Polizei Gütersloh

POL-GT: Polizei warnt vor russischen Schockanrufen

Gütersloh (ots) - Halle/Kreis Gütersloh (CK) - Am Dienstag (11.03.) versuchten skrupellose Betrüger ganz gezielt russischsprachige Mitbürger aus Halle mit einem "Schockanruf" um ihre Ersparnisse zu bringen. In den drei Fällen, die der Polizei bekannt wurden, blieben die Täter jedoch erfolglos.

Die Betrüger rufen ihre arglosen Opfer an und geben sich in russischer Sprache als Polizist, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder als Angehöriger aus.

Sie behaupten, ein naher Verwandter des Angerufenen hätte bei einem Unfall ein Kind verletzt. Um zu verhindern, dass der angebliche Angehörige angezeigt und inhaftiert wird, müssten umgehend mehrere Tausend Euro gezahlt werden.

Das Geld würde ein Mitarbeiter des Anrufers sofort abholen. Die Betrüger versuchen, ihr Opfer bis zum Eintreffen des Geldabholers am Telefon zu halten, damit es nicht mit dem Angehörigen oder der Polizei telefonieren kann.

Als Rückrufnummer geben die Täter meistens eine litauische Pre-Paid-Nummer an. In einigen Füllen wurde auch eine litauische Festnetznummer genannt. Dort meldet sich dann -falls die Opfer doch auf einen Rückruf bestehen - jeweils ein angeblicher Polizeibeamter, der den Sachverhalt bestätigt. Dieser prophezeit bei Nichtzahlung eine erhebliche Haftstrafe für das Familienmitglied. Während der Telefonate wird geschickt erfragt, wie viel Bargeld auf die Eile beschafft werden könne.

Die Polizei warnt vor solchen Anrufen und rät:

Gehen Sie nicht auf solche Forderungen ein! Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen!

Legen Sie einfach auf und rufen Sie die Ihnen bekannte Telefonnummer des Verwandten an!

Wenden Sie sich sofort an die Polizei über den Polizeiruf "110", wenn Sie Opfer wurden und erstatten Sie eine Anzeige!

Warnen Sie auch andere Mitbürger vor diesen Betrügern!

Die deutsche Polizei verlangt telefonisch niemals Geld!

Das Landeskriminalamt Düsseldorf hat zu diesem Thema eine Broschüre in deutscher und russischer Sprache herausgebracht. Die Broschüre ist im Internet zu finden unter dem Link:

http://www.polizei-nrw.de/media/Dokumente/Behoerden/LKA/121113_Praev_Tipps_Schockanrufe_zweisprachig.pdf

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E-Mail: pressestelle.guetersloh@polizei.nrw.de

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