Polizei Gütersloh

POL-GT: Drei Unfallfluchten dank aufmerksamer Zeugen geklärt

Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock/Steinhagen/Gütersloh/Kreis Gütersloh (CK) - Seit Jahren ist die Zahl der Unfallfluchten im Kreis Gütersloh leider sehr hoch.

Dank mehrerer aufmerksamer Zeugen konnten nun drei dieser Straftaten geklärt werden.

Am Montagnachmittag (29.12., 14.00 Uhr) beobachteten Kunden auf dem Parkplatz eines großen Lebensmittelgeschäftes an der Holter Straße in Schloß Holte-Stukenbrock, dass der Fahrer eines braunen VW Golfs beim Ausparken einen anderen Wagen beschädigte. Anschließend fuhr er davon, kehrte jedoch kurze Zeit wieder zurück auf den Parkplatz und hielt sich an anderer Stelle auf. Dabei tat er jedoch nichts, um seine Beteiligung an dem Unfall deutlich zu machen.

Die Zeugen informierten daraufhin die Polizei, die ein Ermittlungsverfahren gegen den 75-jährigen Mann aus Herne einleitete.

In Steinhagen beobachteten Zeugen am Montagnachmittag (29.12., 16.35 Uhr) einen BMW, der ebenfalls beim Ausparken ein anderes Fahrzeug beschädigte.

Die beiden Zeugen, die sich in einem anderen Auto befanden, machten die Unfallverursacherin auf den von ihr verursachten Schaden aufmerksam - diese setzte ihre Fahrt jedoch fort, ohne sich um Weiteres zu kümmern. Daraufhin informierten die Zeugen die Polizei über den Polizeiruf 110.

Auch gegen die 70-jährige BMW-Fahrerin aus Herford wurde ein Strafverfahren wegen Unfallflucht eingeleitet.

In der Moltkestraße in Gütersloh beschädigte ein BMW am Montagnachmittag (29.12., 16.30 Uhr) im Vorüberfahren den linken Außenspiegel eines dort geparkten Autos. Das bemerkte ein aufmerksamer Zeuge, der sich das Kennzeichen des flüchtigen Autos merkte und sofort die Polizei informierte.

Auch in diesem Fall erwartet die 26-jährige Fahrerin aus Rietberg ein Strafverfahren.

Aus gegebenem Anlass macht die Polizei nochmals deutlich, dass das unerlaubte Entfernen vom Unfallort eine Straftat ist!

Wenn Sie sich nach einem solchen Missgeschick, das wirklich jedem passieren kann, von einem Unfallort entfernen, ohne die Polizei zu benachrichtigen, machen Sie sich strafbar!

Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort ist kein Kavaliersdelikt und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Weitaus schlimmer wiegt für viele Verkehrsteilnehmer jedoch der drohende Verlust des Führerscheins!

Die Fahrerlaubnis wird vom Gericht in der Regel dann entzogen, wenn die Schadenshöhe bei einem Verkehrsunfall bei 1000 Euro oder mehr liegt. Diese Summe ist sehr schnell erreicht und kann beispielsweise bei der Neulackierung einer Stoßstange angenommen werden.

Der Schaden, der an den zurückgelassenen Fahrzeugen entsteht, kann sich schnell auf mehrere hundert Euro belaufen, für die - sofern der Verursacher nicht ausfindig gemacht werden kann - in der Regel der Fahrzeughalter aufkommen muss.

Deshalb: Lassen Sie aus einer Unachtsamkeit keine Straftat werden und informieren Sie in einem solchen Fall stets Ihre Polizei über den Polizeiruf 110.

Rückfragen bitte an:

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