Polizei Bremen

POL-HB: Nr.: 0035 --Silvester in Bremen: Faktencheck--

Bremen (ots) -

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Ort: 	Bremen
Zeit: 	Januar 2016 

Verschiedene Medien meldeten am Wochenende, dass es in der Stadt Bremen in der Silvesternacht zu elf Sexualstraftaten im Zusammenhang mit Antanzdelikten gekommen sei. Die Polizei Bremen korrigierte die Falschmeldung und möchte es zum Anlass nehmen, noch einmal die aktuelle Faktenlage darzustellen.

Bislang liegen in Bremen keine Erkenntnisse vor, dass es in der Vergangenheit vermehrt zu sexuellen Übergriffen im Zusammenhang mit den sogenannten Antanzdelikten gekommen ist. In der Silvesternacht gab es bremenweit elf "Antanz-Fälle" (Männer und Frauen als Geschädigte), aber alle ohne sexuellen Hintergrund. Die Polizei Bremen hat die Silvesterlage in Deutschland zum Anlass genommen, um am vorletzten und am kommenden Wochenende Frauen Präventionstipps zu geben und zu befragen, mit welchem Sicherheitsgefühl sie sich im Bereich Diskomeile / Hauptbahnhof bewegen. Es wurden bisher Gespräche mit knapp 100 Frauen geführt und Verhaltensflyer verteilt. Die nicht repräsentative Umfrage ergab, dass ein großer Teil der Befragten das Gefühl hatte, dass sich die Sicherheitslage im letzten halben Jahr rund um den Hauptbahnhof verschlechtert hat. Im Rahmen dieser Aktion teilte eine 22 Jahre alte Frau aus Oyten mit, dass ihr in der Silvesternacht auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke vier bis fünf Männer ans Gesäß fassten. Die Ermittlungen und Vernehmungen wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage zu dieser Schilderung dauern an.

Die Polizei Bremen setzt neben Ermittlungs- und Präventionsmaßnahmen auch zukünftig auf eine starke, offensive Präsenz an den bekannten Brennpunkten, auch um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Eine eigens geschaffene Unterstützung- und Eingreifgruppe konzentriert sich neben Ausschreitungen in Flüchtlingsunterkünften vor allem auf den Innenstadtbereich, den Bahnhofsvorplatz und das Viertel. Die Polizei wird außerdem Gespräche mit den Diskothekenbetreibern der "Meile" führen, um Verhaltenstipps und Präventionsangebote aufzuzeigen.

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