Polizei Minden-Lübbecke

POL-MI: Betrug bei Auslandsüberweisung - Kriminelle haben es auf Firmen abgesehen

Kreis Minden-Lübbecke (ots) - Auf Firmen, die häufig Auslandsüberweisungen tätigen, haben es derzeit Kriminelle im Kreis Minden-Lübbecke abgesehen. Die Betrüger fälschen Überweisungen oder versuchen mit fingierten Anrufen auf Online-Konten zuzugreifen, um so an fünfstellige Summen zu gelangen. Seit Mitte des Jahres häufen sich die Betrugsversuche. In zwei Fällen hatten die vermutlich im Ausland sitzenden Täter auch Erfolg. Die Polizei warnt vor dieser nicht neuen, aber derzeit aktuellen Masche.

In der Mehrzahl der bisher bekannt gewordenen Fälle tauchten gefälschte Überweisungen per Post bei den Banken auf. Deren aufmerksame Mitarbeiter erkannten jedoch rechtzeitig den Schwindel und stoppten die Anweisungen. Die professionell agierenden Täter besorgen sich die erforderlichen Firmendaten in der Regel aus dem Internet, setzten einen fünfstelligen Geldbetrag ein und fälschen die Unterschrift. Häufig sollte das Geld in osteuropäische Länder transferiert werden. Aber auch Banken in europäische Staaten wurden als Zielort angegeben. In einem Fall sollte das Geld sogar nach Indonesien überwiesen werden. Bedauerlicherweise hat sich nach Einschätzung der Ermittler die Qualität der Fälschungen in den letzen Wochen verbessert.

In einem anderen Fall rief ein Unbekannter bei der Buchhaltung einer Firma an und gaukelte dem Mitarbeiter vor, er sei von der Bank. Er forderte ihn auf, eine sogenannte TAN zu generieren und diese ihm mitzuteilen. Der ahnungslose Mann schenkte dem Anrufer glauben und teilte die Geheimdaten mit. So konnten die Betrüger per PC einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag erbeuten.

Grundsätzlich gilt: Ist eine SEPA-Auslandsüberweisung älter als 24 Stunden, sinken die Chancen das Geld zurück zu bekommen rapide. Da bisher überwiegend Firmen betroffen waren, rät die Polizei diesen: Gehen sie niemals auf Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern ein. Veröffentlichen Sie keine Bankverbindungen im Internet. Sperren Sie alle Konten für SEPA-Auslandsüberweisungen. Sind diese unumgänglich, sollte dafür ein extra Konto genutzt werden. Führen sie dies gesonderte Konto nur auf Guthabenbasis. Sprechen Sie mit ihrer Bank und lassen sich dort beraten.

Rückfragen bitte an:

Polizei Minden-Lübbecke
Pressestelle

Telefon: 0571/8866 1300/-1301
E-Mail: pressestelle.minden@polizei.nrw.de
Original-Content von: Polizei Minden-Lübbecke, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizei Minden-Lübbecke

Das könnte Sie auch interessieren: