Polizeipräsidium Osthessen - Fulda (Hünfeld, Hilders)

POL-FD: Eine Woche im Zeichen der Verkehrssicherheit - "DiS-Tage" in Osthessen
Medienmitteilung von Freitag, den 29. Juli 2016

Fulda (ots) - FULDA / OSTHESSEN - "DiS" - "Drogen im Straßenverkehr", unter diesem Motto kontrollierten Beamtinnen und Beamte von Zoll und Polizeidienststellen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Ausland in der zu Ende gehenden Woche Autofahrer auf den Fernstraßen in den osthessischen Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis.

"Fahren unter Drogeneinfluss beeinträchtigt in ganz erheblichem Maße die Verkehrssicherheit", weiß Polizeioberrat Herbert Bensing, Chef der Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste beim Polizeipräsidium Osthessen. "Im Jahr 2015 haben wir in unserem Bereich fast 250 Unfälle aufgenommen, bei denen mindestens ein Beteiligter unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln stand. Mit Schwerpunktkontrollen wie diesen wollen wir dem Fahren unter Drogeneinfluss entgegenwirken".

Die diesjährigen "DiS-Tage" sollen dazu beitragen. Mit einem zweigleisigen Konzept aus Fortbildung und stationären sowie mobilen Kontrollen sind die Polizistinnen und Polizisten dabei sehr erfolgreich.

Auf der Autobahn A5 ging den Fahndern am vergangenen Dienstag (26.07.) beispielsweise ein mit zwei jungen Männern besetzter silberner Peugeot ins Netz. Die Polizisten fanden schnell heraus, dass der Fahrer offenbar unter Drogeneinfluss stand. Bei seiner Durchsuchung fanden die Ermittler bei ihm auch 2,4 Gramm Haschisch. Als Folge dessen untersagten sie ihm die Weiterfahrt. Sein Beifahrer, der glaubhaft machen konnte, nicht unter Drogeneinfluss zu stehen, erklärte sich hilfsbereit. Nach Vorlage seines litauischen Führerscheins fuhr er das Auto im Schlepp der Polizisten zur Kontrollstelle am Parkplatz "Krachgarten". Dort sollte das Fahrzeug noch einer genaueren Durchsuchung unterzogen werden. Bei der routinemäßigen Überprüfung der mitgeführten Dokumente geriet nun auch der litauische Führerschein des hilfsbereiten Freundes ins Fadenkreuz. Es stellte sich heraus, dass das Dokument wahrscheinlich eine komplette Fälschung war.   Im weiteren Gang der Kontrolle kamen noch mehr Ungereimtheiten ans Licht. So war ein HU-Stempel auf dem Fahrzeugschein gefälscht. Die zugehörige HU-Plakette auf dem Kennzeichen war zwar echt, jedoch nachträglich und vermutlich unberechtigt aufgeklebt worden. Insgesamt müssen sich die beiden jungen Männer nun wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, der Trunkenheit im Verkehr, wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie der Urkundenfälschung verantworten. Bei dem drogenbeeinflussten Fahrer war selbstredend auch eine Blutprobe fällig.

Insgesamt sprechen die Zahlen der kontrollierten Fahrzeuge und die festgestellten Verkehrsverstöße eine eindeutige Sprache. Während der "DiS-Tage" mit Kontrollstellen an den Autobahnen A5, A7 und der Bundesstraße B 62, sowie bei den mobilen Kontrollen rund um das Kirchheimer Dreieck kontrollierten Polizei und Zoll insgesamt fast 570 Fahrzeuge und über 1.100 Personen.

52 Mal war eine Blutprobe wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss bzw. einer Trunkenheitsfahrt fällig. Acht Fahrerinnen und Fahrer waren ohne gültigen Führerschein unterwegs. Weitere rund 100 Strafanzeigen legten die Beamtinnen und Beamten wegen unerlaubtem Besitz oder Erwerb von Betäubungsmitteln, Fälschungsdelikten, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie versicherungs- oder aufenthaltsrechtlichen Verstößen vor. Dabei stellten sie in mehr oder minder großer Menge fast die gesamte Bandbreite illegaler Drogen, von Marihuana und Haschisch, über Amphetamin, Rauschpilze, Ecstasy und LSD, sicher.

Bei Tatverdächtigen aus dem Ausland kassierten die Kontrollkräfte über 4.000 Euro an sogenannten Sicherheitsleistungen.

"Nicht allein die nackten Zahlen der Statistik spiegeln das Ergebnis der Kontrollen wider", resümiert osthessens Polizeipräsident Günther Voß das Ergebnis. "Auch die positive Arbeit der Beamtinnen und Beamten auf die Sicherheit im Straßenverkehr und die Verhinderung von Fahrten unter Drogeneinfluss sind sichtbare Zeichen für den Erfolg dieses Engagements".

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