Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: 2. Folgemeldung zu Gefahrgutunfall in Grünberg

Gießen (ots) - Grünberg: Die Erd- und Reinigungsarbeiten dauern noch an. Die Feuerwehr geht von einer ausgetretenen Menge von ca. 400 Litern Phosphorsäure aus. Etwa fünf qm Erdreich wurden kontaminiert und werden auf ca. zehn cm Tiefe abgetragen. Die Oberfläche war zuvor mit Bindemittel abgebunden und auch das Container-Leck abgedichtet worden. Daneben werden die restlichen IBC-Behälter vom Sattelauflieger abgeladen und die Ladefläche wird von einer Spezialfirma gereinigt, bevor eine korrekte Verladung und Abnahme zur Weiterfahrt stattfinden kann.

Einer Polizeistreife war am Vormittag der polnische Gefahrgut-Lkw auf der A5 in südlicher Richtung fahrend aufgefallen. Bei der Kontrolle auf dem Parkplatz Heegberg, zwischen den Anschlussstellen Homberg/Ohm und Grünberg, wurde festgestellt, dass die 15 IBC-Behälter mit 15.000 Liter Phosphorsäure nicht vorschriftsmäßig verladen waren. Der LKW wurde deshalb zum Umladen auf das Betriebsgelände eines Abschleppunternehmens mit entsprechender Hebetechnik im Grünberger Industriegebiet gelotst. Beim Entladen der 1.000-Liter-IBC-Behälter war aus einem der Gefahrstoff ausgetreten und hatte den Einsatz der Feuerwehr, Rettungsdienste, Unteren Wasserbehörde und Polizei zur Folge. Die Ursache, die zum Leck und Austritt des Gefahrstoffes führte, ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an. Für die weiteren Ermittlungen wurde auch das Umweltkommissariat des Polizeipräsidiums Mittelhessen hinzugezogen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren der Lkw-Fahrer, ein Arbeiter und ein Polizeibeamter leicht verletzt zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht worden.

Rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Untere Wasserbehörde und Polizei waren vor Ort. Die örtliche Bevölkerung war vorübergehend gewarnt worden, wegen unklarer Dampfentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Willi Schwarz Pressesprecher

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