Polizei Hagen

POL-HA: Enkeltricks riefen Polizei auf den Plan - Zwei Festnahmen

Hagen (ots) - Immer wieder versuchen Betrüger mit dem sogenannten Enkeltrick ältere Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen. Auch wenn die Täter dabei immer professioneller vorgehen, sind ihre ausgespähten Opfer inzwischen vorsichtiger geworden und in Zusammenarbeit mit der Polizei gelingt immer häufiger die Festnahme der Täter.

Am Mittwoch hielten sich Mitglieder einer organisierten Bande in Hagen auf und hatten zunächst Kontakt zu einer 83-jährigen Frau aus Boele aufgenommen. In einem ersten Telefonat vermittelte ein Täter seinem Opfer, dass doch der Neffe ist, sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet und dringend Bargeld für den Kauf einer Eigentumswohnung benötigt. Sollte er nicht in den kommenden Stunden eine Anzahlung in Höhe eines fünfstelligen Eurobetrages leisten, ist die einmalige Gelegenheit zum Erwerb dieser Wohnung dahin.

In diesem Fall informierte die 83-Jährige ihren Sohn über die Bitte des angeblichen Neffen, mit einem bereitgestellten Taxi zur Bank zu fahren, um das benötigte Geld abzuholen. Der Sohn reagierte sofort und meldete den augenscheinlichen Betrug der Polizei.

Den eingesetzten Kripobeamten ist die Vorgehensweise bei der Betrugsmasche bekannt und sie hielten sich verdeckt am Wohnort der Geschädigten in der Poststraße auf, als ein erneuter Anruf einging. Wie bereits erwartet, teilte der vermeintliche Neffe mit, zur Zeit beim Notar zu sein und dass ein Bekannter das Geld abholen würde. Dieser Mittäter befand sich bereits an der Wohnanschrift und als er sich dem Opfer näherte, um das den Umschlag mit dem Betrag in Empfang zu nehmen, erfolgte der Zugriff der Polizisten und sie nahmen den erst 17-jährigen Geldabholer fest.

Fast zeitgleich spielte sich ein nahezu identischer Vorfall in der Friedensstraße ab. Hier war ebenfalls eine 83-jährige Frau in das Visier der Betrügerbande geraten, hatte sich aber ebenfalls einem Bekannten anvertraut, der seinerseits die Polizei informierte. Nur eine halbe Stunde nach der ersten Festnahme legten Beamte in Zivil einer 21-jährigen Frau in der Friedensstraße Handfesseln an, als sie gerade einen fünfstelligen Betrag in Empfang nehmen wollte.

Beide Festgenommenen sind für diese Betrugstaten aus dem Frankfurter Raum nach Hagen gekommen, hielten jeweils telefonisch den Kontakt zu ihren Mittätern und wurden von diesen über ihre Vorgehensweise instruiert. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Auch wenn in den beiden bekannt gewordenen Fällen die Opfer vor einem Vermögensnachteil bewahrt blieben, warnt die Polizei eindringlich davor, nicht leichtgläubig auf die oftmals rührenden Geschichten der Anrufer einzugehen und sich in jedem Fall unter der 110 zu melden.

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