Polizeipräsidium Osthessen - Fulda (Hünfeld, Hilders)

POL-FD: Erneut gefährlicher Sattelzug gestoppt / Medienmitteilung von Freitag, 02. Dezember 2016 / Bild bei newsaktuell

POL-FD: Erneut gefährlicher Sattelzug gestoppt / Medienmitteilung von Freitag, 02. Dezember 2016 / Bild bei newsaktuell
Gerissene Bremsscheibe

Fulda (ots) - BAD HERSFELD / OSTHESSEN - Am vergangenen Mittwoch (30.11.), gegen 13.30 Uhr, fiel einer Funkstreife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld auf der A 4 ein polnischer Sattelzug auf, dessen Ladung deutlich die Plane des Aufliegers ausbeulte. Die Ursache dafür war in der anschließenden Kontrolle schnell gefunden:

Die 24 Tonnen schwere Fracht, bestehend aus insgesamt 41 sogenannter "Big Bags", stand teilweise ungesichert auf der Ladefläche. "Big Bags" sind große Kunststoffsäcke, die zum Transport von Schüttgut, wie beispielsweise Salzen oder Düngemitteln, verwendet werden. Einige dieser "Big Bags" hatten sich während der Fahrt bereits verschoben und drückten heftig gegen die seitlichen Einstecklatten an der Bordwand. Dabei stand eine dieser Holzlatten so unter Spannung, dass sie beim Öffnen der Plane aus der Halterung geschnellt wäre und dabei den Fahrer hätte schwer verletzten können. Die vorgefundene Beladungssituation stellte außerdem auch für andere Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahr dar: Bei weiteren Fahrmanövern hätte die Fracht irgendwann von der Ladefläche rutschen und auf die Fahrbahn fallen können.

Neben den beschriebenen Mängeln war zudem eine Bremsscheibe an der Vorderachse der Zugmaschine durchgerissen. Die Stoßdämpfer des Anhängers waren teilweise ausgeschlagen und lose. Die Beamten der Bad Hersfelder Autobahnpolizei untersagten dem Transporter bis zur Umladung der Fracht sowie Reparatur des Sattelzuges die Weiterfahrt.

"Auf das Transportunternehmen kommt nun ein Verfahren im Rahmen der sogenannten Gewinnabschöpfung zu", erklärt Jürgen Gleitsmann, Chef der Sonderdienste bei der Bad Hersfelder Autobahnpolizei. "Das bedeutet, das Unternehmen muss die Mehreinnahmen, die es mit dem beanstandeten Transport erzielt hätte, an die Staatskasse entrichten", ergänzt der Polizeihauptkommissar. Noch an Ort und Stelle hielten die Beamten außerdem 1.500,- EUR zur Sicherung des im Raum stehenden Ordnungswidrigkeitenverfahrens ein.

Christian Stahl Pressesprecher Tel.: 0661 / 105 - 1011

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