Polizei Hagen

POL-HA: Gelbe Karte im Straßenverkehr- Polizeipräsident und Oberbürgermeister ziehen positive erste Bilanz

Hagen (ots) - Seit 2013 gibt es sie, die gelbe Karte im Straßenverkehr. Und sie hat sich bewährt und zeigt Wirkung, sind Polizeipräsident Frank Richter und Oberbürgermeister Erik O. Schulz überzeugt. Nach gut einem Jahr ziehen beide eine positive erste Bilanz. Zahlreiche "gelbe" und auch "rote Karten" wurden bisher verteilt. Was steckt dahinter? Mit der Aktion "Gelbe Karte im Straßenverkehr" wurde ein neuer Präventionsbaustein ins Leben gerufen, um junge Gewalttäter rechtzeitig auszubremsen und von einer kriminellen Karriere abzuhalten. Erstmalig wurden dabei Möglichkeiten zur Wahrung der Verkehrssicherheit aus dem Führerscheinrecht mit der Kriminalprävention kombiniert. Ausgangspunkt ist die wissenschaftlich belegbare Annahme, dass sich aggressives normabweichendes Verhalten nicht ausschließlich auf einen bestimmten Lebensbereich eingrenzt, sondern meist durchgängig gezeigt wird. Die Grundlage für die "Gelbe Karte" ist somit die jeweils festgestellte Gewalt gegen Personen, Tiere oder Sachen. Polizei und Straßenverkehrsbehörde arbeiten dabei Hand in Hand, reagieren schnell und überprüfen unabhängig von Verurteilungen monatlich alle neuen Fälle dahingehend, ob die Maßnahme geeignet und die "Gelbe Karte" gerechtfertigt ist. Etliche junge Gewalttäter und ihre Eltern wurden im letzten Jahr von dieser Maßnahme im wahrsten Sinne des Wortes überrascht, weil Bezirksbeamte der Polizei Hagen vor der Tür standen und persönlich die "gelbe Karte" aushändigten. In dem Schreiben wurde den Probanden verdeutlicht, dass sie im Falle einer erneuten Gewalttat damit rechnen müssen, die "rote Karte" zu bekommen, d. h. wegen charakterlicher Ungeeignetheit ihren Führerschein zu verlieren oder aber erst gar keinen Führerschein zu bekommen. In den meisten Fällen zeigte diese Maßnahme Wirkung, denn nur wenige wurden rückfällig und fielen durch eine erneute Gewalttat auf. "Das zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Wir werden weiterhin an diesem Präventionsbaustein, der den jungen Menschen sehr greifbare Konsequenzen aufzeigt, festhalten, um klare Wirkungen zu erzielen", betonen Erik O. Schulz und Frank Richter unisono. Die jungen Menschen haben es selbst in der Hand. Entweder sie verzichten auf Gewalt im Sinne einer sozialadäquaten Konfliktbewältigung oder sie verzichten auf den Führerschein, was dann die Verkehrssicherheit stärken würde.

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