchtung zu überprüfen. Moderne Fahrzeuge leisten den Service meist von selbst und zeigen dem Fahrzeugführer im Cockpit den Defekt von Leuchten an. Diese "Dienstleistung" des Fahrzeuges darf dann nur nicht ignoriert werden. Zum gut sehen zählt auch, dass nicht nur ein "Guckloch" auf der vereisten Frontscheibe freigekratzt wird, sondern die komplette Scheibe eine Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer ermöglicht. "Engerie" heißt auch eine leistungsstarke Batterie im Auto eingebaut zu haben, damit es zuverlässig anspringt und nicht bei kalten Temperaturen seinen Dienst verweigert.

Zu guter Letzt erinnert das "N" der WOLKEN an die Notfallausrüstung. Verbandkasten, Warndreieck und ausreichend Warnwesten sind in jedem Kraftfahrzeug Pflicht. Abschleppseil, Starterkabel und Bordwerkzeug führen die meisten Fahrzeugführer sinnvoller Weise freiwillig mit. Im Winter ist jeder zudem gut beraten, wenn auch Scheibenkratzer, Wolldecke und eine kleine Notfallversorgung im Auto ihren Platz finden. Angemessenes Schuhwerk und winterliche Kleidung sollten selbstverständlich sein. Auch wenn man im Anzug zur Arbeit fährt kann das Wetter oder eine Panne am Fahrzeug unerwartet einen Strich durch den Fahrplan - und ein Aussteigen aus dem Auto erforderlich - machen.

Mit diesen einfach Verhaltenstipps, die kaum Mühe und Aufwand kosten, sind Kraftfahrzeugführer gut für den winterlichen Straßenverkehr gerüstet. Wer dann noch bedenkt, dass Bremswege sich auf nassen Straßen nahezu verdoppeln und seine Fahrweise entsprechend den Straßen- Sicht- und Wetterverhältnissen anpasst, der wird sich durch den Winter auf Hessens Straßen nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Aber nicht nur wer auf vier Rädern oder mehr am Verkehr teilnimmt sollte sich entsprechend rüsten. Fußgänger und Fahrradfahrer sollten den Verhaltensgrundsatz "Sehen und Gesehen werden" besonders ernst nehmen. Fahrräder sollten mindestens mit den vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen ausgestattet sein. Zusätzlich ist auf helle, am besten reflektierende Kleidung, zu achten. Diese ist auch für Fußgänger wichtig, um von den übrigen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Reflektoren sind heute bereits modisch in viele Kleidungsstücke eingearbeitet, so dass keine Ausrede gelten kann, um seine eigene Sicherheit aufs Spiel zu setzen.

Wenn Fußgänger einmal wirklich keinen sicheren Weg finden und auf einer Straße laufen müssen, die über keinen Gehweg verfügt, dann sollten sie dabei ein paar Ratschläge beachten. Neben der entsprechenden Kleidung gehen Fußgänger auf der linken Fahrbahnseite - also dem Verkehr entgegen - richtig. So werden sie besser wahrgenommen und können im Notfall selbst noch ausweichen. Mehrere Personen gehen dabei nie nebeneinander, sondern immer hintereinander, um möglichst wenig Breite auf der Fahrbahn einzunehmen. Wenn es möglich ist, wird zusätzlich eine Handleuchte / Taschenlampe benutzt, die den Weg nach vorne ausleuchtet und Autofahrer in besonderer Weise auf die Fußgänger aufmerksam macht.

Verinnerlichen Sie diese Ratschläge und genießen sie dann die schönen Seiten der Winterzeit.

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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