Polizei Minden-Lübbecke

POL-MI: Festnahme nach Trickbetrug per Klemmbrett-Masche

Porta Westfalica, Lübbecke (ots) - Dank einer aufmerksamen Zeugin konnte die Polizei am Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz eines Elektronikmarktes in Barkhausen drei Personen aus Osteuropa vorübergehend festnehmen. Den beiden Männern im Alter von 18 und 21 Jahren sowie einer 16-jährigen Jugendlichen wirft die Polizei vor, als angebliche Spendensammler mit der sogenannten "Klemmbrett-Masche" den Menschen betrügerisch Geld entlockt zu haben.

Die Polizisten fanden bei dem Trio Klemmbretter mit fiktiven Sammellisten für einen angeblich kreativen Zweck vor. Außerdem stellten die Beamten rund 30 Euro bei ihnen sicher. Zuvor hatten die Verdächtigen noch vergeblich versucht, ihre Klemmbretter unter einem Pkw vor den Einsatzkräften zu verstecken. Bei der Überprüfung der Personalien der Personen wurde festgestellt, dass bereits verschiedene Staatsanwaltschaften aus Nordrhein Westfalen und Niedersachsen zwei der drei Personen zur Aufenthaltsermittlung suchten. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde das Trio in Absprache mit der Staatsanwaltschaft am Abend wieder entlassen. Gegen die Verdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Bereits am Dienstag hatte sich ein Hinweisgeber aus Nettelstedt bei der Polizei gemeldet. Er berichtete ebenfalls von mehreren verdächtig wirkenden Personen vor der Postenbörse an der B 65 in Nettelstedt. Auch hier entstand für den Anrufer der Eindruck, dass es sich möglicherweise um derartige Trickdiebe handeln könnte. Hier konnten die Beamten nichts ausrichten, da die Personen zwischenzeitlich mit einem Pkw davon fuhren.

Die Polizei wiederholt ihre in der Vergangenheit schon mehrfach verbreitete Warnung vor diesen Kriminellen, die das Mitleid der Menschen gezielt ausnutzen, um sich persönlich zu bereichern. Wer auf der Straße von jemandem angesprochen wird, dessen Anliegen nicht seriös erscheint, sollte diesen freundlich, aber bestimmt abweisen, rät die Polizei. Lassen Sie gegenüber Fremden immer besondere Vorsicht walten und melden Sie verdächtige Beobachtungen unverzüglich über den Polizeinotruf 110, so die Bitte der Beamten.

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