Polizei Gütersloh

POL-GT: Feste feiern in der Vorweihnachtszeit- nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel!

Gütersloh (ots) - Kreis Gütersloh (CK) - Seit einigen Wochen locken sie wieder: Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern mit allerlei Leckereien, Glühwein und Punsch. Zu verführerisch ist es, beim Feiern mit Freunden und Kollegen oder beim Stadtbummel in den frühen Abendstunden Feuerzangenbowle oder ähnliche alkoholische Getränke zu trinken - bevor es dann mit dem Auto heim geht.

In den letzten Tagen fielen kreisweit bei Verkehrskontrollen Autofahrer und Radfahrer auf, die mehr oder weniger stark unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken am Straßenverkehr teilnahmen.

So war ein 55-jähriger Mann am Samstagabend (07.12., 21.30 Uhr) in Versmold auf der Bielefelder Straße erheblich alkoholisiert mit seinem Auto unterwegs; am Freitagabend befuhr ein 49-jähriger Mann aus Beelen unter dem Einfluss von Alkohol den Sandweg in Steinhagen. Bei beiden Männern wurden Blutproben richterlich angeordnet; ihre Führerscheine wurden sichergestellt.

In Rheda-Wiedenbrück kam es am Sonntagmorgen (07.12., 08.50 Uhr) zu einem Unfall unter dem Einfluss von Alkohol: Ein 23-jähriger Rheda-Wiedenbrücker kam auf der Rentruper Straße von der Fahrbahn ab und prallte vor einen Baum. Dabei verletzte er sich leicht. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein wurde sichergestellt.

Eine 39-jährige Radfahrerin, die erheblich unter dem Einfluss von Alkohol stand, stieß am Samstagabend (06.12., 22.25 Uhr) auf dem Geh-/Radweg der Mergelheide mit einem entgegenkommenden Fahrradfahrer zusammen. Dabei verletzte sie sich leicht. Auch ihr wurde eine Blutprobe entnommen.

Bereits geringe Mengen Alkohol wirken negativ auf das zentrale Nervensystem und mindern objektiv das Wahrnehmungsvermögen und die Reaktionsfähigkeit. Beides ist jedoch unerlässlich, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Nach der Faustformel, dass nur ca. 0,1 Promille stündlich abgebaut werden, dauert es folglich 10 Stunden, bis eine Blutalkoholkonzentration von 1,0 Promille vom Körper verarbeitet wird.

Viele Verkehrsteilnehmer sind sich zudem nicht bewusst, dass sie sich als Fahrzeugführer bereits mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille strafbar machen können, wenn es infolge des Alkoholkonsums zu Ausfallerscheinungen, verkehrswidriger Fahrweise oder sogar zu einem Verkehrsunfall kommt. Das gilt auch für Radfahrer!

Beim Verdacht, dass zuviel Alkohol im Spiel ist, müssen die Kraftfahrer damit rechnen, dass ihnen eine Blutprobe entnommen wird und ggf. auch der Führerschein sichergestellt wird. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen müssen alkoholisierte Autofahrer auch davon ausgehen, dass sie von ihren Versicherungen für Personen- und Sachschäden anschließend in Regress genommen werden können. Oftmals droht auch der Verlust des Arbeitsplatzes, wenn der Führerschein dafür Voraussetzung ist.

Weiterhin unterschätzen viele Fahrzeugführer die Gefahren von Restalkohol im Blut. Autofahrer setzen sich oftmals morgens nach einer durchfeierten Nacht mit viel Alkohol und wenig Schlaf hinters Steuer, ohne zu bedenken, dass ihr Körper den Alkohol noch nicht vollständig abgebaut hat.

Die Polizei warnt dringend davor, mit Alkohol am Steuer am Straßenverkehr teilzunehmen. Alkoholunfälle enden oft genug mit schweren oder gar tödlichen Folgen. Sie sind besonders tragisch, wenn nicht nur die Verursacher selbst, sondern auch noch unbeteiligte Mitfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer darin verwickelt werden.

Auch wenn 0,0 Promille nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, kann der polizeiliche Rat nur heißen: Entweder - Oder! Die besten Durstlöscher sind immer noch alkoholfrei!

Bleiben Sie auf der sicheren Seite und verzichten Sie auf alkoholische Getränke, wenn Sie wissen, dass Sie noch mit einem Fahrzeug fahren müssen. Haben Sie Alkohol getrunken, nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi, damit Sie sicher nach Hause kommen.

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