Polizei Minden-Lübbecke

POL-MI: Mit Schreckschusswaffe und 500 Schuss Munition im Wohngebiet unterwegs

Rahden-Tonnenheide (ots) - Zwei 19 und 20 Jahre alte Heranwachsende aus Rahden haben sich am Neujahrstag Ärger mit der Polizei eingehandelt. Sie hatten eine Schreckschusswaffe und gut 500 Schuss Munition bei sich, ohne im Besitz eines Kleinen Waffenscheins zu sein. Außerdem soll einer von ihnen die Waffe laut Zeugenaussagen auf der Straße Westermoor in der Nähe von Menschen abgefeuert haben.

Die um kurz nach 15 Uhr verständigten Beamten einer Streifenwagenbesatzung trafen wenig später in einer nahegelegenen Siedlung auf eine Gruppe von Jugendlichen. Als die Polizisten sie zur Rede stellten, gaben die an, lediglich in die Luft geschossen zu haben. Die Beamten stellten die erlaubnispflichtige Waffe der Marke Walther P99 sicher. Zudem nahmen die Ordnungshüter auch die zahlreiche Munition mit zur Polizeiwache. Auf die beiden jungen Männer kommt nun jeweils eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz zu.

Für eine derartige Waffe, sie war mit dem "PTB-Zulassungszeichen" versehen, wird laut Polizei seit April 2003 der sogenannte Kleine Waffenschein benötigt. Das Führen solcher Waffen auf öffentlichen Veranstaltungen ist generell verboten. Verboten ist zudem das Schießen außerhalb von Schießstätten und außerhalb der Wohnung, der Geschäftsräume und des befriedeten Besitztums, außer in Fällen der Notwehr und des Notstands. Dieses gilt auch an Silvester. Wer eine Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen ohne den Kleinen Waffenschein führt, begeht eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht ist, informiert die Polizei.

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