Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

LKA-RP: "Den Zeugen im Blick .... und den Täter auch...."

Mainz (ots) - Phantombildzeichner des Landeskriminalamtes (LKA) Rheinland-Pfalz entwickelt weltweites Patent für eine neue Software in der Phantombilderstellung. Er hat sich damit einen Kindheitstraum erfüllt, einmal selbst Erfinder zu sein.

Phantombilder helfen, Straftaten aufzuklären und werden seit vielen Jahren bei der Polizei Rheinland-Pfalz zur Ermittlung unbekannter Täter und Zeugen eingesetzt. Ein neues computerunterstütztes Verfahren, das speziell vom Phantombildzeichner des Landeskriminalamtes, Uwe Kinn, entwickelt wurde und die langjährigen Erfahrungen mit Zeugen optimal berücksichtigt, revolutioniert die Phantombilderstellung.

In vielen Fällen bezieht sich das Erinnerungsvermögen eines Zeugen auf eine dynamische Beobachtungssituation. Das bedeutet, dass er den Täter aus der Bewegung heraus in verschiedenen Perspektiven beobachtet hat. Dank einer neuen Software, die spezielle Verknüpfungsfunktionen nutzt, muss sich der Zeuge nun bei der Erstellung des Phantombildes nicht mehr auf eine Perspektive beschränken, sondern kann das gesamte Spektrum seiner Beobachtungen in die Phantombilderstellung einfließen lassen. Den Zeugen im Blick hat der Phantombildzeichner auch deshalb, weil diese neue Methode einen unkomplizierten Zugang zur Phantombilderstellung gewährleistet.

Die Idee des Erfinders Uwe Kinn war es, dem Zeugen mehr anbieten zu können als nur eine Perspektive. So kann der Gesuchte nicht nur in der Frontalansicht, sondern auch im Profil und im Halbprofil dargestellt werden. Die aus dem neuen Verfahren gewonnenen Bilder lassen sich außerdem problemlos zur Erstellung eines dreidimensionalen Objektes verwenden. Diese Option wird vor allem dann interessant, wenn man möglichst viele Zeugen erreichen will.

Die Bestätigung des Patents für die neue Software kam Ende des vergangenen Jahres. Uwe Kinn ist sich sicher, dass von dieser Erfindung sowohl die Zeugen als auch die Ermittlungsbehörden profitieren können.

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