Polizei Gütersloh

POL-GT: Mutmaßliche Einbrecher flüchteten in halsbrecherischer Manier

Gütersloh (ots) - Verl (CK) - Am Donnerstagnachmittag (16.06., 14.30 Uhr) meldete sich ein aufmerksamer Zeuge bei der Polizei in Schloß Holte-Stukenbrock und teilte mit, dass er im Schwalbenweg einen verdächtigen Opel Signum mit Kennzeichen aus Herne beobachtet hätte. Dessen Insassen, drei Männer vermutlich osteuropäischer Herkunft, würden sich auffällig in der Straße für die Häuser interessieren.

Daraufhin wurden sofort zivile Polizeibeamte zu dem Einsatzort entsandt.

Auf der Anfahrt zum Schwalbenweg bemerkten die Beamten das verdächtige Fahrzeug auf der Gütersloher Straße Ecke Brummelweg in Fahrtrichtung Autobahn, das an der dortigen Rotlicht zeigenden Ampel in der Warteschlange hielt.

Da die Polizeibeamten das Fahrzeug an Ort und Stelle kontrollieren wollten, fuhren sie links an der Warteschlange vorbei und stellten ihr Fahrzeug mit mittlerweile aufgesetztem Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn leicht schräg vor den verdächtigen Opel.

Als die Tatverdächtigen diese Situation erkannten, manövrierte sich der Fahrer des Opel Signum durch gewagte Fahrmanöver aus der Warteschlange, fuhr rückwärts mit hoher Geschwindigkeit etwa 80 Meter an den haltenden Autos vorbei und wendete in halsbrecherischer Manier schließlich den Opel, bevor er mit hoher Geschwindigkeit zurück in Fahrtrichtung Verl flüchtete.

Bei dem Wendemanöver kam es zu einem Zusammenstoß mit dem VW Passat eines 29-jährigen Mannes aus Oelde, der am Ende der Warteschlange auf Grünlicht wartete. Der Mann wurde dabei leicht verletzt. Am Passat, dessen Airbags ausgelöst hatten, entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von 10 000 Euro. Der Wagen war nicht mehr fahrbereit und musste von der Unfallstelle abgeschleppt werden.

Ein weiteres Fahrzeug, ein silberfarbener Mercedes eines 27-jährigen Güterslohers, wurde ebenfalls beschädigt. Der Fahrer blieb unverletzt, der Sachschaden am Auto beträgt 1000 Euro.

Der zivile Streifenwagen nahm sofort die Verfolgung des flüchtenden Opels auf, der über die Gütersloher Straße und anschließend über die Paderborner Straße in Fahrtrichtung Kaunitz fuhr. Nach dem Ortsausgang Verl verloren die Polizeibeamten jedoch den Sichtkontakt zu dem Wagen, dessen Fahrer mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit in Fahrtrichtung Kaunitz flüchtete, wo er zuletzt im Kreisverkehr durch Zeugen gesehen wurde.

Zwischenzeitlich waren weitere Polizeikräfte, zeitweise bis zu 15 Streifenwagen, auch aus angrenzenden Behörden, in die Fahndung eingesetzt worden, die auf die Bereiche der Autobahn, Paderbon und Bielefeld ausgedehnt wurde.

Trotz aller Mühen konnten die flüchtenden Täter nicht mehr dingfest gemacht werden.

Die polizeilichen Ermittlungen zu deren Identität dauern an und laufen auf Hochtouren.

Da davon auszugehen war, dass die flüchtigen Männer eine Straftat im Bereich des Schwalbenwegs begangen oder zumindest vorbereitet hatten, wurden die Straßen dort gezielt durch Polizeibeamte in Augenschein genommen. Hier meldete sich ein weiterer aufmerksamer Zeuge bei den Beamten und gab Hinweise zu den drei verdächtigen Männern.

Im Bereich des angrenzenden Windmühlenwegs stießen die Beamten schließlich auf ein freistehendes Einfamilienhaus, in das durch Aufhebeln der rückwärtigen Terrassentür gewaltsam eingedrungen worden war.

In den Innenräumen wurden Schränke und Schubladen durchsucht. Die Einbrecher brachen einen Tresor auf und flüchteten schließlich wieder mit Schmuck und Bargeld.

Die polizeilichen Ermittlungen laufen derzeit dahingehend, ob die flüchtigen Männer für diesen Einbruch verantwortlich sind.

Die Polizei bittet den Anrufer, der die Polizeiwache in Schloß Holte-Stukenbrock über das verdächtige Fahrzeug informiert hat, sich - ebenso wie mögliche weitere Zeugen - zu melden, Telefon 05241 869-0.

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